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Landeck | Chronik | 28. Mai 2019 | Bogdan Dujic

Spürnasen, die Leben retten können

Spürnasen, die Leben retten können
Ein Teil der Rot-Kreuz-Hundestaffel des Bezirks Landeck: Sophia Haueis (vertritt ihren Vater Peter Haueis), Melanie Strolz, Martin Pfeifer, Manfred Probst (hinten v.l.), Susanne Falch und Elena Köhle (vorne, v. l.). RS-Foto: Zangerl
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Hundestaffel „Mantrailer“ des Roten Kreuzes im Portrait


 

Der Einsatz ausgebildeter Suchhunde gilt als die sicherste bzw. schnellste Methode, vermisste oder verschüttete Personen zu finden. Die Hundestaffel „Mantrailer“ des Roten Kreuzes des Bezirkes Landeck arbeitet künftig auch mit Wohn- und Pflegeheimen zusammen – auch hier kann das Hilfsangebot lebensrettend sein.

 

Von Elisabeth Zangerl

 

Der Fokus der Hundestaffel des Roten Kreuzes Landeck unter Bezirkskommandant Daniel Falch liegt im Bereich „Mantrailing“, also der Personensuche unter Einsatz von Personenspürhunden. Genutzt wird dabei der hervorragende Geruchsinn der Hunde. Der Unterschied zwischen einem Mantrailer und anderen Suchhunden besteht darin, dass der Mantrailer bei der Suche verschiedenste menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann und die Fähigkeit besitzt, sich ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person zu orientieren. Susanne Falch aus St. Anton, Mitglied der Rot-Kreuz-Hundestaffel, erklärt: „Diese Hunde suchen spezifisch nach einem Individualgeruch.“ Aufgenommen kann dieser individuelle Geruch einer vermissten Person beispielsweise durch ein Kleidungsstück, einen Autositz, Bettwäsche etc., werden.

 

EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT. Aktuell zählt die Rot-Kreuz-Hundestaffel acht aktive Mitglieder, drei Junghunde und drei Einsatzhunde: Sally, Milow und Caya. Susanne Falch erklärt: „Wir trainieren wöchentlich fünf Stunden.“ Hervorheben möchte sie Gilbert Hörschläger, ein ehemaliges und langjähriges Mitglied der Hundestaffel, dessen Hund kürzlich verstorben ist. Gearbeitet wird übrigens komplett ehrenamtlich. Das Einsatzgebiet ist der ganze Bezirk Landeck, das Aufgabengebiet ist ebenfalls ein großes: „Man kann uns bei abgängigen Menschen mit Demenz, Menschen, bei denen Suizidgefahr besteht, aber auch grundsätzlich bei allen abgängigen Menschen rufen.“ Die Hundestaffel arbeitet auch mit Seniorenheimen zusammen: Demnächst wird das Angebot im Altersheim in Landeck vorgestellt, „Kooperationen mit weiteren Altersheimen sind auch geplant – wir sind im Notfall auf Abruf da“, sagt Falch. Besonders bei der Suche nach dementen Menschen ist das Mantrailing ein unerlässliches Hilfsmittel. Kooperiert wird nicht nur mit Altersheimen, auch mit Bildungseinrichtungen im Bezirk, denn auch Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Aspekt. Erreichbar ist die Hundestaffel im Notfall über den Notruf des Roten Kreuzes (144). Das Echo der Mitglieder der Bezirks-Rot-Kreuz-Hundestaffel ist klar: „Das Angebot wird gut angenommen, die Nachfrage wird immer größer.“

 

Susanne Falch mit dem langjährigen Mitglied der Hundestaffel Gilbert Hörschläger. RS-Foto: Zangerl


Drei der insgesamt sechs Hunde der Rot-Kreuz-Hundestaffel des Bezirks Landeck. RS-Foto: Zangerl
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