Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Landeck | Chronik | 30. April 2019 | Daniel Haueis

„Neue Perspektiven eröffnen“

„Neue Perspektiven eröffnen“
Bgm. Helmut Ladner: „Änderungen zur zukünftigen Entwicklung im Paznaun sind aus unserer Sicht zu begrüßen.“ RS-Foto: Archiv
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Bgm. Helmut Ladner über die Bergbahnen Kappl und Gespräche der Seilbahngesellschaften im Paznaun


 

Die Bergbahnen Kappl warten weiterhin auf die schriftliche Ausfertigung des Erkenntnisses in Sachen „Kappl–St. Anton“. Die RUNDSCHAU fragte diesbezüglich bei Bgm. Helmut Ladner nach – und wegen eines Gerüchtes.

 

Von Daniel Haueis

 

RUNDSCHAU: Das Bundesverwaltungsgericht-Erkenntnis gegen die Verbindung der Skigebiete von Kappl und St. Anton liegt in schriftlicher Form wohl noch nicht vor. Kann man dennoch bereits sagen, wie’s in etwa weitergehen wird?

 

Bgm. Helmut Ladner: Wir werden weiterhin den schriftlichen Bescheid des BVGH abwarten und diesen dann prüfen hinsichtlich der Chancen einer außerordentlichen Revision. Ansonsten konzentrieren wir uns auf die Projekte zum Ausbau und die Verbesserung im Bereich der Beschneiungsanlagen bei den Bergbahnen Kappl.

 

RS: Die Gerüchteküche weiß von einem möglichen Einstieg der Silvretta Seilbahn AG bei der Bergbahnen Kappl GmbH, eventuell auch einem Seilbahnprojekt in Richtung St. Anton. SSAG-Vorstand Markus Walser bestätigt das nicht, sagt aber in puncto Seilbahnen: „Irgendetwas wird sich wahrscheinlich ändern müssen im Paznaun.“ Was sagst du dazu – zu den Gerüchten und der Aussage Markus Walsers?

 

HL: Gerüchte wird es immer geben. Die Seilbahnen untereinander haben laufend Kontakt im alltäglichen Geschäft und so auch die BB Kappl mit der SSAG. Daraus schon Gerüchte zu möglichen Einstiegen zu interpretieren, ist nicht richtig. Änderungen zur zukünftigen Entwicklung im Paznaun sind aus unserer Sicht zu begrüßen, jedoch liegt dies in erster Linie bei der SSAG.

 

RS: Bgm. Anton Mattle aus Galtür, an dessen Bergbahnen Silvretta Galtür die Silvretta Seilbahn AG bereits mit rund 20 Prozent beteiligt ist, lobt das Engagement der Ischgler: „Das war notwendig und hat sich sehr bewährt“, die SSAG als Profi könne als Partner „nur von Vorteil sein“, sagt Mattle. Wie siehst du das?

 

HL: Dem kann ich aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen nur beipflichten.

 

RS: Abschließend und mehr an den Bürgermeister als an den Bergbahnen-Aufsichtsrat gerichtet: Welche Rolle spielt die Seilbahn in Kappl für die Entwicklung des Dorfes? Welche Möglichkeiten der Entwicklung sind denkbar, wenn es tatsächlich keinen skitechnischen Zusammenschluss geben sollte?

 

HL: Die BB Kappl ist der touristische und wirtschaftlich wichtigste Betrieb in der Gemeinde. Ohne Seilbahnen hätte es bislang nur wenig Entwicklung in unseren Dörfern gegeben. Daher ist der Fortbestand der Seilbahn auch weiterhin als Grundpfeiler notwendig für unser Dorf. Niederlagen können auch Wege zu anderen Alternativen ebnen und neue Perspektiven eröffnen.

 

RS: Danke.
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