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Landeck | Chronik | 4. Oktober 2021 | Von Herbert Tiefenbacher

Nun gibt es in Lasalt einen Lokalaugenschein

Nun gibt es in Lasalt einen Lokalaugenschein<br />
Der in der Kies-Lagerstätte in Lasalt abgebaute Kies wird im Betonwerk Goidinger aufbereitet und als Zuschlag für die Betonherstellung verwendet. RS-Foto: Tiefenbacher
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Zusätzlicher Kiesabbau stößt in Schönwies auf Skepsis

Skeptisch äußerten sich die Schönwieser Gemeinderäte auf den zusätzlich angestrebten Kiesabbau der Firma Goidinger Transportbeton GmbH in Schönwies/Lasalt.
Von Herbert Tiefenbacher

Einer der wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung der vorwöchigen Sitzung des Schönwieser Gemeinderates waren die beabsichtigten neuen Pläne der im Schönwieser Ortsteil Lasalt seit Jahrzehnten ansässigen Firma Goidinger Transportbeton GmbH. Laut Firmenbuch übernahm die Ing. Hans Bodner BaugesmbH & Co KG am 9. Dezember 2014 dieses Unternehmen zu 100 Prozent. Betriebsleiter Bernhard Primisser trug als Unternehmensvertreter auf der Gemeinderatssitzung die Pläne und Überlegungen vor. Es geht um ein neues Abbaukonzept, das eine Erweiterung des Kiesabbaus beinhaltet. Laut derzeit geltendem Vertrag können noch 700000 bis 800000 Kubikmeter Kies aus der Lagerstätte in Lasalt entnommen werden. Dieser wird vor Ort aufbereitet und dient in der Betonproduktion als Rohstoff. Darüber hinaus dürften sich dort noch weitere rund 400000 Kubikmeter Kies befinden – und diese möchte die Firma -Goidinger Transportbeton GmbH auch noch abbauen. Dadurch würde sich die bisherige Abbaufläche insgesamt nicht vergrößern, da dieser zusätzliche Abbau in die Tiefe (bis zum Felsen) erfolgen würde.

SKEPSIS. Der Schönwieser Gemeinderat steht diesen Erweiterungsplänen skeptisch gegenüber. VBgm. Reinhard Raggl (Liste Für Schönwies) etwa meinte gegenüber der RUNDSCHAU, dass diese Pläne weder bei ihm noch bei vielen Gemeindebürgern auf Begeisterung stoßen würden. „Die derzeit genehmigte Abbaumenge soll von 700000 bis 800000 Kubikmeter um 400000 Kubikmeter erhöht werden. Das sind immerhin rund 50 Prozent – das ist schon erheblich“, gab VBgm. Raggl zu bedenken. Dies sei umweltmäßig gesehen ein schwieriges und ein technisch heikles Thema. „Daher werden wir uns nun genau informieren und entsprechende Fachmeinungen einholen“, erklärte Reinhard Raggl.

INFORMATION NICHT AUSREICHEND. SPÖ-GV Harald Peham zeigte sich von der Konzept-Präsentation des Unternehmensvertreters nicht gerade begeistert. Peham hält die Informationen als Entscheidungsgrundlage für nicht ausreichend. Die Kernsätze seines Resümees sind: Es sei nicht nur optisch ein Problem, sondern auch auswirkungsmäßig (auf die Umgebung und die dortige Bevölkerung). „Es ist eine zusätzliche Staub- und Lärmbelästigung zu erwarten und das muss die Behörde bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nun angestrebte neue Abbaukonzept genehmigt wird. Und dass viele Anwohner damit keine Freude haben, ist mir durchaus verständlich“, sagte Peham.

LOKALAUGENSCHEIN. Auch bei den Wortmeldungen von weiteren Rednern aus den verschiedenen Fraktionen dominierte die Skepsis gegenüber den Erweiterungsplänen. Es erfolgte keine Beschlussfassung. Im Schönwieser Gemeinderat wurde vereinbart, dass die Dinge im Detail erhoben werden und man einen Lokalaugenschein mit den Firmen- und Behördenvertretern am Gelände der Firma -Goidinger Transportbeton GmbH in Lasalt durchführen wird.


 
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