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Imst | Wirtschaft | 19. Mai 2020 | Ewald Krismer

Vom Hobby- zum Vollerwerbswinzer

Vom Hobby- zum Vollerwerbswinzer
16000 Weinstöcke finden auf der neuen Anbaufläche von 3,5 Hektar Platz…
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Weingut Flür: Anbaufläche von einem auf 4,5 Hektar erweitert

Tarrenz hat sich in den letzten Jahren nicht nur zum größten Winzerdorf Nordtirols entwickelt, mit dem „Weingut Flür“ von Alexandra und Georg Flür hat es mittlerweile auch den größten Vollerwerbswinzer in Tirol nördlich des Brenners. Ihre Weinanbaufläche nämlich wurde unlängst um 3,5 Hektar erweitert und wird derzeit für den Anbau vorbereitet.
Von Ewald Krismer

„Als Hobby angefangen hat alles 2006 mit zwei Weinstöcken im Garten vor dem Haus“, erzählt Alexandra Flür, Chefin und Sprecherin des im Tarrenzer Ortsteil „Kappenzipfl“ beheimateten Weingutes. „Damit fanatisch geworden, vergrößerten wir im Laufe der Zeit die Kapazität auf 4000 Stöcke verteilt auf vier Weinberge: Im „Kappenzipfl, im „Griesegg“, am „Apazhof“ und am „Putzen“, schwärmt die blondgezopfte Winzerin voller Stolz.
Vom Hobby- zum Vollerwerbswinzer
…wofür von Marcel, Georg und Alexandra Flür (v.l.) in schweißtreibender Arbeit 4000 Säulen bespannt mit 105 Kilometer Draht in Stellung gebracht werden mussten, damit die Rebstöcke optimal gedeihen. In drei Jahren können die ersten „Solaris-Trauben“ gelesen werden, aus denen dann die feine Weinmarke „Casanova“ entstehen wird. Fotos: Krismer
VOLLERWERBWINZER MIT 20000 REBSTÖCKEN. Winzer im Vollerwerb sind Alexandra und Georg Flür seit 2018. Entgegen aller Unkenrufe einiger Besserwisser wagten die beiden damals diesen Schritt. Aber damit nicht genug. Nunmehr erweiterten sie ihr Weingut von einem auf 4,5 Hektar Anbaufläche und aus den bisherigen 4000 Weinstöcken sind 20000 geworden. 16000 also, die als Setzlinge neu dazugekommen sind – allerdings erst in drei Jahren erste Früchte tragen werden. Die dazugewonnene Fläche ist gepachtet und erhielt in Anbetracht eines kleinen künstlichen Sees am Rande des Weingartens die Benennung „Lago di Schago“ – angelehnt an den Namen des Verpächters Degenhard Schagowetz, der sich begeistert über das beherzte Engagement der Winzerfamilie zeigt.
 
REICHLICH FACHWISSEN. Dass dieser große Schritt in die richtige Richtung geht, unterstreicht das sich von Alexandra und Georg mittlerweile angeeignete umfangreiche Fachwissen auf dem Gebiet des Weinbaus und das abgeschlossene Wirtschaftsstudium von Sohn Marcel, der sich mittlerweile in das Unternehmen eingebracht hat. Für alle drei gab es letztens Einiges zu tun. Zum ersten die Betreuung der vorhandenen Weinberge und zum anderen die Einrichtung des neuen Weingartens. Bei Letztem galt es, 4000 Säulen in den Boden zu rammen, die dann mit 105 Kilometer (Luftlinie Tarrenz/München, wie Georg Flür verrät) Draht bespannt die 16000 heranwachsenden Weinstöcke tragen werden.
 
BESTE QUALITÄT ALS ZIEL. Im neuen Weingarten angebaut wird die Rebsorte „Solaris“, die aufgrund ihres späten Austriebes weitgehend von eventuellen Spätfrost verschont bleibt und wegen ihrer Schädlingsresistenz nicht mit Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt werden muss. Das wirkt sich logischerweise auf die Qualität aus. „Ein charmanter Tiroler durch und durch, der mit seinem intensiven Aroma nach Birne, Apfel und Mango Nase und Gaumen gekonnt umspielt“, schwärmt Alexandra Flür und hofft, dass mit dem aus der „Solaris“ gewonnene „Casanova“ zu den bereits vielfach errungenen Preisen noch die eine oder andere Auszeichnung dazukommt.
Vom Hobby- zum Vollerwerbswinzer
Seit vergangenen Freitag ist es auch wieder möglich, sich im Weinstadl des Weingutes Flür den bekömmlichen fünf Weißweinen und drei Rotweinen und den Weinlikören hinzugeben.RS-Foto: Krismer
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