„Kimba“ überlebte Giftanschlag nur knapp

Heinz Neuner ist glücklich, dass „Kimba“ wieder gesund ist. Ein Giftköder hätte dem Mischling fast das Leben gekostet. RS-Foto: Schnöll

Zirler Ehepaar kämpfte um das Leben ihres Hundes und hat glücklicherweise in letzter Sekunde gesiegt

Nur knapp dem Tod entgangen ist kürzlich der Hund des Zirler Ehepaars Beate und Heinz Neuner. Der sechsjährige Mischling „Kimba“ hat mit höchster Wahrscheinlichkeit bei einem Spaziergang einen ausgelegten Giftköder gefressen. Tierärzte retteten dem Vierbeiner in letzter Sekunde das Leben. Das Ehepaar appelliert an den oder die Täter: „Bitte hört auf, unschuldige Tiere zu vergiften!“ Und die Hundehalter bitten Beate und Heinz, dass sie ihre Hunde anleinen und die „Häuferln“ ordungsgemäß beseitigen sollen. „Es muss ein Miteinander geben!“

Vom Giftköder dürfte „Kimba“ bereits vor einigen Wochen gefressen haben. Die Symptome machten sich allerdings erst vorletzten Freitag bemerkbar. „Kimba wurde plötzlich von Krämpfen geschüttelt, sie litt an Schleimfluss, hatte starken Durchfall und verlor aus dem Darmtrakt sehr viel Blut“, schildert Beate Neuner. Gemeinsam mit ihrem Gatten brachte sie „Kimba“ zu einer Tierärztin in Innsbruck, die dem schwer gezeichneten Mischling eine Spritze gegen den Blutfluss verabreichte. Als „Kimbas“ Körper auf die Injektion reagierte, stand fest, dass es sich um eine schwere Vergiftung handelt, die mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit durch einen Giftköder ausgelöst wurde. Und es stand die Frage im Raum: „Einschläfern oder um das Überleben des Hundes kämpfen?“ Beate und Heinz Neuner wollten „Kimba“ nicht kampflos aufgeben. Sie brachten ihren Liebling in die Tierklinik nach Gnadenwald, wo ihm in letzter Sekunde das Leben gerettet wurde.

„SOLLTE EIN MITEINANDER GEBEN!“ Beim RUNDSCHAU-Termin am vergangenen Donnerstag war „Kimba“ bereits wieder quicklebendig. „Wir müssen ihr zwar noch Medikamente verabreichen, aber es geht ihr schon wieder ganz gut“, erklärt Beate. Ihr Gatte Heinz ergänzt: „Kimba ist ein Straßenhund, der aus Montenegro stammt, und über den Tierschutz zu uns gekommen ist. Es ist wohl auch seiner Robustheit zu verdanken, dass er die Vergiftung überlebt hat. Jedenfalls ein dickes Dankeschön an alle, die sich so vorbildlich um unseren Liebling gekümmert haben!“ Der Giftköder ist vermutlich irgendwo entlang der Wiesen südlich der Marktgemeinde ausgelegt worden. Das Ehepaar fürchtet, dass noch andere Hunde vom Gift fressen könnten. „Bitte hört auf  damit, das macht keinen Sinn und schadet nur unschuldigen Tieren“, so der Appell an die Vernunft. „Wir verstehen, dass es Menschen  gibt, die sich über Hundekot in Feld und Flur ärgern. Darum appellieren wir auch an die Hundehalter, dass sie Hundehäufchen mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen sollen. Und wir erinnern daran, dass es in bestimmten Bereichen eine Leinenpflicht gibt. Es sollte doch möglich sein, ein Miteinander zu geben“, meint Beate Neuner abschließend.