Kontroverse Debatte – aber doch einstimmig

Bgm. Wilfried Fink (l.) und Feuerwehrkommandant Herbert Traxl vor dem soeben fixierten Standort für den Neubau des Blaulichtgebäudes RS-Foto: Tiefenbacher

Schönwies: Standortfrage für Blaulichtgebäude entschieden

 

Schönwieser Gemeinderat fixierte einstimmig einen Teil des Grundstückes der Familie Stadler (unterhalb der -Innbrücke südlich der Bundesstraße) als Standort für das -Blaulichtgebäude.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Der Schönwieser Gemeinderat befasste sich in seiner vorwöchigen Sitzung erneut mit dem Bau des neuen Blaulichtgebäudes, das die Feuerwehr und Bergrettung unter einem Dach vereinen soll. Dazu sind derzeit nun wie berichtet zwei Standorte in der näheren Betrachtung: das Konrad-Areal im Ortsteil Oberhäuser, das die Gemeinde um 850.000 Euro (samt Nebenkosten) erwarb, und ein Teil eines Grundstückes der Familie Stadler in Oberhäuser, bei dem es zwischen der Gemeinde Schönwies und der Familie Stadler eine Einigung über einen flächengleichen Grundtausch gibt.

 

KONTROVERSE DEBATTE. Zur Beratung ist die gewünschte Vergleichsanalyse der beiden Standorte vorgelegen. Diese wurde von Raumplaner Klaus Spielmann erstellt. Bei dieser Analyse kristallisierte sich kein Favorit heraus. Spielmanns Fazit ist, dass beide Standorte geeignet und annähernd gleichwertig sind, wobei aber die Qualität eine durchaus unterschiedliche ist. „Es ist eine Frage der Gewichtung der einzelnen Punkte“, erklärte Spielmann. Vor dieser Herausforderung standen die Schönwieser Gemeinderäte. Es entwickelte sich eine engagierte und offene Diskussion, bei der divergierende Ansichten aufeinanderprallten. Sehr schnell standen sich zwei Lager gegenüber: Die Sozialdemokraten um Bgm. Wilfried Fink und die Bürger-Liste-Schönwies mit Peter Bartl sprachen sich für das Stadler-Grundstück als Standort für das Blaulichtgebäude aus. Die Liste „Für Schönwies“ mit Vbgm. Reinhard Raggl wiederum hielt das Konrad-Areal für geeigneter. Der Diskussion wurde viel Zeit eingeräumt. Es gab kaum neue Argumente und keine substanzielle Annäherung der Standpunkte.

 

BESCHLUSS. Die Debatte beendete Bgm. Fink schließlich mit der Aufforderung auf Abstimmung seines Antrages, laut welchem ein Teil des Grundstückes der Familie Stadler als Standort für das Blaulichtgebäude fixiert wird. Parallel dazu ist vom Verkehrsplaner DI Dr. Christian Hamerle eine Studie in Bezug auf die Einfahrt zum Blaulichtgebäude samt Abbiegespur auf der Bundesstraße auszuarbeiten. Zusätzlich soll die Chance genutzt werden, eine Zufahrt nach Kronburg zu realisieren. „Damit würde der Ortsteil Oberhäuser umfahren, was dort für Entlastung sorgen würde“, merkte Fink an. Sein Nachsatz: „Diese Zufahrt nach Kronburg setzt die Zustimmung der Grundbesitzer voraus.“ Mit diesen ist der Schönwieser Dorfchef bereits im Gespräch. Nach diesem Diskussionsverlauf war es zumindest für Außenstehende überraschend, dass der Antrag von Bgm. Fink einstimmig angenommen wurde.

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