Jetzt kann man „Kerschi“ auch (eine) kleben

Obmann Michael Kerschbaum (rechts) und den kleinen Noah hat die Sammelleidenschaft bereits gepackt. Foto: Dosch

SV Telfs bringt anlässlich 70 Jahre Fußballclub Sticker-Album heraus – Jubiläums-Feierlichkeiten übers ganze Jahr

„Ich geb dir zwei „Kerschis“ für einen „Schreti“. „Nein, mir wär lieber ein Osl.“ Was Panini seit 1961 entfacht, hat nun auch Telfs erreicht. Das Tauschfieber. Seit vergangener Woche ist das Sticker-Album anlässlich „70 Jahre SV Telfs“ erhältlich.

„Wir wollten keine Festschrift im herkömmlichen Sinn, sondern irgendetwas, mit dem sich auch die Jugend identifiziert und bei dem die Leute wieder zusammenkommen und miteinander reden“, hat auch Telfs-Obmann Michael Kerschbaum das Sammelfieber längst gepackt. Gleich beim ersten Packerl – 12 Sticker kosten zwei Euro, das in den Telfer Raika-Filialen, bei allen Nachwuchs-Trainern und am Emat erhältliche Album fünf Euro – war ein „Kerschi“ drinnen. Insgesamt umfasst das Album 349 Sticker. Doch es gibt nicht nur eine Menge zu kleben, sondern auch einiges nachzulesen. Auf über 50 Seiten wird die Geschichte des SV Telfs näher beleuchtet, kommen auch Bürgermeister Christian Härting, TFV-Präsident Sepp Geisler und viele andere zu Wort. „Ich denke, dass die ganze Sache überaus gelungen ist. Der Dank gilt vor allem dem Projektteam rund um Rupert Christandl, Claudia Gallop und Alexander Christler, sowie allen Sponsoren.“ Das Sammelalbum ist nur eine von zahlreichen Aktivitäten im Jubiläumsjahr.

So hat sich Telfs auch um das Tiroler-Cupfinale beworben. „Ich will der Präsidiumssitzung Anfang April nicht vorgreifen, aber ich denke die Chancen stehen ganz gut, dass wir das Finale (Spieltermin ist Pfingstmontag, Anmerk. d. Red.) austragen dürfen.“ Etwa gar mit Telfs als einem von zwei Finalteilnehmern? Zumindest der Einzug ins Halbfinale sollte nach dem „Glückslos“ Münster machbar sein. Und vielleicht kommt es dann ja wirklich zum Traumfinale am Emat zwischen Telfs und der WSG Wattens, dem Club von Marcel Schreter. Träumen wird ja noch erlaubt sein.
Fix eingeplant dagegen sind zwei internationale Nachwuchsturniere im Sommer sowie ein zünftiges Frühschoppen mit anschließender kleiner Feier beim Heimkracher gegen die SPG Mötz/Silz am 5. Juni. Den Abschluss bildet die Jahreshauptversammlung im November, in der sich „Kerschi der 16.“ – Kerschbaum ist nach Gründungsobmann Leopold Stehno der ebenfalls ein Niederösterreicher war, der 16. Obmann in der Geschichte des SV Telfs – voraussichtlich zum vierten Mal der Wahl. „Der Verein wurde von einem Niederösterreicher gegründet, dann soll auch ein Niederösterreicher aufhören. Nein im Ernst: wenn der Vorstand zusammenbleibt und es keinen Gegenkandidaten gibt, mache ich gerne weiter.“

Großartige Wünsche für die Zukunft gibt es keine. „Das wichtigste ist, dass es im Verein weiter so gut harmoniert, die Mannschaft und das Trainerteam zusammen bleiben und wir weiter auf den Nachwuchs schauen.“ Aktuell betreibt Telfs zwölf Nachwuchsmannschaften mit rund 250 Kindern und Jugendlichen.

Von Alexander Dosch

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