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Landeck | Chronik | 21. September 2020 | Daniel Haueis

Deutlicher Zuwachs

Deutlicher Zuwachs<br />
LH Günther Platter: „Fakt ist, dass die Infektionszahlen für den aktuellen Zeitpunkt zu hoch sind.“ RS-Foto: Archiv
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Der Bezirk Landeck ist auf der Corona-Ampel gelb

Die Corona-Ampel wurde für den Bezirk Landeck am Montag der Vorwoche auf Gelb gestellt. Dafür ausschlaggebend war die Zahl der Neuerkrankungen die Woche davor.
Von Daniel Haueis

Die Coronavirus-Situation in Tirol war bei der Sitzung der Landesregierung am 15. September einmal mehr das zentrale Thema: 646 positive Fälle gab es an diesem Tag, 23 davon im Bezirk Landeck. Tags zuvor wurden bei der Sitzung der Ampelkommission des Bundes die Bezirke Kufstein und Innsbruck auf die Ampelfarbe „orange“ gestellt, für die Bezirke Innsbruck-Land, Schwaz und Landeck galt seither Stufe „gelb“. Die Begründung der Kommission für die mittlere Risikostufe in Landeck trotz relativ geringer Fallzahlen liegt im Zuwachs der positiven Fälle: „Sowohl die rohe 7-Tagesinzidenz als auch die risikoadjustierte 7-Tagesinzidenz liegen über dem Signalwert für mittleres Risiko. Die Situation wird daher unter Berücksichtigung relevanter Kontextindikatoren mit mittlerem Risiko bewertet.“ Am 7. September gab es im Bezirk Landeck drei positive Fälle, sechs Tage später dann 16 und wieder rund eine Woche später eben 23. Die Gelb-Empfehlung sei einstimmig angenommen worden – der Kommission gehört laut Gesundheitsministeriums-Homepage als Vertreter des Landes Tirol Elmar Rizzoli an. „Fakt ist, dass die Infektionszahlen für den aktuellen Zeitpunkt zu hoch sind. Die Ampelfarben sind keine reine Farbenspielerei – es geht auch darum, ein Bewusstsein für die aktuelle Situation zu schaffen: Wir müssen ver-stärkt aufeinander aufpassen, denn das Virus ist nach wie vor unter uns“, kommentiert LH Günther Platter die Ampelschaltungen. Im Laufe der Woche sind die Zahlen auch im Bezirk gestiegen: Aus den 23 Anfang der Woche wurden bis Donnerstagabend 32. Freitagabend waren es bereits 41, Samstag und Sonntagabend dann 48.

KONTROLLEN. Zunehmend problematisch entwickelt sich in Tirol die Situation in der Nacht-gastronomie. LH Günther Platter und LH-Stv. Ingrid Felipe verfolgen die steigenden Zahlen mit großer Sorge: „In Tirol nehmen die Neuinfektionen zu. Wegen des bereits erfolgten Schulbeginns und des anstehenden Unistarts müssen wir die weiteren Entwicklungen genau be-obachten und weiter achtsam sein.“ LH Platter begrüßt die Verordnung des Bundes (u.a. Speisen und Getränke in der Gastronomie und in Bars nur noch im Sitzen, also am eingenommenen Platz konsumieren) ausdrücklich. Umgehungen dieser Verordnung würden nicht toleriert – es werde scharfe Kontrollen geben. Wegen der steigenden Zahlen in Tirol wird es umfassende Screenings zum verstärkten Schutz von Einrichtungen in Bereichen wie Gesundheit, Pflege und Bildung geben. Geprüft werden auch die rechtlichen Möglichkeiten für präventive Maßnahmen an bestimmten öffentlichen Orten wie Märkten durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.



Mehrere kleine Cluster
Insgesamt werden in Tirol derzeit viele Cluster geführt, wobei der wesentliche Anteil Kleincluster sind, die im Zuge der umgehenden Absonderungen der Infizierten rasch eingegrenzt werden. Über 50 Prozent der infizierten Personen sind zwischen 15 und 35 Jahre. „… derzeit werden viele Familiencluster verzeichnet, die sich meist im kleineren Rahmen eingrenzen lassen. Aber auch Infektionen nach privaten Feierlichkeiten bzw. Zusammenkünften treten gehäuft auf“, sagt LH Günther Platter. Der Appell des Landes: Je mehr Menschen sich an die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen halten, desto besser kann man gemeinsam dafür sorgen, dass sich das Virus in Tirol nicht wieder weiterverbreitet und keine weiteren, auch verpflichtenden Maßnahmen nötig werden.
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