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Landeck | Chronik | 24. März 2020 | Daniel Haueis

„Wir sind vorbereitet“

„Wir sind vorbereitet“
Prim. Ewald Wöll: Von der Schutzbekleidung bis zur Überprüfung der technischen Versorgung ist an alle notwendigen Vorkehrungen zum Wohl von Patienten und Mitarbeitern gedacht. Foto: Mathias Brabetz/Krankenhaus St. Vinzenz Zams
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Arbeit im Krankenhaus Zams – Notkrankenstation


 

Das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams wird auch in Coronavirus-Zeiten die Versorgung der Patienten im Oberland gewährleisten. Es werden dort derzeit etliche Erkrankte und Verdachtsfälle behandelt.

 

Von Daniel Haueis

 

Laut Prim. Dr. Ewald Wöll laufen die Planungen und Vorbereitungen bereits seit Wochen. „Wir orientieren uns dabei an den bisherigen Lernerfahrungen und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den bereits bekannten Krisenregionen. Es besteht auch fortlaufender Kontakt mit den Ärzten in diesen Regionen. Wir tauschen uns regelmäßig aus und arbeiten die Verbesserungsvorschläge dieser Kolleginnen und Kollegen sofort in unsere Pläne mit ein. Davon profitieren wir.“ Die St.-Vinzenz-Mitarbeiter seien bestens ausgebildet und arbeiten mit vollem Einsatz, Material sowie Medizin- und Haustechnik sind für die Anforderungen gerüstet. Der Betrieb läuft auf allen Stationen für Akut-Patienten uneingeschränkt weiter, geplante Operationen und Ambulanzbesuche mussten allerdings verschoben werden. Grundsätzlich wurde der Betrieb auf den Coronavirus ausgerichtet: „Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, um Verdachtsfälle und Infizierte zu isolieren und zu behandeln. Für nicht Corona-Patienten wurden zwei Stationen definiert, um auch hier die gewohnt hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten“, sagt Geschäftsführer Dipl.-KH-Bw. Bernhard Guggenbichler. Mit Stand Freitag (20. März) 11 Uhr wurden in St. Vinzenz 19 Verdachtsfälle und 17 bestätigte Fälle behandelt. Infizierte Krankenhaus-Mitarbeiter gab‘s damals einen: Einen Turnusarzt, der in Heimquarantäne ist.

 

NOTKRANKENSTATION. Laut Dr. Ewald Wöll wurde ein Krisenstab eingerichtet, der als Schnittstelle agiert: „Der Krisenstab arbeitet rund um die Uhr. Dadurch sind wir in der Lage, unsere Maßnahmen den aktuellen Entwicklungen und Anforderungen optimal anzupassen. Als Team werden wir alles daran setzen, bestmöglich auf die kommenden Tage und Wochen zu reagieren. Wir werden uns mit aller Sorgfalt und Kompetenz um die am Coronavirus erkrankten Patieninnen und Patienten kümmern.“ Gleichzeitig werde alles darangesetzt, die Handlungsfähigkeit in allen Spitalsbereichen aufrecht zu erhalten. „Ich bin guten Mutes, dass wir das mit vereinten Kräften bewältigen“, sagt der Ärztliche Direktor. Das Hotel, das Notkrankenstation wird, gab‘s am Freitag noch nicht – aber eine andere Lösung: „Als Notkrankenstation wird im ersten Schritt die Med-Alp eingerichtet und die Patienten vom dortigen Personal betreut. Die Med-Alp ist in personeller und apparativer Hinsicht dafür ausgestattet“, berichtet Bernhard Guggenbichler. Das Hotel würde erst im zweiten Schritt kommen: „Hier sind die Planungen noch im Laufen.“

 

Falschmeldungen

Das Krankenhaus St. Vinzenz hat sich vergangene Woche auf seiner Homepage (khzams.at) gegen Falschmeldungen gewehrt: „Angesichts zahlreicher Falschmeldungen, die über soziale Netzwerke in der Öffentlichkeit kursieren, dürfen wir festhalten: Das Krankenhaus Zams ist voll umfänglich einsatzfähig. Alle Betriebsbereiche sind voll funktionsfähig. Allerdings bereiten wir uns intensiv auf ein verstärktes Auftreten von Corona-Patienten vor.“ Das Verbreiten von Fehlinformationen sei fahrlässig und im strafrechtlichen Sinn relevant. Ein Teil der Bürgerpflicht sei es nun, sorgsam und fundiert zu kommunizieren. „Sie können uns jetzt aktiv unterstützen: Tragen Sie dazu bei, die Kette jeglicher Falschinformation zu durchtrennen. Damit verhindern wir gemeinsam Verunsicherung“, sagt die kollegiale Führung des Krankenhauses Zams, Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler, Ärztlicher Direktor Ewald Wöll und stellvertretender Pflegedirektor
Dominik Siegele.
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