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Landeck | Chronik | 10. September 2019 | Klara Fritz

Projekt mit großem Personalbedarf

Projekt mit großem Personalbedarf
Die neue Silvretta-Therme mit der umlaufenden Eislaufbahn, auch ein Veranstaltungssaal wird untergebracht sein. RS-Foto: Zangerl
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Spatenstich der Silvretta-Therme in Ischgl


 

Mit dem Anrollen der Bagger am „Schmittaboden“ in Ischgl hat die Silvretta Seilbahn AG ihr bisher größtes Projekt begonnen: Am 5. September fand der offizielle Spatenstich des rund 60 Millionen Euro teuren Projekts statt, das in drei Jahren fertiggestellt sein soll. Zwischen 70 und 80 Arbeitsplätze sollen (voraussichtlich ganzjährig) geschaffen werden. Auch erwähnenswert: Die Silvretta-Therme sollte möglichst ohne fossile Brennstoffe beheizt werden.

 

Von Elisabeth Zangerl

 

Am 2. September wurde mit den Bauarbeiten eines weiteren Mega-Projektes in Ischgl begonnen, Bauherr ist die Silvretta Seilbahn AG. Vorstand Markus Walser erklärte im Rahmen des Spatenstichs am 5. September: „Hierdurch wird ein Alternativangebot für Gäste bei Schlechtwetter geschaffen … Eine Gästebefragung im Jahr 2012 hat gezeigt, dass der Gast sich ein solches Schlechtwetter-Alternativangebot wünscht. Das hat uns den Anstoß gegeben.“ Der Architekturwettbewerb ging bereits 2016 über die Bühne, die Entscheidung aus allen eingereichten Projekten ist zuguns-ten der Arge Krieger-Wimreiter gefallen. Getroffen wurde diese von einer Bewertungsjury unter dem Vorsitz von Hannes Parth, dem früheren Vorstand der SSAG. „Für uns war schnell klar, dass dies die ideale Variante ist – das ist ein ausgereiftes Projekt“, erklärte Günther Zangerl die Entscheidung. Die Fertigstellung des 60 Millionen Euro teuren Projektes ist für Dezember 2022 angesetzt, während der Wintermonate wird es Baueinschränkungen (vonseiten der Gemeinde) geben. Bgm. Werner Kurz zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass es „zufriedenstellende Lösungen für alle Seiten und Kompromisse“ geben wird (in Ischgl dürfen wie auch in anderen Tourismusorten Bauarbeiten zu bestimmten Saisonzeiten nicht durchgeführt werden).

 

HIGHLIGHT FÜR ISCHGL“. In der neuen Silvretta-Therme wird ein Schwimmbadbereich mit rund 1000 m2 Wasserfläche samt Sportbecken, Grotte, Erlebnisbecken, Kursbecken, Außenbecken, Kinderbecken und Solebecken untergebracht sein, ebenfalls ein 1500 m2 großer Saunabereich (textil und textilfrei), ein Sauna-Loungebereich, ein Spa-Bereich, ein Fitnessbereich als auch als besonderes Highlight eine umlaufende Eislaufbahn inklusive Eisbar (1300 m2), ebenso ein Veranstaltungssaal mit einer Kapazität von bis zu 650 Personen als auch eine Erlebnisgastronomie (Bistro/Pizzeria). „Das wird ein absolutes Highlight für Ischgl – hier schaffen wir etwas Einzigartiges“, informierte SSAG-Vorstand Günther Walser weiters. Vorstandskollege Markus Walser erwähnte noch einen besonders umweltfreundlichen Aspekt: „Unser Ziel ist es, diese Therme möglichst fossilfrei zu beheizen.“ Notwendig hierfür sind Bohrungen für rund 35 Erdsonden, insgesamt müssen rund 15 Kilometer Sonden gebohrt werden. Mit den Baumeis-terarbeiten sollte dann im Frühjahr 2020 gestartet werden. Eine große Herausforderung wird das Personalmanagement werden: Zwischen 70 und 80 Arbeitsplätze werden durch die neue Silvretta-Therme geschaffen. Auch die beiden SSAG-Vorstände sehen in der Abdeckung des Personalbedarfs eine bevorstehende Herkulesaufgabe.

 

Der offizielle Spatenstich fand im Beisein von Architekten, Rechtsanwälten, Vertretern des TVBs und der Gemeinde sowie SSAG-Verantwortlichen am 5. September statt. RS-Foto: Zangerl


 

SAG-Vorstand Günther Zangerl, Hannes Parth (früherer Vorstand der SSAG und Vorsitzender der Bewertungsjury) und SSAG-Vorstand Markus Walser (v.l.) RS-Foto: Zangerl
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