Kleiner Verband von „Herausforderungen“ gebeutelt

Den vorweihnachtlichen Treffpunkt, gleich vis á vis vom Imst Tourismus-Büro, findet man beim Imster Christkindlmarkt hinter der Johanneskirche. RS-Foto: Praxmarer

2016 hatte es für den Imst Tourismus in sich, Stichworte Beschneiung und Unwetter

Dass es sich beim Imst Tourismus um einen zwar kleinen, aber feinen Tourismusverband handelt, mag kein Geheimnis sein. Allerdings hatte man sich 2016 durchaus großen Aufgaben zu stellen. Einerseits lief das Jahr durch den Niederschlagsmangel im Winter schleppend an. Andererseits war übermäßiger Niederschlag im Sommer der Auslöser einer „Beinahe-Katastrophe“.

Mit dem Glück des Skigebiets in Hoch-Imst steht und fällt die Wintersaison des gesamten Verbandes Imst Tourismus. Zwar haperte es nie an der Gästebindung bzw. am Service der Gastgeber, doch machte oft den Bemühungen um das Urlauberwohl der Schneemangel einen Strich durch die Rechnung. Heuer soll durch den Bau und die Fertigstellung des neuen Speicherteiches „Galtberg“ – und durch die momentan niedrigen Temperaturen – zumindest was die Schneesicherheit anbelangt, kein Ausrutscher passieren. Der designierte Schneekönig, Bergbahn-Geschäftsführer Bernhard Schöpf, hat mit seinem Team harte, arbeitsame Tage und Wochen hinter sich. Aber mittlerweile ist auch ihm ein Stein vom Herzen gefallen, da über dem Gurgltal „the sound of snow“ zu hören ist. Gemeint sind die Schneekanonen, welche momentan fleißig am Produzieren sind. Der neue Teich der Imster Bergbahnen mit seinen 60200 Kubikmetern Fassungsvermögen wird durch eine Unterstützungsleistung von einer Million Euro durch den Imst Tourismus kofinanziert.

 

Stark im Sommer. GF Michael Mattersberger und sein Team von Imst Tourismus dürfen mit Stolz auf den heurigen Sommer zurück blicken. Trotz der Widrigkeiten, man erinnere sich an das Hochwetter welches u.a. die Infrastruktur der Rosengarten-Schlucht stark in Mitleidenschaft genommen hatte, wurde ein Nächtigungsplus von 4,4 Prozent erzielt. Im Winter ging es ob der Schneesituation um vier Prozent bergab, was ein gesamtes Nächtigungsplus von 1,5 Prozent der neun Verbandsorte ergab. In Summe schlugen 445402 Nächtigungen in der Saison 2015/16 zu Buche. Die Veranstaltungs-Highlights vom Mittelaltermarkt in Imst über den ersten Imster Radmarathon und „Radln mit Genuss“ über das Gilbert-Festival, den Kletterweltcup oder die Tour- und Bike-Transalp lockten nicht nur zahlreiche Touristen und Tagesgäste ins Imst Tourismus-Gebiet, sondern kreierten auch einen beachtlichen Marketing-Mehrwert. Kolportiert wird mittlerweile auch das endgültige „Ja“ zum Starkenberger Panoramaweg vom Fernpass bis nach Landeck. Daran wurde schließlich seit 2011 „herumgedoktert“, bis mittlerweile der Positivbescheid seine Gültigkeit erlangte. Baustart: Frühjahr 2017. Ebenfalls im nächsten Jahr wird Imst Austragungsort eines internationalen Orientierungslaufs „5 Days of Tyrol“. Wobei zusammen mit dem Wipptal ein Programm erarbeitet wurde, das die TeilnehmerInnen am 14. und 15. Juli nach Imst (Obtarrenz und Hoch-Imst) führen wird.