Kann Jonathan den Hof retten?

Begrüßung der Zuschauer – mal ganz anders. RS-Fotos: Chauvin

Tannheims Theaterspieler haben die Lösung

Zur Premiere der Komödie „Ein Hof voller Narren“, von der deutschen Autorin Winnie Abel, war der Gemeindesaal gut gefüllt. Die neun Darsteller der Volksbühne Tannheim zeigten sich in bester Laune und erfreuten das Publikum mit dem Spiel in drei Akten.

Das Theaterspielen hat in Tannheim schon seit 1931 Tradition. Es gab wohl einige Unterbrechungen, doch seit der Neugründung im Winter 1997 brachten die Mitglieder des Vereins jährlich zur Sommerzeit lustige Stücke auf die „Bretter, die die Welt bedeuten“. Ramona Rief, die bis zu dieser Saison Obfrau der Theaterleute war (seit 2014), führt erstmalig allein Regie und der Applaus zeigte, sie hat es gut gemacht. Natürlich konnte sie mit erfahrenen Schauspielern arbeiten, nur drei Akteure waren das erste Mal mit dabei.
Mit 25 Theaterbegeisterten, die vor, auf und hinter der Bühne mitarbeiten, könne wirklich gute Arbeit geleistet werden, so die ambitionierte Regisseurin. „Ich habe bekommen, was ich mir vorgestellt habe, ob es das schöne Bühnenbild, die engagierten Akteure oder die Umsetzung meiner Ideen waren, es hat einfach alles gut geklappt.“
Mal ganz ungewöhnlich war schon die Begrüßung der Gäste durch Opa Dippelmann und seinen Knecht Hannes. Auch die Art, wie auf den nächsten Tag hingewiesen wurde, ließ die Anwesenden schmunzeln – doch das sind nette Kleinigkeiten, die hier nicht verraten werden. Mit Situationskomik wird in dem Stück wirklich nicht gespart und die Lachmuskeln werden ziemlich strapaziert. Der schwerhörige Opa und der Jungbauer vom anderen Ufer, die zänkische Schwester und der Freund in Frauenkleidern bringen enorm viel Durcheinander in den eigentlich beschaulichen Alltag des Bauernhofs.
Zur „närrische Truppe“ gehören: Bernhard Rief als Opa Dippelmann, Sabrina Lang als seine polnische Pflegerin Irena, Doris Daurer als Mutter von Jonathan (Thomas Rief) und Ester (Carmen Geirhofer), Amadeus Dreger als Freund Detlef, Gerald Geirhofer als Knecht Hannes. Dann gibt es noch Otto, den Beamten, gespielt von Paul Maringele und Natalia, die polnische Mutter, dargestellt von Simone Burkert, die seit dieser Saison als Obfrau beim Verein agiert.
Nächster Spieltermin ist Donnerstag, 24. August, 20.30 Uhr, Saaleinlass 19.30 Uhr: Weitere sieben Aufführungen folgen bis zum 12. Oktober. Kartenvorverkauf beim TVB Tannheim, Tel. 056756220 und an der Abendkasse.

Von Claudia Chauvin

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