Komme, was kommen mag!

Der geheimnisvolle blaue Kasten entpuppte sich als Ballwurfmaschine und kann dank Alexander Grutsch (r.) bald wieder beim Squash-Training verwendet werden. Volker Knerr und Konny Höllein (v.l.) freuen sich. Foto: Winkler

Beim Repaircafé wird für jedes Problem eine Lösung gesucht

Der starke Zuspruch Ratsuchender rechtfertigt immer wieder den Aufwand der freiwilligen Helfer, die oft an die Grenzen des Machbaren stoßen und den Ansturm nur mit viel Schweiß und Mühe bewältigen können. 

Etwas Geduld muss man schon mitbringen, wenn man ein liebgewonnenes Objekt retten bzw. reparieren lassen möchte. Eine Begutachtung lohnt sich immer, auch wenn die Instandsetzung nicht mehr möglich ist.
Die Statistik vom 2. Februar zeigt beeindruckende Zahlen: Von 70 Reparaturen waren 40 erfolgreich, in elf Fällen konnte teilweise geholfen werden, bei elf weiteren war leider nichts mehr zu machen. Dennoch zählte auch hier der Versuch.
Aber wenn man etwa beim Repaircafé die blaue Kiste sah, die Volker Knerr und Konny Höllein anschleppten, war die Frage: „Was ist denn das?“ – durchaus berechtigt. Es handelte sich um eine Ballwurfmaschine für Squashbälle, die zum Training verwendet wird und die es auch nur sehr selten gibt. Schnell war dann das Interesse mancher geweckt. Eine Reparaturmöglichkeit hätte es zwar in Würzburg gegeben – das liegt über 300 km entfernt und nicht „grad ums Eck – so lag nahe, einen Versuch beim „Repair“ zu wagen. Alexander Grutsch, der auch bei den Anfängen des Squash in Reutte dabei war, hat sich das „Ding einmal angesehen“ und mit Hilfe der beiden Eigentümer in seine Einzelteile zerlegt. Der Fehler wurde gefunden! Nach der Ersatzteilbeschaffung wird nun die Ballwurfmaschine ihren Dienst wieder aufnehmen können. Wieder einmal zeigte sich: Auch wenn etwas aus den 80er Jahren kommt, gehört es noch lange nicht zum alten Eisen!

Freiwillig mit Hausverstand.
Mit Geschick und Geduld können viele Dinge gerettet werden. Nachwuchstüftler sind herzlich willkommen!

Solche Aktionen sind möglich, wenn ausreichend Helfer vor Ort mit anpacken und mit technischem Wissen, Hausverstand und Begeisterung ans Werk gehen.
Der Aufruf an alle findigen Tüftler zur Mitarbeit kann nicht laut genug sein. Werkeln für den guten Zweck macht Spaß und sichert die Dankbarkeit derjenigen, deren Objekten geholfen werden kann.
Interessierte können sich auf der Website www.repaircafe-ausserfern.at/ informieren. Dort wird auch der nächste Termin (voraussichtlich im Juni) frühzeitig bekanntgegeben.