Kostenüberschreitung

Die Kosten für den Um- und Zubau der Volksschule Angedair liegen nach Vergabe einiger Gewerke über der Kostenschätzung. RS-Foto: Tiefenbacher

VS Angedair: Baumeisterarbeiten an Strabag vergeben

 

Die Kosten für den Um- und Zubau der Volksschule Angedair liegen nach Vergabe einiger Gewerke über der Kostenschätzung.

 

Hinsichtlich des Projekts „Modernisierung der VS Angedair“ fasste der Landecker Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung neben der Darlehensaufnahme einen zweiten Beschluss: unter anderem wurden die Baumeisterarbeiten ausgeschrieben und dieser Auftrag wurde von der Volksvertretung nach dem Billigstbieterprinzip vergeben. Zum Zug kam die Baukonzern Strabag mit einem Angebot von rund 1,86 Millionen Euro.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

BAUCHWEH. Der Beschluss erfolgte nach einer kurzen Debatte. Manfred Jenewein ließ wissen, dass er zustimmen werde, „allerdings mit Bauchweh“. Und das deshalb, weil jetzt bereits die Kostenschätzung um 324.000 Euro überschritten werde. Es werde schwer werden, so Jenewein, die Mehrausgaben irgendwo anders zu kompensieren. Das Gebot der Stunde müsse heißen: Kosten irgendwo reduzieren. Jenewein will, dass die im Rahmen der Kostenschätzung eingerechnete Reserve von 245.000 Euro noch nicht angetastet wird. „150.000 Euro werden wir für die Transporte der SchülerInnen mit den Bussen und für die Benutzung von Schulen während der Bauphase brauchen“, erklärte Jenewein.

 

EINSPARUNGSPOTENZIALE FINDEN. Bgm. Dr. Wolfgang Jörg (ÖVP) ist gleicher Meinung wie Jenewein und gelangte seinerseits zur Schlussfolgerung, dass es gelingen muss, einen Weg zu finden, ohne auf die 245.000-Euro-Reserve zurückgreifen zu müssen. „Die bisherigen Angebotsbeträge für verschiedene Gewerke liegen in etwa bei 270.000 Euro über der Kostenschätzung. Mit Optimierungen und planungstechnischen Vorschlägen muss das kompensierbar sein“, betonte Jörg. Finanzreferent Herbert Mayer (ÖVP) meinte in seiner Wortmeldung: „Bei derartigen Vorhaben ist immer mit unvorhersehbaren Dingen zu rechnen. Die Fachleute sind gefordert Einsparungspotenziale zu finden, ohne dass die Kubatur des Gebäudes darunter leidet.“ Anmerkung der Redaktion zur Kostenüberschreitung: Jenewein und Bgm. Jörg nennen unterschiedliche Zahlen – aber nur vermeintlich. Eine Nachfrage ergab nämlich, dass Jenewein von einem Bruttobetrag und Bgm. Jörg von einem Nettobetrag reden. Brutto ist der Betrag mit, netto ohne 20 Prozent Mehrwertsteuer.