„Kurier“-Bericht sorgt für Verwirrung

Zwischen den A 12-Anschlusstellen Zirl-Ost und Innsbruck-West sollen an den Werktagen die Pannenstreifen temporär als dritte Fahrspur genützt werden. Von Seiten der Asfinag dementiert man, dass die Pläne dafür vorerst auf Eis gelegt worden seien. Foto: zeitungsfoto.at

Asfinag-Geschäftsführer Siegele dementiert, dass man in Tirol von temporärer Öffnung des Pannenstreifens abrückt

Für Aufsehen sorgte Dienstag vergangener Woche ein Bericht in der Tageszeitung „Kurier“, in welchem der für Tirol und Vorarl-berg zuständige Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele zitiert wurde. Er habe auf „Kurier“-Anfrage erklärt, dass die Pläne für eine temporäre Öffnung der A 12-Pannenstreifen zwischen der Anschlusstelle Zirl-Ost und Innsbruck-West vorerst auf Eis gelegt seien. Siegele dazu: „Diese Darstellung ist völlig falsch!“ 

Die Pannenstreifen auf der A 12 zwischen der Anschlussstelle Zirl-Ost und Innsbruck-West sollen an den Werktagen morgens und abends für den Pendlerverkehr freigegeben werden, um Staus zu verhindern. Im „Kurier“-Bericht heißt es allerdings, dass der Autobahnbetreiber Asfinag die Pläne für eine temporäre Öffnung der Pannenstreifen – vorerst – auf Eis gelegt habe. Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele wird im „Kurier“-Bericht wie folgt zitiert: „Wir haben ein klares Signal von der Stadt Innsbruck und den Grünen bekommen, dass sie das nicht wollen!“ Die Ablehnung komme in Innsbruck aber nicht nur aus der grünen Bürgermeisterfraktion, welche eine Verkehrszunahme befürchtet, sondern auch aus anderen politischen Lagern. „Das Projekt löst auch bei der schwarz-grünen Landesregierung negative Reaktionen aus. Als ‚das falsche Signal zur falschen Zeit‘ hatte Landeshauptmann Günther Platter die Pläne bezeichnet“, wird in dem Bericht weiters angeführt.

ASFINAG-GESCHÄFTSFÜHRER SIEGELE DEMENTIERT. Als „völlig falsch“ bezeichnet Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele die Berichterstattung des „Kurier“, wonach die Asfinag in Tirol von einer Freigabe des Pannenstreifens an der A 12 Inntal Autobahn zwischen Zirl-Ost und Innsbruck-West abrücken würde. „Da stimmt einfach nicht“, sagt Siegele, „ich weiß nicht, was das soll!“ Es sei richtig, dass es in der Stadt Innsbruck Stimmen gegen die geplante Freigabe des Pannenstreifens gäbe. „Für uns heißt das, dass wir die Zweifler davon überzeugen müssen, und keinesfalls, dass wir unseren Plan für eine temporäre Pannenstreifenfreigabe verwerfen“, sagt Siegele. Schließlich hätten 100 erfolgreiche Tage Pannenstreifenfreigabe auf einem Teil der A 4 Ostautobahn eindeutig gezeigt, dass diese international längst erprobte Maßnahme auch in Österreich bestens  funktioniert.