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Landeck | Chronik | 14. Juli 2020 | 16:55 | Von Albert Unterpirker

„Es ist ein ständiges Tun“

„Es ist ein ständiges Tun“
Die Verantwortlichen des Projekts freuen sich über ein erfolgreiches erstes Jahr. RS-Foto: Unterpirker
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Landeck  Von Albert Unterpirker
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Care Management Tirol Zams Tilg
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Care Management Tirol in Landeck ein voller Erfolg

Seit einem Jahr gibt es die Koordinationsstelle Pflege und Betreuung in Landeck, ein Pilotprojekt des Landes Tirol zum Aufbau eines Versorgungsnetzwerkes. Grund genug, um auf das Care Management Tirol gebührend zurückzublicken.
Von Albert Unterpirker

„Das Care Management Tirol deckt eine wesentliche Lücke zu den einzelnen Schnittstellen ab“, sagt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, „um gezielt vertrauensvolle Lösungen zu erarbeiten – und dieses Projekt ist in Landeck sehr gut eingebettet.“ Generell gäbe es im Bezirk eine komplexe Betreuungssituation, wobei die Vielzahl von Versorgungs- und Pflegeanbietern durch regionale Care Managerinnen stärker vernetzt und koordiniert werden soll. Dabei soll u.a. per Netzwerktreffen die Pflege systematisch weiterentwickelt und zukunftsfit gemacht werden. Im Zuge dessen sei wesentlich, „pflegende Angehörige besser zu unterstützen“, so Tilg weiter. Im Vordergrund stehen hier Kontakte zu den Mobilen Diensten, zu Alten- und Pflegeheimen, zum Entlassungsmanagement des KH Zams, zu Ärzten und weiteren mobilen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Auch der Austausch mit Selbsthilfegruppen, Pflegevereinen und privaten Pflegeanbietern sei ein wichtiger Aspekt. Zudem sollen Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten das Angebot dieser Koordinationsstelle (Innstraße 15, Landeck) ergänzen. Bis zum Jahr 2022 soll das Case Management Tirol (beinhaltet auch eine psychosoziale Komponente) landesweit ausgebaut werden. Tilg lobt das Engagement der Verantwortlichen: „Alle haben hier mit ihrer Arbeit sehr viel Herzblut hineingelegt!“

UNERMÜDLICH. Auch Gabi Schiessling, Koordinatorin Care Management Tirol, freut sich über die Erfolge des vergangenen Jahres und erklärt: „Den Satz ‚Geht nicht‘ gibt’s für uns nicht, und das Projekt ist im Bezirk – auch dank dem unermüdlichen Einsatz der Care Managerinnen – sehr gut angenommen worden.“ Wichtig sei zudem, auch Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen, die ihre Eltern daheim betreuen. Wie dringend notwendig die Arbeit des Care Management Tirol ist, wird auch daran ersichtlich, dass es in nur einem Jahr gelang, 157 Systempartner zu gewinnen (83 Vertragspartner im Bereich Pflege, 74 mit sozialrechtlichem Hintergrund.“ Der Plafond ist laut Landeck-Koordinatorin Manuela Juen und Sonja Theiner diesbezüglich noch lange nicht erreicht, im Gegenteil: „Das ist ein ständiges Tun!“ Ebenfalls hoch erfreut über das bisher Erreichte war Hans Kreuzer: „Die Verantwortlichen haben die Zeichen der Zeit erkannt und Mut bewiesen, und es konnte eine auf den Bezirk zugeschnittene Lösung getroffen werden!“ PS: In einer ersten Phase wurde das Pilotprojekt in Landeck von der UMIT wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Eva Schulc (UMIT): „Alle Partner waren froh, dass sie in diesem Netzwerk aufgenommen wurden.“

INFOS CARE MANAGEMENT. Um pflegende Angehörige und Betroffene in ihrer oft komplexen Betreuungssituation zu unterstützen, bieten die Koordinatorinnen in Landeck Erstinformation aus einer Hand. Anfragende Menschen erhalten Informationen und Beratung über medizinische, pflegerische, soziale und gesundheitsfördernde, wohnortnahe Dienstleistungsanbieter und ihre Angebote. Durch eine bedürfnis- und bedarfsorientierte Begleitung können die Betroffenen so gleich an die richtigen Stellen weitervermittelt werden. So wird eine optimale Pflege und Betreuung zu Hause sichergestellt. Ansprechpartner für Landeck: Manuela Juen und Sonja Theiner, Koordination für Pflege und Betreuung Landeck, Innstraße 15, 3. Stock, Zi. 303.
„Es ist ein ständiges Tun“
Bernhard Tilg: „Projekt ist in Landeck sehr gut eingebettet“ RS-Foto: Unterpirker
„Es ist ein ständiges Tun“
Gabi Schiessling: „Den Satz ‚Geht nicht‘ gibt’s für uns nicht!“ RS-Foto: Unterpirker
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