„In Ruhe arbeiten lassen“

Langjährige Mitarbeiter an der Unternehmensspitze: Mario Kometer und Markus Scheiring (v.l.) bilden das neue Vorstand-Duo der Sparkasse Imst AG.RS-Fotos: Matt

Sparkasse Imst AG: Neues Vorstand-Duo in Amt und Würden

Mit Jahresbeginn lenken Mario Kometer und Markus Scheiring auf Vorstandsebene die Geschicke der Sparkasse Imst AG. Ihre Ziele stellte das Duo jüngst im Vorstandsbüro vor Medien vor.

Von Manuel Matt

Schon etwas länger – nämlich seit August letzten Jahres – fungiert Mario Kometer als Vorstand der Sparkasse Imst AG. Mit der Bestellung des 1967 geborenen Oetzers greift das Oberländer Bankinstitut auf eine Persönlichkeit zurück, dessen Karriere eng mit der Sparkasse verknüpft ist: Seit 1989 an Bord, bewährte sich Kometer nach nur einem Jahr Betriebszugehörigkeit in der Niederlassung der Imster Sparkasse in Längenfeld als österreichweit jüngster Filialleiter – und blieb dem Geldinstitut bis heute treu: „Ich war bei jedem Erfolg und Misserfolg der letzten Jahre live dabei“, sagt Kometer und sieht im Personal das größte Kapital der Imster Sparkasse: „Wir haben hervorragende Mitarbeiter“, die man nach zweimaliger Auszeichnung als beste Sparkasse Österreichs lediglich „in Ruhe arbeiten lassen“ müsse.

Der Zweite im Bunde

Endgültig vollzogen wurde der Generationenwechsel auf Vorstandsebene nach der Ära von Meinhard Reich und Martin Haßlwanter mit Markus Scheiring, der seit 1. Jänner das neue Führungsduo komplettiert. 1974 geboren, in Mötz aufgewachsen und seit 2009 in der Sparkasse Imst AG tätig, bringt Scheiring berufliche Erfahrung in Bereichen wie Rechnungswesen, Informationstechnologie (IT), Konsumentenschutz, europäisches Bankenrecht und der Steuerung des Liquiditätsrisiko mit. Auch er unterstreicht den Wert der Mitarbeiter: Ihnen gelte es, Entwicklungschancen aufzuzeigen und zugleich zur Kompetenz-Erweiterung zu motivieren.

Der Kurs bleibt

Strategisch werde sich bei der Sparkasse Imst in nächster Zukunft nichts ändern, sagt Scheiring und lobt die Arbeit der Vorgänger: „Wir bauen auf tollen Erfolgen auf.“ Was die Bank ausmache, seien 137 Jahre an Tradition und die damit einhergehende Stabilität und das Versprechen der Verlässlichkeit, sagt Kometer: „So wollen wir bleiben.“ In dieser Hinsicht soll sich auch am Filialnetz mit 15 Niederlassungen nichts ändern. Ähnlich verhält es sich mit dem geschäftlichen Fokus, der weiterhin in der Region liegen soll. 2019 sei jedenfalls eine Steigerung von zehn Prozent bei den Kreditvergaben zu verzeichnen, wobei sich dieser Trend auch dieses Jahr fortsetze, sagt Kometer, der auf die jährliche Bilanzsumme des Finanzinstituts in Höhe von 1,2 Milliarden Euro verweist.

Digitale Chancen und Risiken

Rund 20000 Menschen zählt die Sparkasse Imst zu ihrem Kreis an Privatkunden. Davon würden etwa 40 Prozent das Online-Banking-Angebot „George“ nutzen, sagt Kometer, der zugleich eine steigende Tendenz ortet. Der digitale Wandel bringt aber auch Risiken, wie Scheiring einbringt: Nämlich Kunden zu verlieren – und zwar weniger an die Konkurrenz als an die Technik. Dem soll bewährte Stärke entgegenstehen: Qualifizierte Beratung und Betreuung vor Ort, was Kunden nach wie vor zu schätzen wissen würden. Denn über manche Dinge sprechen Menschen schlichtweg lieber von Angesicht zu Angesicht – auch im Informationszeitalter.