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Landeck | Chronik | 21. März 2022 | Von Lia Buchner

Danke aus Mukatschewo

Danke aus Mukatschewo<br />
Ein Sattelschlepper voller Hilfe: die beiden Fahrer Walter Fuchs und Imrich Gonda (v.l.) vor der Abfahrt nach Mukatschewo Foto: Michael Greif
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Wie Pfunds einer Stadt in der Ukraine half

Die Einwohner von Pfunds und Umgebung haben in Rekordzeit Sachspenden und Lebensmittel für die ukrainische Stadt Mukatschewo gesammelt. Im Namen ihrer Heimatstadt bedankt sich Nataliya Greil bei allen, die sie unterstützt haben, diese Hilfslieferung zu organisieren.
Von Lia Buchner

In kürzester Zeit wurden 135 Kisten Lebensmittel, 18 Kisten Medikamente – hauptsächlich für Operationen –, 45 Kisten Hygieneartikel, 68 Kisten Decken und Bettwäsche, 254 Kisten Kinder- und Erwachsenenkleidung, zehn Kisten Kerzen und Feuerzeuge, neun Kisten mit Schlafsäcken, zwei Kinderwagen und eine Kiste mit Kinderspielzeug gesammelt.

VIELE HELFER. Die Hilfsbereitschaft war enorm. Freiwillige Helfer sortierten, verpackten, beschrifteten die Spenden und luden sie in den Lkw. Bei ihnen allen bedankt sich Nataliya Greil herzlich und auch bei den Ärzten, die für die notwendigen medizinischen Geräte und Medikamente sorgten. „Ebenfalls ein großes Dankeschön an alle namentlich bekannten oder anonymen Sach- und Geldspender. Von dem eingegangenen Betrag wurden ebenfalls Lebensmittel gekauft“, berichtet Nataliya Greil. „Mein besonderer Dank gebührt Maximilian Schwellnus vom ‚Max Gesundheitsmanagement‘ und Fabian Fuchs mit seiner gesamten Familie, die mich nicht nur finanziell, sondern auch durch ihren bedingungslosen Einsatz unterstützt haben. Ohne sie wäre diese Hilfsmission niemals möglich gewesen.“

ABENTEUERLICHE REISE. „Für den Transport der Hilfslieferung nach Mukatschewo hat uns die Firma Prenner Transport großzügig ihren Lkw zur Verfügung gestellt“, erzählt Nataliya Greil. Die beiden Fahrer Walter Fuchs und Imrich Gonda machten sich am 11. März auf den Weg nach Mukatschewo – immerhin eine Gesamtstrecke von rund 2500 Kilometer –, einer Stadt in der Nähe der slowakischen und ungarischen Grenze mit 120000 Einwohnern und momentan noch einmal so vielen Flüchtlingen. „Unsere beiden Fahrer, denen alle Herzen der Einwohner in diesen Tagen zugewandt waren, mussten die Nacht wegen Stau und Ausgangssperre an der slowakischen Grenze verbringen und konnten erst am nächsten Tag weiter nach Mukatschewo fahren.“
ALLEIN ÜBER DIE GRENZE. Dann kamen die nächsten Schwierigkeiten. Da Imrich Gonda keinen Reisepass bei sich hatte, musste er an der slowakischen Grenze zurückbleiben und Walter Fuchs setzte die Fahrt alleine mit dem ukrainischen Begleittransport fort. „Trotz der Sprachbarriere gelang es Walter, seinen Auftrag zu erfüllen und sehr zur Freude unserer ukrainischen Helfer die Fracht direkt an die humanitäre Organisation ‚Rukavitschka‘ zu liefern“, berichtet Nataliya Greil. Der Lkw wurde umgehend entladen, die medizinische Hilfe ging sofort an das Krankenhaus in Tschernihiw, die Kleidung und Hygieneartikel werden auf Antrag des Rathauses an die vielen Flüchtlinge verteilt. „Bei ‚Rukavitschka‘ haben die Leiterin der Freiwilligengruppe ‚Mukatschewo‘ Marjana Abel und der Anwalt Valery Borodij von der Firma Partner alles in ihrer Macht Stehende getan, um unser Vorhaben reibungslos und effizient zu ermöglichen.“ Schon im Vorfeld hatte Nataliya Greil viele helfende Hände, die sie mit Informationen versorgten. „Besonders danke ich Ingo Schaffenrath von Micheluzzi, Carmen Flunger, der Vizebürgermeisterin von Zirl Iris Zangerl-Walser, dem Pfarramt Pfunds mit Dekan Franz Hinterholzer und Marina Netzer sowie Siegfried Nagele und seinem Team von der humanitären Organisation ‚Sinaporou‘ aus Nassereith“, berichtet Nataliya Greil. Und fügt hinzu: „Ein herzliches Vergelt’s Gott an die Familie von Walter Fuchs für die Ungewissheit und lange Wartezeit auf seine Rückkehr.“

TRANSPARENZ. „Alle Spender können sich auf den Facebook-Seiten von Maximilian Schwellnus („Max Gesundheitsmanagement“) und Marjana Abel die Videos und Fotos über den Erhalt der von uns gesammelten humanitären Hilfe ansehen“, so Nataliya Greil. Marjana Abel berichtet täglich mit Fotos und Dokumenten über die Verteilung der gespendeten Sachgüter und Lebensmittel: www.facebook.com/profile.php?id=100005323689307.
Danke aus Mukatschewo<br />
Helfende Hände: ein Teil der freiwilligen Helfer für Mukatschewo vor dem beladenen Sattelschlepper mit Hilfsgütern Foto: Michael Greif
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