In Zirl setzt man auf neue Umweltförderung

Bürgermeister Thomas Öfner und Sigrid Thomaser, stellvertretende Geschäftsführerin der „Energie Tirol“, mit dem gewonnenen Dienstrad vor den Zirler Mobilitätssternen. Foto: Axel Brunner

Umweltförderungen gibt es in der Marktgemeinde schon länger, jetzt sind zwei neue Förderpunkte dazu gekommen

Als eine der 233 E5-Gemeinden in Österreich ist Zirl laufend bemüht, in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz bzw. auch beim Thema erneuerbare Energien die Nase weiter vorn zu behalten. So berichtet Sigrid Thomaser vom Zirler Umweltausschuss anlässlich eines Pressegesprächs von zwei neuen Erweiterungen der Zirler Umweltförder-Landschaft. Es gelte, weiter Anreize zu schaffen, man müsse die Bevölkerung bei der Erreichung der Umweltschutz-Ziele noch mehr mit ins Boot holen.

Mit den neuen Maßnahmen möchte man den motorisierten Individualverkehr im Zirler Ortskern verstärkt eindämmen. So gesellen sich zu den bereits schon bestehenden Förderungen nunmehr neu auch Lastenfahrräder und –anhänger. Dabei beträgt die Förderung bei Fahrradkindersitzen, Fahrradkinderanhängern, Tandemsystemen für Kinder sowie Lastenanhängern für Fahrräder 20 Prozent der Kosten, maximal jedoch 120 Euro pro Förderfall, für den Kauf von Lastenfahrrädern gibt es einen Zuschuss von 300 Euro, beim Kauf von E-Fahrrädern einen Zuschuss von 500 Euro pro Förderfall. E-Mopeds werden mit 600 Euro gefördert, im Jahr 2019 gab es hier schon zwei Anlassfälle, immerhin ein Beginn. Die Gemeinde forciert mit ihrem Förder-Programm weiterhin den Austausch alter Haushalts-Großgeräte, die Errichtung von Photovoltaikanlagen, von Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung bzw. Raumheizung, die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energieträger. Wird ein unabhängiger Berater des Vereins Energie-Tirol in Anspruch genommen, dann übernimmt die Gemeinde 50% der Kosten.

RADFAHREN SOLL FORCIERT WERDEN. Im Zuge des Integrationsprojektes „PRO-BIKE“ wurde auch in Zirl ein Radkoordinationsteam eingerichtet, das sich aus einem Mitglied der Gemeindeverwaltung und einem Mitglied aus der Bevölkerung zusammensetzt. Damit will man laut Bürgermeister Thomas Öfner ein Zeichen setzen, man will auffällig werden. „Radfahren muss vermehrt ins Bewusstsein kommen. Der Umstieg auf alternative Bewegungsformen und –mittel muss einfach attraktiver werden,“ so Öfner. 2019 hat die Gemeinde einen dritten Mobilitätsstern bekommen. Damit werden Gemeinden vom Land für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik gewürdigt. Das gewonnene Fahrrad findet nunmehr als „Dienstrad“ in der Zirler Gemeinde Verwendung.

Von Axel Brunner

Wer mit dem Rad unterwegs ist, schont die Umwelt und hält seinen Körper in Schwung. Symbolfoto: pixabay.com

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