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Landeck | Chronik | 14. September 2020 | Daniel Haueis

„Sicherlich eine größere Baustelle“

„Sicherlich eine größere Baustelle“<br />
Felssicherungsarbeiten an der B180 führen derzeit zu Verkehrsbehinderungen – es folgt aber ein größeres Projekt, um möglichst hohe Sicherheit bieten zu können. Foto: Land Tirol
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Weitere Großinvestition in die Sicherheit der Reschenstraße zwischen Pfunds und Nauders

Die derzeitigen Arbeiten an der Reschenbundesstraße zwischen Pfunds und Nauders sind eine Art Sofortmaßnahme – es ist eine größere Lösung für die problematische Stelle geplant, um den Verkehrsteilnehmern möglichst hohe Sicherheit bieten zu können. Es wird ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden.
Von Daniel Haueis

An einem Felsturm zwischen km 26,0 und 26,80 der Reschenbundesstraße müssen Sicherungsarbeiten vorgenommen werden – sie wurden am 31. August begonnen und bringen u.a. eine Verkehrsumleitung bis 2. Oktober mit sich (die RUNDSCHAU hat berichtet). „Der Fels-turm muss aus Sicherheitsgründen gesichert werden“, sagt DI Robert Zach von der Landesabteilung Verkehr und Straße. Am 25. August erfuhren Politiker der Region im Büro von LH-Stv. Josef Geisler aber noch mehr: Nach dieser Sofortmaßnahme wird eine weitergehende Lösung für den betroffenen Abschnitt gefunden. Bgm. Helmut Spöttl aus Nauders sagt: „Die Räumung hat gezeigt, dass Maßnahmen nötig sind. Das wird sicher eine größere Baustelle.“ Robert Zach bestätigt: „Wir sind dort angehalten, mehr Schutz für die B180 zu realisieren.“ Um Topsicherheit bieten zu können, müsse weiter investiert werden.

FÜNF VARIANTEN. Derzeit sind fünf Varianten in Prüfung – zwei Galerie-Lösungen und zwei Tunnellösungen auf der B180 und sogar eine Umfahrung über Schweizer Gebiet mit neuer Innbrücke kurz vor der Staatsgrenze. Während die letzte wohl nicht als Sieger der Variantenprüfung hervorgehen dürfte, sind Tunnel oder Galerien zwischen der Kanzelkehre und der Tschingelsgalerie wohl realistischer. „Ihre Vorteile“ habe jedenfalls eine Galerie-lösung auf der Bestandsstraße, sagt Fachmann Zach, und sie erfüllt den Zweck: Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer. Aber wie gesagt: Die Variantenprüfung läuft noch. Allzu sehr drängt die Entscheidung nicht, da die Schweiz in den nächsten zwei Jahren große Straßenbaustellen einrichten wird, die ebenfalls mit Umleitungen u.ä. einhergehen – ein Verkehrschaos wäre programmiert, würde zudem Tirol die B180 dichtmachen. Fix dürfte sein: Welche Variante auch immer kommen wird, es wird ein zweistelliger Millionenbetrag werden.

MONITORING. Robert Zach ist aber sehr interessiert an einer schnellen Entscheidung: „Wir sind ganz engagiert dran“ – auch wenn der fragliche Bereich der B180 topkontrolliert wird. Der gesamte Bereich wird von der Gegenseite aus beobachtet. 120 Millionen Bildpunkte werden aufgenommen – jeder fallende Stein wird registriert. Zudem sind an besagtem Felsturm sogenannte Abstandsmesser installiert. „Der gesamte Bereich ist im Monitoring“, sagt DI Zach. Er und die übrigen Fachleute mussten in den letzten Jahren übrigens eine allgemeine Steigerung der Steinschlaggefährdung in Tirol feststellen: „Das hat uns alle überrascht“, so Zach.
 
„Sicherlich eine größere Baustelle“<br />
Bgm. Helmut Spöttl: „Die Räumung hat gezeigt, dass Maßnahmen nötig sind. Das wird sicher eine größere Baustelle.“ RS-Foto: Archiv
„Sicherlich eine größere Baustelle“<br />
DI Robert Zach: „Wir sind ganz engagiert dran.“ RS-Foto: Archiv
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