Internationaler Rodel-Länder-Vergleichkampf

Lokalmatador Zauser Fabio flitzte in der Klasse Jugend B männlich mit guten 0.38.267 durch den Kanal und eroberte Silber. RS-Foto: Bundschuh

Rodelverein Imst: Auf Alpenländercup und ASVÖ-Wertungsläufen folgte Ländervergleich auf der Imster Kunstrodelbahn

Beim Ländervergleichskampf auf der Putzenwaldbahn wurde in acht Altersklassen gestartet. Wie schon am vorhergehenden Wochenende hatte der Imster Verein ausgezeichnete Bahnbedingungen für die 43 jungen Athleten aus Österreich und Südtirol geschaffen.

Von Peter Bundschuh

Die im Vergleich zu anderen Strecken ruppige und recht schwierig zu fahrende Bahn stellte für die jugendliche Rodelelite eine sportliche Herausforderung dar, die Durchgänge wurden aber routiniert und vor allem unfallfrei bewältigt. Der Imster Verein trat in der Klasse Jugend C weiblich mit Lara und Lena Zimmermann an. In der Klasse Jugend B weiblich vervollständigte Lisa das Zimmermanntrio. Bei den Jungs der Jugend B männlich ging Lokalmatador Fabio Zauser für Imst durch den Eiskanal. Gold bei Jugend A männlich und den Tagessieg konnte Maximilian Molling über den Brenner nach Südtirol holen. Trainiert wird Maximilian im Landeskader Südtirol-Jugend Italien von Rodel-Olympiasiegerin 1994, Gerda Weißensteiner.

Die Plätze für den Bezirk Imst

In ihren jeweiligen Klassen wurde Lara Zimmermann Dritte und Lena Zimmermann Fünfte. Lisa Zimmermann konnte sich sogar „versilbern“. Eben dieses begehrte Metall eroberte auch Fabio Zauser für den Imster Verein. Tagessieger wurde Maximilian Molling aus Südtirol mit einer beachtlichen Leistung und der Gesamtzeit von 0: 37,204.

Ein Blick zurück

Die Vergangenheit der Rodler bzw. des Rodelvereines Imst findet sich ursprünglich in der Geschichte des Wintersportvereins Imst, der vor über 100 Jahren gegründet wurde. Am 20. März 1952 kam es dann im Gasthof Hirschen zur Gründung des Rodelvereins Imst und bereits am 24. März 1952 hatte der RV-Imst über 60 Mitglieder. Weitere Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Ein markant erfolgreiches Jahr war 1955, als der erste Weltmeister im Rennrodeln aus Imst kam. Erster Weltmeister war Thaler Seppl mit Krausner Hans im Doppelsitzer in Oslo. Ein weiterer Meilenstein war die Umsetzung der 1. Kunstrodelbahn in Imst/Putzenwald. Am 17. Juni 1957 wurde mit dem Bau begonnen und mit 2366 freiwilligen Arbeitsstunden wurde die Kunstrodelbahn dann im ersten Abschnitt fertiggestellt. Das Vereisen bzw. Spritzen der Bahn erfolgte noch mit Gießkannen, Wasserleitungen standen noch keine zur Verfügung. 1958 wurde die Kunstrodelbahn weiter ausgebaut. In Folge als Olympia Ausweichbahn für die Olympischen Winterspiele 1964 nominiert. In den weiteren Jahren kam es zu Austragungen von Welt- und Europameisterschaften und jährlichen internationalen Weltcuprennen bis Ende der 80er Jahre. Aus den Vereinserinnerungen: „Aufgrund des technischen Fortschrittes im Kunstrodelsport und der Notwendigkeit, eine Kunsteisbahn mit lang gezogenen Kurven analog Igls zu erreichten, musste man sich einerseits aus Kostengründen aber vor allem auch aus Überlegungen des Umweltschutzes – die künstliche Kühlung wurde durch Ammoniak vorgenommen – aus den großen Weltcuprennen in der allgemeinen Klasse zurückziehen.“ Ab 2009 übernahm Peter Schmid die Obmannschaft von Hubert Krabichler junior.

Bitte vor den Vorhang: Es sind nicht die drei Damen vom Grill, sondern fünf Ladies vom Rodelverein Imst. Unter anderem sind sie verantwortlich für die „Naschpokale“ und die Vereinshaus-Gastronomie. Dank auch an den „Plattner Bäck“ für die köstlichen Brotkörbe. RS-Foto: Bundschuh
Im Anschluss an das Rennen durften die Schüler der Sportmittelschule Imst ebenfalls die Rodelbahn nützen. Rodelverein Imst Obmann Peter Schmid und sein Team betreuten die Schüler. Foto: Sport-NMS Imst

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