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Landeck | Chronik | 7. Feber 2022 | Daniel Haueis

„In Gesprächen“

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Dr. Richard Antwi verlässt Pians. RS-Foto: Archiv
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Kassenverträge (werden) ausgeschrieben

Am Montag endete die Einreichfrist für vier Kassenverträge im Bezirk Landeck. Neben den drei bekannten ist der Hausarzt-Vertrag in Galtür ausgeschrieben – der Abschied ist aber noch nicht fix. Noch auszuschreiben ist der Vertrag für Pians. Und es tut sich was in puncto Primärversorgungseinheit.
Von Daniel Haueis

In der ersten Ausschreibung von freien Kassenarztstellen der Ärztekammer für Tirol im Jahr 2022 sind vier Landecker Kassenplanstellen genannt. Fachärzte, denen Verträge mit ÖGK, BVAEB und SVS angeboten werden, betreffen die Gebiete Augenheilkunde in Landeck (Dr. Walter geht wohl demnächst in Pension – siehe auch Artikel „Ungewissheit um Augenarzt in Landeck“) und Psychiatrie für Zams oder Landeck (Dr. Rappers-torfer hat nach Innsbruck gewechselt). Was die seelische Gesundheit betrifft, ist der Bezirk ja glücklicherweise kein weißer Fleck mehr: „Insbesondere in Landeck kann in Sachen Psychiatrie gemeinsam mit den Angeboten im Krankenhaus Zams die Versorgung soweit vorübergehend sichergestellt werden. Natürlich kann das keine Dauerlösung sein“, meint auch die Österreichische Gesundheitskasse Tirol. Augenarzt- wie Psychiater-Vertrag sind für 1. April dieses Jahres ausgeschrieben. Zum gleichen Datum sind auch zwei Allgemeinmediziner-Verträge abzuschließen. Die Land-ecker Stelle war schon mehr als ein Dutzend Mal ausgeschrieben (Dr. Tiefenbrunn und Dr. Kössler sind in Pension gegangen, mit Dr. Schnegg konnte zumindest eine Stelle besetzt werden – sie ist von Vorarlberg nach Landeck gewechselt).

GALTÜR NOCH OFFEN. Neu ist allerdings die Ausschreibung des Hausarzt-Vertrages für Galtür: Dr. Benjamin Lechner verlässt die Paznauner Gemeinde möglicherweise: „Ja, Dr. Lechner hat gekündigt“, bestätigt die ÖGK. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagt. Bgm. Hermann Huber. Die Stelle sei vorsorglich ausgeschrieben worden, sozusagen: Damit man’s hat, wenn man’s braucht. Aber die Gemeinde wolle den Arzt im Rahmen ihrer Möglichkeiten „bestmöglich unterstützen“, damit er im Dorf bleibt. Ärztekammer-Tirol-Direktor Dr. Günter Atzl hofft jedenfalls, dass eine Nachbesetzung gelingt, sollte es wirklich zum Abschied Dr. Lechners kommen. Dr. Lechner selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch die beiden Allgemeinmediziner-Verträge für Landeck und Galtür werden ab 1. April dieses Jahres angeboten.

PIANS FIX. Ein Abschied hingegen ist bereits fix: Dr. Richard Antwi gibt die Ordination in Pians auf. Es sind persönliche Gründe, die ihn diesen Schritt tun lassen. Er musste seine Praxis führen, ohne eine Hausapotheke anbieten zu können. „Für die Patienten war dies natürlich leider ein Nachteil, weil ich sie nicht direkt mit Medikamenten versorgen konnte“, sagt Dr. Antwi. Eine Nachbesetzung werde im Falle von Pians also wohl „noch schwieriger“, sagt Dr. Atzl. Die Stelle werde aber jedenfalls bei nächster Gelegenheit ausgeschrieben.

PRIMÄRVERSORGUNG? „Landeck wäre ideal“, sagt Dr. Atzl in puncto Primärversorgungseinheit. Ein solches „Gesundheitszentrum“ wird auch vom Land unterstützt – in den Jahren 2022 und 2023 werden sechs neue Tiroler Primärversorgungseinheiten mit 2,2 Millionen Euro an Landesmitteln mitfinanziert. Dr. Atzl stellt aber fest: „Es zieht sich sehr.“ Im Zentralraum sei das Thema bereits „fortgeschrittener“. Es seien jedenfalls zwei bis drei Allgemeinmediziner nötig, um eine Primärversorgungseinheit installieren zu können. In der ÖGK hat man ein offenes Ohr für neue Versorgungsmodelle, Primärversorgungszentren und -netzwerke: „Hier wurden die Voraussetzungen indes geschaffen, die Finanzierung seitens ÖGK beschlossen“, teilt die Gesundheitskasse mit. Man sei kurz davor mit der Pilot-Primärversorgungseinheit in Tirol zu starten: „Landeck wurde hierbei gemeinsam mit dem Land als eine der ersten Regionen für eine derartige Versorgung ausgewählt“, so die ÖGK. Interessenten werden gesucht, Gespräche mit potenziellen Teilnehmenden bereits geführt.
 
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In Galtür ist der Arztabschied noch nicht beschlossene Sache – Bgm. Hermann Huber: „Wir sind in guten Gesprächen.“ RS-Foto: Archiv
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