Kulturgrund südlich bei Reith wird erhalten

Obwohl die genaue Trasse der Umfahrung noch nicht exakt feststeht, hat sich der Reither Gemeinderat bereits auf die kurze Südvariante (blau) fixiert. Die Nordvariante (rot) läuft nämlich mitten durchs Naturschutzgebiet. Skizze: Planoptimo

Kurze Südumfahrung erzielte als einzige Variante ein positives Prüfergebnis – Bevölkerung wird in Planung eingebunden

 Exklusiv erhielt dieser Tage die OR die von der Fa. Planoptimo im Auftrag des Landes durchgeführte Wirkungsanalyse der Umfahrung Leithen. Sie  erbrachte ein eindeutiges Ergebnis, das den Reither Gemeinderat bewog, die kurze Südvariante weiterzuverfolgen: Sie war die einzige Variante mit einem positiven Prüfergebnis.

Die Umfahrung Süd biegt am Ende der Zirlerbergstraße, östlich des Buswendeplatzes,  von der B 177 zur Seefelder Straße ab. Die Straßentrasse führt in südwestlicher Richtung entlang des Hangs und umfährt in einem weiten Rechtsbogen einen Hügel. In weiterer Folge verläuft sie Richtung Norden und bindet westlich der Römerstraße (nahe dem Meilerhof) wieder in die bestehende B 177 ein. Auf Grund der Trennwirkung der Straße rechnet man im Ort mit einem Rückgang des Verkehrs von durchschnittlich 16.400 Kfz auf rund 850 Kfz pro Tag. Nur im Einfahrtsbereich müsste ein landwirtschaftlicher Grund in Anspruch genommen werden. Die Trasse ist zwischen 200 und 500 Meter vom bestehenden Ortsgebiet entfernt. Es kommt also zu einer deutlichen Lärm- und Schadstoffminderung. Bei entsprechender landschaftlicher Einbindung und Rücksichtnahme auf vorhandene Biotopflächen wäre die Beeinträchtigung für die Umwelt gering. Im Gegensatz zu dieser Variante stellen die Gutachter fest, dass die Umfahrung Nord einen wesentlichen Eingriff in die Umwelt darstellt, da sie  in einem Naturschutzgebiet liegt.

EINGRIFFE IN DIE NATUR VERTRETBAR. Die „Umfahrung lang“ verfügt zwar über sehr starke Auswirkungen auf den Verkehr, die Eingriffe in den Naturraum sind jedoch massiv. Zur Trassen- und Hangsicherung wären große Schutzbauten nötig. Sie wäre weithin sichtbar und mit hohen Kosten und einem langen Umsetzungszeitraum verbunden. Fazit: „Folgend den Ergebnissen der Wirkungsanalyse erzielt einzig die Umfahrung Süd ein positives Ergebnis. Diese weist dieselben positiven Wirkungen wie die Umfahrung Nord auf, bei gleichzeitig geringeren negativen Auswirkungen“, so die Verkehrsfachleute der „Planoptimo“. Neben dem positiven Gemeinderatsbeschluss zur Weiterplanung der kurzen Südvariante gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein weiteres „Zuckerl“ für die Bürger von Leithen: Da Bürgermeister Domink Hiltpolt sich mit  A1 auf ein gemeinsames Vorgehen beim Ausbau der Glasfaserleitung einigen konnte, wird der Weiler bereits im Mai 2020 mit dem High-Speed-Internet versorgt.

Von Bernhard Rangger

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