„Jeder Wolf kostet im Jahr 100.000 Euro!“

Mehr als 2.500 Trophäen waren am Wochenende in der WM-Halle ausgestellt. Stumme Zeugen des gediegenen Weidwerkes, das von der Jägerschaft des Bezirkes Innsbruck-Land betrieben wird. RS-Foto: Schnöll

Landesjägermeister Anton Larcher sieht die Gefahr, dass die Wolfspopulation in Europa außer Kontrolle gerät

Großes Lob erntete am Samstag in Seefeld die Jägerschaft des Bezirkes Innsbruck-Land beim Festakt zur Trophäenschau. Landesjägermeister Anton Larcher und  Bezirksjägermeister Thomas Messner stellten das Engagement in den Vordergrund, das die Jagdpächter und Jäger im schneereichen Winter bei den Wildfütterungen aufbrachten. Rüffel gab es von Larcher allerdings für die Östereichischen Bundesforste (ÖBF), die EU und die NGOs.

„Der schneereiche Winter forderte  die Jägerschaft bis an ihre Grenzen. Das Engagement und der Zusammenhalt waren während dieser Zeit, in der das Wild unter schwierigsten Bedingungen gefüttert werden musste, unter der Jägerschaft riesig. Dafür ein aufrichtiger Weidmannsdank“, eröffnete Bezirksjägermeister Thomas Messner den Festakt, bevor er die äußerst erfreuliche Abschussbilanz vom abgelaufenen Jagdjahr präsentierte. Mehr als 2.500 ausgestellte Trophäen unterstrichen das großartige Jagdergebnis. Lobende Worte für die Jägerschaft fanden auch  NR Rebecca Kirchbaumer und „Hausherr“ Bürgermeister Werner Frießer.

EIN WOLF KOSTET ÖSTERREICH JÄHRLICH 100.000 EURO. Landesjägermeister Anton Larcher nahm in seiner Festrede die ÖBF aufs Korn und rechnete vor, dass eingesparte Wildfütterungen   dem Wildbestand schaden, und eine Eigenbewirtschaftung der Reviere  mit  Abschusspaketen weit weniger bringt, als verpachtete Reviere. Heftige Worte richtete er an die EU und die NGOs, die den Wolf mehr schützen als die Bauern. „Es ist höchste Eisenbahn, dass gegen die Wolfspopulation etwas unternommen wird. 30.000 Wölfe gibt es in Europa, in einigen Jahren wird sich diese Zahl verdoppelt haben. Während die NGOs mit Wolfspatenschaften Millionen verdienen, kostet Österreich jeder Wolf im Jahr 100.000 Euro, die Schweiz sogar 150.000 Euro“, so Larcher.

LJM Anton Larcher fand für die ÖBF, EU und die NGOs heftige Worte. RS-Foto: Schnöll
Ein kräftiges Halali: Die Wipptaler Jagdhornbläser umrahmten den Festakt musikalisch. RS-Foto: Schnöll