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Imst | Wirtschaft | 7. Juni 2022 | Markus Wechner

Weniger Arbeitslose, großer Stellenbedarf

Weniger Arbeitslose, großer Stellenbedarf
Gunda Amprosi ist Leiterin des AMS-Imst. RS-Foto: Archiv
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AMS-Leiterin Gunda Amprosi zur Lage am Arbeitsmarkt

Die Lage am Arbeitsmarkt ist aktuell eine herausfordernde. Während die Zahl der Arbeitslosen rückläufig ist, herrscht großer Mangel am Stellenmarkt. Mit Unterstützungsprojekten soll dem entgegengewirkt werden. Zudem wurde auch die Integration von ukrainischen Staatsangehörigen am Stellenmarkt erleichtert.
Von Markus Wechner

Zum Stichtag am 31. Mai waren im Bezirk Imst 1711 Personen arbeitslos beim AMS vorgemerkt. Dies ist im Vergleich zum Mai des Vorjahres ein Minus von 21,4 Prozent. „Die Arbeitslosigkeit sinkt nicht nur in allen Branchen und Altersgruppen – auch bei den Menschen, die länger als ein Jahr beim AMS vorgemerkt sind, konnte im Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden“, so Gunda Amprosi. Darüber hinaus wurde tirolweit die niedrigste Arbeitslosenquote seit 30 Jahren verzeichnet. Dieser Trend zeige sich auch im Bezirk Imst und unterschreitet laut Amprosi die Maiwerte aus dem Jahr 2019 – also das Vorkrisenniveau.

GROSSER BEDARF. Der Stellenbedarf im Bezirk Imst hat sich im Vergleich zum Vorkrisenniveau fast verdoppelt – waren es im Mai 2019 543 offene Stellen, so waren mit Stichtag 31. Mai 1024 offene Stellen beim AMS Imst gemeldet. Die schwierige Lage am Lehrstellenmarkt spiegelt sich auch in den aktuellen Zahlen wieder. Im Mai waren beim AMS Imst 143 offene Lehrstellen gemeldet, dem gegenüber standen 19 Lehrstellensuchende. „Die Abdeckung des Personalbedarfs – sowohl am Stellen- als auch am Lehrstellenmarkt – stellt das AMS vor große Herausforderungen“, so Amprosi. Die meisten Stellenmeldungen gab es im Mai im Tourismus – jedoch gibt es aktuell in praktisch jeder Branche einen Arbeitskräftemangel. Mit der am 16. Mai gestarteten AMS Business Tour 2022 wird derzeit versucht, Betriebe bei den aktuellen Herausforderungen zu unterstützen. Hierbei geht es sowohl um die Suche und Integration von Arbeitskräften sowie um Arbeitgeberattraktivität, betriebliche Weiterbildung, Sicherung von Arbeitsplätzen oder auch Kapazitätsschwankungen.

INTEGRATION. Zudem wird auch versucht, ukrainische Staatsangehörige am Arbeitsmarkt zu integrieren. Sobald die blaue Aufenthaltskarte („Ausweis für Vertriebene“) vorliegt, kann beim AMS eine Beschäftigungsbewilligung beantragt werden – die Erteilung der Beschäftigungsbewilligung erfolgt in einem vereinfachten Verfahren – bis dato wurden im Bezirk Imst 57 Beschäftigungsbewilligungen für Personen aus der Ukraine erteilt. Die Beschäftigungsbewilligungen für Vertriebene werden nicht auf die Saisonkontingente im Tourismus und in der Land- und Forstwirtschaft angerechnet. „Der Blick in die Zukunft bleibt jedoch schwierig. Prognosen für den Herbst beziehungsweise die kommende Wintersaison aufzustellen, ist aktuell sehr schwierig, da abzuwarten bleibt, wie sich die Lage in der Ukraine entwickelt und auch die Corona-Situation im Herbst und Winter lässt sich derzeit nicht abschätzen“, so Gunda Amprosi abschließend.
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