Ins Knie geschossen

Liebe Freunde des politischen Wildwechsels!

In der Brunft stürmen Hirsche durch den Wald. Mitunter sogar ohne nach links oder rechts zu schauen über eine Straße. Kommt dabei ein Auto, gibt es nicht selten Schrott. Und oft sogar den Hirsch nicht mehr. Dieses Bild aus der Tierwelt erinnert mich an die neue Politikergeneration. Jung, fesch, adrenalin- und computergesteuert sollen sie Stimmen heischen. Doch sobald der Bocksprung gefruchtet hat, fällt der Hormongetriebene mitunter in ein tiefes Loch. Was einen sich solcherart fadisierenden Würdenträger mitunter dazu veranlasst, sein Geweih an der falschen Stelle zu reiben. Der junge türkische Migrant, der von den Grünen abgeworben wurde, um für Türkis Stimmen aus seinem Lager zu holen, hat sich jüngst selbst ins Knie geschossen. Des Nationalrats Aussage, eine deutsche Politikerin habe ihren Aufstieg einem Tun und Handeln zu verdanken, welches man an ihren Knien ablesen könne, war doch des Schlechten zu viel. Da machte unser Kanzler prompt seinem Namen alle Ehre und den sprichwörtlich kurzen Prozess. So schnell werden Kumpel ihre Freunde los. Der entlarvte Sexist selbst bleibt uns als Mandatar im höchsten Gremium aber erhalten. Als sogenannter wilder Abgeordneter. In Tirol, wo die Türkisen noch echte Schwarze sind, ticken die Uhren anders. Hierzulande hatte sich der Himmelstürmer namens Schrott im Spiel der Vorzugsstimmen verzockt. Im Wahlkampf ein Glücksspiel auszuloben, bei dem es letztlich keinen Gewinner gab, war – gepaart mit eigenwilligen Subventionszuwendungen – letztlich ein Eigentor. Im Spielerjargon heißt das Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Oder Game over. Das Spiel ist aus. Wie gewonnen, so zerronnen! Beide Burschen, die Politik offenbar mit Bluffen beim Poker verwechselten, tun mir nicht leid. Mein Mitgefühl gilt jenen tausenden Menschen, die diesen Typen Vorzugsstimmen verliehen haben. Auch sie haben sich irgendwie ins Knie geschossen.

Meinhard Eiter

 

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