Kanalisierung und Straßenverbreiterung

Bürgermeister Christian Härting und die zuständigen Fachleute des Bauamts und der Gemeindewerke Telfs (GWT) präsentierten den Bewohnern von Bairbach die erste Entwurfsplanung. Foto: MGT/Dietrich

Telfer Bürgermeister Christian Härting stellte Bevölkerung Großprojekt im Ortsteil Bairbach vor

„Es ist ein wichtiges Projekt, das schon länger auf unserer Liste steht und jetzt endlich angegangen werden muss“, erläuterte der Telfer Bürgermeister Christian Härting am Dienstag vergangener Woche bei der Vorstellung des „Kanalprojektes Bairbach“. Dabei geht es um die vollständige Kanalisierung und den im diesen Zuge vorgesehenen Straßenausbau im hoch über Telfs gelegenen Weiler.

Bairbach ist der letzte Telfer Ortsteil, der noch nicht ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen ist. Die Abwässer werden zum Großteil noch in Sickergruben entsorgt. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist nun ein großangelegtes Kanalisierungsprojekt in Planung. Im Zuge dieser Arbeiten soll auch gleich die Straße im Weiler, die bedenkliche Engstellen aufweist, verbreitert und teilweise neu angelegt werden. Bürgermeister Christian Härting und die zuständigen Spezialisten des Bauamts und der Gemeindewerke präsentierten die erste Entwurfsplanung in der öffentlichen Versammlung, zu der sich zahlreiche Bairbacherinnen und Bairbacher eingefunden hatten. Es sollen zwei getrennte Kanalsysteme – für Schmutz- und für Oberflächenwässer – entstehen. Die erheblichen Kosten dafür trägt die Gemeinde, die Zuleitungen vom jeweiligen Haus zum öffentlichen Kanal sind Sache des Grundeigentümers, der aber selbstverständlich von der Gemeinde beraten und betreut wird. Auch ein Retentionsbecken für die Oberflächenwässer soll gebaut werden.

FAHRPLAN.  Die Straße zu den Bairbacher Häusern, die zum Teil nur 3,2 Meter breit ist, soll auf 4,5 Meter verbreitert werden, sodass zwei Pkws problemlos aneinander vorbeikommen. Dieses Maß ist nicht nur im Hinblick auf den Anrainerverkehr, sondern auch auf Müllentsorgung und Schneeräumung notwendig. Man rechnet damit, dass die Verhandlungen für die nötigen Grundablösen und Grundtransaktionen zwar kompliziert, aber durchaus lösbar sein werden. Diesen Eindruck bestätigten die Reaktionen und Wortmeldungen der Versammlungsteilnehmer, die dem Vorhaben offenbar durchwegs interessiert und aufgeschlossen gegenüberstehen.Zum geplanten Ablauf des Projekts teilte Bauamtsleiter DI Andreas Kluibenschedl folgenden „Fahrplan“ mit: Als erstes müssen die Grenzverhandlungen als Grundlage für die Arrondierungen über die Bühne gehen, dann folgt die Detailplanung. 2019 will man die Pläne einreichen. Wenn alles klappt, wird 2020 mit den Arbeiten begonnen.