Jetzt hat Reutte auch eins! Es gibt ein „FabLab“ im Bezirk

Christian Senn (2.v.l.) begrüßte das Werkhaus als neues Mitglied der Reuttener Kaufmannschaft. Im Bild: Sandra Bischof, Christian Senn, Sandra Moosbrugge-Koch und Johannes „Leisi“ Leismüller. RS-Fotos: Schretter

Das Werkhaus, eine offene Werkstätte, lädt zum Basteln, Tüfteln, Lernen und Kreativsein ein

Ein „FabLab“ (fabrication laboratory = Fabrikationslabor) ist eine offene Werkstatt, die Privatpersonen den Zugang zu modernen Fertigungsverfahren und damit die Umsetzung ihrer Ideen ermöglicht. Die Vision zweier junger Reuttener Startup-er setzte den Grundstein für das Werkhaus .

DIY – do it yourself! Mach es selbst! Keiner kann alles können, aber man kann vieles lernen! Eine Idee haben, daran rumknobeln, sich dann trauen und die Idee umsetzen – wie glücklich und stolz macht es, wenn man diesen Weg einmal gegangen ist! Damit Ideen, Wünsche und Visionen Wirklichkeit werden, braucht es manchmal Maschinen, Werkzeuge und Hilfsmittel, die nicht jeder zuhause hat. Hier springt das Werkhaus ein, hilft weiter.
Am Donnerstag , dem 13. Juni, öffnete das Werkhaus im Reuttener Untermarkt seine Türen. Das Werkhaus ist eine gemeinnützige offene Werkstätte. Die Initiatoren sind Sandra Moosbrugger-Koch (Geschäftsführerin) und Johannes Leismüller (Prokurist). Weitere Gesellschafter sind Sandra Bischof sowie Finn und Friederike Wentzler.
Sandra Moosbrugger-Koch spricht von einem Leuchtturmfeuer, das brennt. Der Spirit Henrik Wentzlers und das Vertrauen in diese Vision, das seine Kinder Finn und Fritzi weitertragen, haben dem lang gehegten Wunsch, eine offene Werkstätte in Reutte zu haben, zum Leben verholfen. „Eine gute Crew an der Seite macht das alles möglich“, so Sandra Moosbrugger-Koch. „Mit einem Steuermann wie Leisi, einer Navigatorin Sandra Bischof, den starken rechten und linken Ruderarmen von Djuro Iljazovic und den vielen Klabautermännern, die uns als freie Mitarbeiter unterstützen, konnten wir unser Schiff heute vom Stapel lassen. Wir wissen, dass es sich lohnt, an Ideen festzuhalten. Es gibt immer einen Möglichkeit diese umzusetzen.“
Johannes Leismüller sieht das Werkhaus vor allem auch als Bildungseinrichtung. „Als solche sind wir auch mobil und gehen zu den Schulen und Kindergärten. Den Fokus richten wir hier auf Mädchen und Frauen.“ Sandra, so führt er weiter aus, zeigt es, wenn sie sagt: „Dann lern’ ich’s halt und mach es selbst“!
Das Werkhaus soll ein „Zuhause“ für alle Bastler, Tüftler und Kreativen sein, die im eigenen Zuhause keine Werkstatt haben. Im Werkhaus wird Ideen und Idealisten auf die Sprünge geholfen. „Ideen werden mehr, wenn man sie teilt. Wir helfen, wenn die Frage auftaucht, was man wie machen kann“, schließt „Leisi“ seine Eröffnungsrede ab.
Und Bgm. Luis Oberer, der sich ob solch geballter Frauenpower spontan in „Bürgermeisterin Luise“ umbenannte, freute sich über eine weitere Geschäftseröffnung in Reutte, die bedeutet, dass der Leerstand wieder geringer wird. „Diese Idee geht in eine Nische und verbessert das Angebot in Reutte und im gesamten Bezirk. Wirtschaftsförderung leistet immer auch einen wichtigen Beitrag zur Auslastung“, so die Worte des Standortbürgermeisters.
Für WK-Bezirksobmann Christian Strigl macht die Werkhaus-Idee den Bezirk zukunftsfit. „So etwas gelingt, wenn Leute mit Herz und Hirn dahinterstehen.“
Obmann Christian Senn begrüßte das Werkhaus als neues Mitglied der Reuttener Kaufmannschaft. „Hier lebt der Spirit Henrik Wentzlers weiter. Das Werkhaus bietet Leuten, die wollen, können und tun den richtigen Rahmen“, freut sich Christian Senn.
Diakon Patrick Gleffe segnete die Einrichtung, die er als Ort der Begegnung bezeichnete. „Hier begegnen sich Tradition, Innovation, Ideen und viele verschiedene Leute.“
Für einen entspannten kulinarischen und musikalischen Rahmen sorgten „Huangart“ mit Kaffeespezialitäten, Markus Saletz mit erlesenen Weinen, der „Lechtaler Haussegen“ mit Edelbränden und das Duo „MIM“.
Wer also für die Umsetzung seiner Ideen einen 3D-Drucker, eine CNC-Fräse oder Lasertechnik braucht oder mit verschiedenen Materialien arbeiten möchte, ist im Werkhaus genau an der richtigen Adresse.

Öffnungszeiten und Info.
Man kann nicht alles können, aber man kann alles lernen! So lautet das einladende Motto des Werkhauses in Reutte. Hier wird Tüftlern, Bastlern, Kreativen und innovativen Ideen auf die Sprünge geholfen.

Das Werkhaus in Reutte, Untermarkt 16. Tel. +43 (0) 676 54 00 359, E-Mail: info@werkhaus-reutte.at hat Mittwoch und Donnerstag von 16 bis 20 Uhr, Freitag von 13 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen ist das Werkhaus geschlossen. Weitere Infos gibt es auf www.werkhaus-reutte.at