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Landeck | Chronik | 17. Mai 2022 | Von Irmgard Pfurtscheller

Ein Stück Normalität

Ein Stück Normalität<br />
Schulqualitätsmanagerin Daniela Lehmann koordiniert die Unterbringung der -ukrainischen Kinder in den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen. RS-Foto: Pfurtscheller
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Ukrainische Schüler im Bezirk gut „aufgefangen“

Im Bezirk Landeck werden rund 50 schulpflichtige Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in unterschiedlichen Einrichtungen bestens betreut. Bildung hat in den ukrainischen Familien einen hohen Stellenwert.
Von Irmgard Pfurtscheller

Derzeit seien die Ressourcen im Bezirk Landeck ausreichend, erklärt Schulqualitätsmanagerin Daniela Lehmann. Im März kamen die ers-ten Flüchtlingsfamilien, in erster Linie Mütter mit ihren Kindern, und wurden in unterschiedlichen Regionen des Bezirkes willkommen geheißen. Einerseits waren es Bemühungen der Gemeinden, Raum und Ressourcen für Flüchtlinge zu schaffen, doch auch Privatinitiativen und ukrainisch-stämmige Arbeitnehmer in Tourismusgebieten erleichterten den Ankömmlingen den ersten Kontakt in einem fremden Land. Bisher wurden 44 Kinder und Jugendliche von Lehmann in 22 verschiedenen Schulen im Bezirk untergebracht. Die Altersgruppe der Kinder reicht vom Schuleinsteiger bis zu Auszubildenden. Auch Kindergartenkinder gilt es bei der Schuleinschreibung für Herbst zu berücksichtigen. Angesichts der menschlichen Tragödie, die Kinder und Jugendliche miterleben mussten, wird vonseiten der Bildungseinrichtungen alles unternommen, um diese Kinder bestmöglich zu unterstützen, versichert Lehmann. Vier Helfer, davon zwei ukrainisch sprechende sowie zwei ehemalige Pädagogen, helfen beim Überbrücken sprachlicher Barrieren und beim Deutschlernen.

BILDUNG WICHTIG. Den Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine sei Bildung sehr wichtig, und die Integration in den Schulen würde von Kindern und Müttern gerne und gut aufgenommen, weiß Lehmann aus durchwegs positiven Rückmeldungen. Um das ukrainische Schuljahr via Distanz-Learning abschließen zu können, werden den Kindern technische Hilfsmittel und Geräte zur Verfügung gestellt. Am Fernunterricht können sie sowohl von zu Hause aus als auch an der Schule teilnehmen. Mit 1. Juni sind die Schüler dann im österreichischen Schulsystem eingegliedert. Um die nötigen Ressourcen an Lehrkräften und räumlichen Möglichkeiten zu planen, geht Lehmann von einem zeitlichen Rahmen von circa zwei Jahren aus, an denen ukrainische Kinder, die jetzt hier sind, die Schulen besuchen werden. Für Jugendliche, die das schulpflichtige Alter überschritten haben, werden Ausbildungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Jugendcoaching und dem AMS angeboten, da in Österreich bis zum 18. Lebensjahr eine Ausbildungspflicht besteht.
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