Kunstwerk kommt ins Duarf

Imposantes Fresko ziert Fassade der NMS Elbigenalp

„Ich bin froh, dass ich dem Vorhaben, das Fresko nach Elbigenalp zu holen, zugestimmt habe. Es macht richtig was her, da an der großen Wand der Schule“, so Bürgermeister Markus Gerber, der in der großen Schar der Zuschauer stand, die beim Anbringen zusahen. 

Der Verein LechtalSpuren, mit Obmann Dipl.-Ing.  Stefan Hanny als Arbeitsgruppenleiter, hatte sich für die Erhaltung von zwei Fresken in Bach eingesetzt, die vormals das jetzt abgerissene Gemeindehaus zierten (die RS berichtete darüber). Geschaffen hatte diese Werke, „Leben und Schaffen im ländlichen Raum“ und „Hl. Florian“, 1962 der damals erst 22-jährige Anton Christian, Sohn des Tiroler Malers und Restaurators Anton Kirchmayr. Sie wurden fachgerecht von den Hauswänden abgenommen.
Spezialisten der Firma Artess aus Sillian in Südtirol nahmen sich der Bilder an, restaurierten und konservierten sie und brachten sie nun in einem Metallrahmen mit Metallrückseite zurück ins Lechtal. Diese Fresken sind nicht mehr, wie üblich, mit Hauswänden verbunden, sondern sie sind beweglich. Das große Bild – 4,7m x 3,3m und 1500 Kilogramm schwer – wurde mit Hilfe eines großen Kranwagens an seinen neuen Platz an der Hauswand der Neuen Mittelschule hochgezogen.  Und dann musste es befestigt werden. Diese Arbeit hatte ein Mitarbeiter der Firma Stocker Mechatronik übernommen, der mit der großen Drehleiter der Feuerwehr an die entsprechenden Stellen gehievt wurde.
Der Kulturverein LechtalSpuren ist froh, dass dieses Projekt zu einem guten Ende gebracht wurde, getreu seinem Wahlspruch: „Es braucht den Mut, Altes zu bewahren und Neuem zu begegnen.“ Der Verein hatte wegen der Finanzierung für alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Re-Lokalisierung der Fresken beim Denkmalamt und der Kulturabteilung der Landesgedächtnisstiftung vorgesprochen und konnte die komplette Kostenübernahme erreichen.

Von Claudia Chauvin

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