Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Landeck | Chronik | 6. Juli 2020 | 12:39 | Von Elisabeth Zangerl und Daniel Haueis

„Dann gibt es ein großes Fest“

„Dann gibt es ein großes Fest“
Der Höhepunkt des jährlichen Bruderschaftswochenendes: die Autoweihe, im Bild zu sehen mit Bischof Benno Elbs RS-Foto: Zangerl
FEEDBACK
REDAKTION
Landeck  Von Elisabeth Zangerl und Daniel Haueis
TAGS
Bruderschaft St. Christoph
Artikel teilen
Artikel teilen >

Bruderschafts-Fahrzeugsegnung wurde für heuer abgesagt

Die gut 633 Jahre alte Bruderschaft St. Christoph muss heuer das traditionelle Bruderschaftswochenende mit Fahrzeugsegnung absagen. Die karitative Vereinigung verfolgt aber bis zum Jahr 2022 ein großes Ziel: Die Mitgliederzahl von 25000 und eine Gesamtspendensumme von 20 Millionen Euro sollen erreicht werden.
Von Elisabeth Zangerl und Daniel Haueis

„Dieses Jahr wollten wir, wie jedes Jahr, mit unseren Schwestern und Brüdern das Bruderschaftswochenende vom 10. bis 12. Juli 2020 mit vielen attraktiven Veranstaltungen feiern. Vorgesehen waren die Ehrungen unserer treuesten Schwes-tern und Brüder in Gold und mit Brillanten am Freitag und Samstag und die feierliche Heilige Messe mit dem Totengedenken und der Fahrzeugsegnung am Sonntag am Dorfplatz“, stellen Bruderschaftsmeister Adi und Schatzmeisterin Gerda Werner auf der Homepage der karitativen Institution fest. Die Corona-bedingten strengen Auflagen haben die Durchführung aber unmöglich gemacht. Und: „Die Gesundheit und Sicherheit aller unserer Schwes-tern und Brüder sind uns in Zeiten wie diesen sehr wichtig!“, so Familie Werner. Ein Wiedersehen gibt’s für die Brüder und Schwestern im Winter 2020/21, die beliebte Fahrzeugsegnung findet wohl erst wieder im kommenden Jahr statt. Eine Absage des Bruderschaftswochenendes gab es noch nie, Bruderschaftsmeis-ter Adi Werner erklärt: „Zumindest in der modernen Geschichte, seit dem Jahr 1962, hat es noch keine Absage gegeben.“


„EINE HALBE MILLION EURO SCHON EINGEGANGEN“. Auch im 634. Bestandsjahr ist die Bruderschaft eine wichtige Drehscheibe des sozialen Lebens. Besonders auch in Zeiten von Corona, Adi Werner erklärt: „Während des Lockdowns sind bei uns keine Anträge eingelangt, seither wieder mehrere täglich.“ Auch gespendet (beziehungsweise den Mitgliedsbeitrag bezahlt) haben die fast 23000 Brüder und Schwestern seither fleißig: „Mit großer Dankbarkeit darf ich mitteilen, dass bisher bereits eine halbe Million auf dem Konto der Bruderschaft St. Christoph eingegangen ist“, freut sich der Bruderschaftsmeister. Im Durchschnitt werden jährlich rund 800.000 Euro an Bedürftige ausbezahlt. „Im Schnitt sind pro Jahr zwischen 400 und 500 Neuaufnahmen von Brüdern und Schwestern zu verzeichnen“, ergänzt Adi Werner – der aktuelle Mitgliederstand liegt bei 22900. Knapp 19 Millionen wurden laut dem aktuellen Tätigkeitsbericht bis dato gespendet, seit Mai 2019 sind 1538 Anträge bei der Bruderschaft eingegangen, gut die Hälfte davon (881) konnten positiv abgewickelt werden.

GROSSES FEST 2022. Vom gesamten Fördertopf (640.000 Euro waren es im Vorjahr) gingen 444.000 Euro, also der Großteil, an bedürftige Familien, 100.000 Euro an Vereine, 33.000 Euro wurden nach Katastrophen gespendet, 35.000 Euro erhielten Jugendvereine rund um den Arlberg, weitere 22.000 Euro flossen in Ausbildungen, Stipendien und Deutschkurse. „Unser großes Ziel für 2022 ist, dass wir bis dahin die Mitgliedermarke von 25.000 erreichen und den 20 Millionsten Euro ausbezahlen dürfen“, verrät Adi Werner. „Wenn wir das erreichen, ist für 2022 ein großes Fest geplant, ähnlich wie bei der 600- und der 635-Jahr-Feier der Bruderschaft St. Christoph.“ Abschließender Appell des Bruderschaftsmeisters: „Wenn alle Brüder und Schwestern es schaffen würden, nur ein neues Mitglied zu werben, könnte das Ziel sehr schnell erreicht werden.“ Nachgefragt, ob es schon einen Kandidaten für diese besondere Zahl (25.000stes Mitglied) gibt, erklärt Adi Werner: „Nein, aktuell noch nicht.“ Aber es wird bestimmt eine große Persönlichkeit, wie sich bereits jetzt viele unter den knapp 23000 Brüdern und Schwestern befinden.
„Dann gibt es ein großes Fest“
Bruderschaftsmeister Adi Werner und Schatzmeisterin Gerda Werner mit LH Günther Platter im Jahr 2016 (LH Platter erhielt 2016 eine Ehrung für seine 35-jährige Mitgliedschaft bei der Bruderschaft St. Christoph). RS-Foto: Zangerl
„Dann gibt es ein großes Fest“
Das Bruderschaftswochenende 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. RS-Foto: Zangerl
Die Oberländer Rundschau

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Ausserfern!
Künftig erhalten über 90.000 Haushalte wöchentlich die aktuellsten News!
Die Oberländer Rundschau wurde 1978 gegründet.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

jetzt NEU: Jobs im Tiroler Oberland und Ausserfern Helle Köpfe aufgepasst!
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.