Kletterzentrum Telfs feierlich eröffnet

Dekan Peter Scheiring (2.v.r.) spendete dem neuen Kletterzentrum den göttlichen Segen

Indoor- und Outdoorkletterer können sich über rund 130 Boulder- und etwa 60 Vorstiegsrouten freuen

Samstag war es so weit: In Telfs wurde das neue ÖAV-Kletterzentrum feierlich eröffnet. Insgesamt 2,1 Millionen Euro haben das Land Tirol, die Marktgemeinde Telfs, der Österreichische Alpenverein und der TVB Innsbruck und seine Feriendörfer in das Projekt investriert. Andreas Bstieler, Obmann der ÖAV-Sektion Hohe Munde, betonte bei der Eröffnungsfeier, dass man keine Konkurrenz zu den Kletterzentren in Imst und Innsbruck werden will. „Unser Kletterzentrum soll ein Ort der Begegnung werden!“

Bis hierher war es ein langer Weg, der in Angriff genommen wurde, als ich noch Sportreferent der Marktgemeinde Telfs war“, blickte Bürgermeister Christian Härting bei seiner Festrede um Jahre zurück. Und er betonte, dass die Marktgemeinde das Projekt niemals alleine hätte stemmen können. Vielen sei es zu vedanken, dass das neue Kletterzentrum realisiert werden konnte. Dem Land Tirol, dem ÖAV, dem TVB und dem Gemeinderat in der Vorperiode, die viel Enthusiasmus und Geld investierten. Gemeindelandesrat Johannes Tratter erklärte in seiner Laudatio, dass in Telfs laufend in die Infrastruktur investiert wird und das natürlich das Budget belaste. „Das neue Telfer Bad, das Kletterzentrum, die Park & Ride-Anlage beim Bahnhof Telfs/Pfaffenhofen und das Kinderkompetenzzentrum kosten eine Stange Geld. Telfs könnte diese Projekte niemals alleine finanzieren. Glücklicherweise haben wir mit dem für die Finanzen zuständigen Landeshaupmann Günther Platter einen Politiker, dem solche Einrichtungen in den Gemeinden wichtig sind“, so Tratter. TVB-Geschäftsführerin Karin Seiler-Lall betonte: „Beim TVB wird streng abgewogen, wohin die Gelder fließen. Mit der Investition in das Kletterzentrum Telfs haben wir einen wichtigen Schritt in die Förderung des Breitensports Klettern getan!“

freude riesig. Platz für den Breitensport Klettern ist im neuen Kletterzentrum jedenfalls genügend vorhanden. Auf rund 1400 Quadratmetern Fläche wurden 130 Boulder- und an die 60 Vorstiegsrouten angebracht. Insgesamt fast 1200 Griffe wurden angebracht. „1993 hat der ÖAV Hohe Munde in einem Schlot der ehemaligen Firma Pischl mit dem Indoorklettern begonnen. Damals zählte man noch 300 Mitglieder. Heute zählt unsere ÖAV-Sektion 2000 Mitglieder, die sich über das neue Kletterzentrum riesig freuen“, brachte es ÖAV-Sektionsobmann Andreas Bstieler abschließend auf den Punkt.