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Imst | Wirtschaft | 19. April 2022 | Ewald Krismer

„Wenn andere über mein Eigentum bestimmen!“

„Wenn andere über mein Eigentum bestimmen!“
Das „Leder-Jäger-Haus“ am Beginn der Kramergasse von Norden gesehen ...
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Denkmalamt prüft Denkmalschutz über „Leder-Jäger-Haus“ in Imst

Und wieder geht es um die Imster Kramergasse; diesmal jedoch nur am Rande. Das Objekt der Begierde ist das sogenannte „Leder-Jäger-Haus“ am nördlichen Beginn der Kramergasse. Das Denkmalamt ist gerade dabei zu prüfen, ob das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden soll. Endgültig entschieden ist noch nichts. Einen Entscheid soll es in zwei bis drei Wochen geben.
Von Ewald Krismer

Altes zu bewahren mag ja recht und billig sein, vorausgesetzt die Sinnhaftigkeit ist in vollem Umfang gegeben. Besonders bei alten Häusern sollte so gut überlegt sein, ob der Bestand fortgeführt werden soll oder nicht. Für erhaltenswürdige Gebäude von Amts wegen zuständig ist das Bundesdenkmalamt. Gegenwärtig befindet diese Behörde, ob das in die Jahre gekommene „Leder-Jäger-Haus“ gegenüber der Johanneskirche unter Denkmalschutz gestellt werden soll oder nicht. Entgegen allen bisherigen Gerüchten ist nämlich eine Entscheidung darüber noch nicht gefallen, bestätigt Eigentümer Bertl Gstrein gegenüber der RUNDSCHAU. Er rechnet mit einem Bescheid in zwei bis drei Wochen.

FOLGE WÄRE EINSPRUCH. Würde für den Erhalt des Hauses entschieden werden, geschehe dies zu seinem Missfallen und ein Einspruch dagegen würde seinerseits die Folge sein, unterstreicht Bertl Gstrein, er habe andere Pläne für das Gebäude, das sich in seinem Eigentum befindet. Ihm missfalle, „wenn andere über mein Eigentum bestimmen“ sagt Gstrein. Außerdem befände sich die Bausubstanz der angeblich ehemaligen ersten Krankenanstalt von Imst in einem derart desolaten Zustand, dass immense Sanierungskosten entstehen würden. „Wer zahlt, schafft an“ heißt es zwar immer, Gstrein rechnet im Falle des Gebäudeerhalts mit Bedingungen und Vorgaben durch die Denkmalschutzbehörde, nicht aber mit deren finanziellen Beteiligung.

EIN EINFLUSS AUF DIE STADTENTWICKLUNG. Der Abriss oder der Erhalt des „Leder-Jäger-Hauses“ hätte auch für die Stadtentwicklung respektive die Sanierung der Kramergasse Einfluss. Bürgermeister Stefan Weirather möchte sich aber dahingehend erst äußern, sobald eine Entscheidung gefallen ist, brachte aber schon vor geraumer Zeit auf den Punkt, dass er sich im Falle eines Abrisses des besagten Gebäudes ein größeres „Sunneplatzle“ oder „Johannisplatzle“ vorstellen könne. Solange das Verfahren läuft, möchte auch Walter Hauser, Leiter der Abteilung für Tirol des Bundesdenkmalamtes, zur Causa „Leder-Jäger-Haus“ noch keine Stellungnahme abgeben. Seiner Einschätzung nach dürfte mit einem Ergebnis in rund einem Monat zu rechnen sein.
„Wenn andere über mein Eigentum bestimmen!“
... und von der Südseite, mit der Johanneskirche im Hintergrund. RS-Fotos: Krismer
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