Imster Kulturquartier „machbar“

Eine riesige Chance wäre ein vernetzendes Imster Kulturquartier allemal. Das Museum im Ballhaus schielt bereits Richtung altem Stadtcafé. RS-Foto: Parth

8-Millionen-Euro-Prognose liegt am Tisch

Wie LA Bgm. Stefan Weirather in der jüngsten Gemeinderatssitzung bestätigte, fand die Präsentation einer „Machbarkeitsstudie“ statt. Hier sollte geklärt werden, ob bzw. welche Kulturbetriebe rund um den Stadtplatz man besser vernetzen kann – auch infrastrukturell. Diese Möglichkeit besteht durchaus und könnte an die 8 Millionen Euro kosten…

Wie Kultur-Stadtrat Christoph Stillebacher auf RS-Nachfrage bestätigte, gipfelte dieser Tage der große Bürgerbeteiligungsprozess in eine Machbarkeitsstudie. Letztere wiederum soll die Grundlage für einen Architektenwettbewerb darstellen. „Aber so weit sind wir noch nicht“, hebt Stillebacher hervor, zumal Bgm. Weirather bereits verkündete, dass sich die Bauarbeiten auf rund 8 Millionen Euro belaufen könnten. „2017 müssen wir durch Grundstücks- bzw. Immobilienankäufe unsere Hausaufgaben machen“, bestätigt Stillebacher, dass noch ein Stück Weg zu gehen sein wird. Spekuliert wird derzeit mit dem Ankauf des ehemaligen „Stadtcafés“ von Raiffeisen. „Die Gespräche laufen“, möchte Stillebacher selbigen nicht vorgreifen. Für ihn sei auch noch unklar, ob man den Aufgabenkatalog Step-by-step erledigen wird können oder in einem Aufwasch, zumal letzteres bei im Raum stehenden 8 Millionen nicht so leicht aus der Portokassa zu bezahlen sein dürfte. Integriert könnten hierbei das Museum im Ballhaus mit einer barrierefreien Erweiterung eines Via-Claudia-Museums plus das alte Rathaus mit Stadtbücherei, Kulturbüro und Theodor-von-Hörmann-Galerie. Da sich das Theaterforum Humiste momentan ebenfalls auf Herbergsuche befindet und für eine „Bespielung“ eines Kulturraums bestens eignen würde, könnte man auch hierfür den Weg ebnen. Stadtamtsleiter Martin Schönherr räumt, ebenfalls auf Anfrage der RUNDSCHAU, ein: „Durch das Architektenteam U1 wurde das Raumprogramm genau durchleuchtet und nach möglich und unmöglich aussortiert. Das alles, ohne einem Architektenwettbewerb vorzugreifen. Eine Wunschvorstellung wäre ein öffentlicher Begegnungsraum, ein beschattbarer Platz, um den sich die Kultureinrichtungen versammeln. Was noch von unserer Seite zu liefern sein wird, um einen Architektenwettbewerb veranstalten zu können, ist die Einbindung in eine Verkehrsstudie inklusive Parkraumkonzept. Im Hintergrund schwebt das Thema einer verkehrsfreien Ballgasse, was jedoch zuvor abgeklärt werden muss.“