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Landeck | Kultur | 26. Juli 2022 | Von Christina Hötzel

Kinder erobern Kunstwelten

Kinder erobern Kunstwelten<br />
Caroline Falch (Horizont), Sophia Kainzner und Janine Weger vor dem Banner des „Kultur wächst nach“-Festivals RS-Foto: Hötzel
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Landeck  Von Christina Hötzel
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Landeck Jugend- und Bildungshaus Sophie Scholl
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Workshop an Malmaschinen in der Pfadiau

Bunt und kreativ ging es im alternativen Jugend- und Bildungshaus Sophie Scholl in der Pfadiau zu. Unter dem Motto „Kultur wächst nach“ gab es tirolweit zehn Tage lang verschiedene Kunst- und Kulturveranstaltungen, so auch in Perjen am Zusammenfluss von Sanna und Inn. Zu neuen Ufern in der Malerei brachen die Kinder im Malmaschinen-Workshop auf.
Von Christina Hötzel

Mit ihren Lieblingsfarben schritten die jungen Maler an der Drehscheibe, dem Pendel oder der Kettenschnur ans Werk. Zuvor hatten sie in einer Kurzpräsentation systematische Malprozesse aus der zeitgenössischen Kunst erlernt. Von der Höhlenmalerei, die zum „Aufschreiben“ von Ereignissen diente, bis zur analytischen Malerei, bei der nach Plan Punkte und Striche gesetzt werden, erhielten die Kinder einen kunstgeschichtlichen Abriss. Dann schnappten sie sich eine weiße oder schwarze Leinwand und legten los. „Orange passt super zur schwarzen Leinwand“, fand ein Mädchen und füllte den Becher des Pendels mit der Farbe auf. „Da muss noch etwas Wasser hinzu, sonst tropft es nicht schnell genug auf die Leinwand“, half Janine Weger, die Workshopleiterin. Angeschubst, verrichtete die Malmaschine von selbst ihr Werk, indem sie über der Leinwand kreiste und hin- und herpendelte. So entstanden spiralförmige Linien und Farbklekse.

UNGEBREMSTE KREATIVITÄT. Die „Kultur wächst nach“-Initiative fordert ihr junges und junggebliebenes Publikum dazu auf, über die eigenen Grenzen hinaus, mutig neue Welten zu erobern. Die Acht- bis Zehnjährigen experimentierten mit neuen Formen der Darstellung. „Die einzelnen Veranstaltungen kommen sehr gut an. Entstanden ist die Idee im Zillertal. Wir gehen auch in viele kleine Gemeinden“, freute sich Gerhard Kainzner. Seine Tochter Sophie betreute derweilen die Jungkünstler an der Drehscheibe, bestehend aus einem umgebauten Ventilator. Für ein Kunstwerk genügt auch eine gewöhnliche Kettenschnur, die sonst an den Stöpseln von Wasch- und Spülbecken hängt. Damit kann auch der jüngste Kunstschaffende wunderbar Schlangenlinien und Kreise über die Leinwand ziehen. Ganz konzentriert, waren die Kinder in ihrer Tätigkeit gefangen. Die Übrigen standen ruhig an den drei verschiedenen Stationen an. Am Ende hatten fast alle Maler Farbspritzer auf Gesicht und Kleidung, waren aber rundum zufrieden mit ihrer Leistung. Neue Kontakte hatten sie schnell geknüpft und vor der Veranstaltung auch schon gemeinsam Fangen gespielt oder einander neue Abzählreime beigebracht.
Kinder erobern Kunstwelten<br />
Malen mit der Kettenschnur. RS-Foto: Hötzel
Kinder erobern Kunstwelten<br />
An der Drehscheibe RS-Foto: Hötzel
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