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Landeck | Kultur | 15. Feber 2021 | Von Alois Pircher

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Eine alte Burg und moderne Technik RS-Foto: Pircher
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Landeck  Von Alois Pircher
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Schloss Wiesberg: Ein beliebtes Fotomotiv

Seit der Fertigstellung der Wiesbergbrücke (in den1880er-Jahren) der Arlberg-Eisenbahn sind diese imposante Brücke und die daneben liegende Burg eines der beliebtesten Fotomotive von Österreich. Die Eisenkonstruktion der Brücke wurde schon mehrmals dem steigenden Verkehr angepasst.
Von Luis Pircher

Burg Wiesberg kann aber auf eine viel längere Geschichte verweisen. 1271 wird ein Churer-Geschlecht „von Reichenberg“ als Vogt auf Wiesberg genannt und so vermutet man, dass diese Burg wie andere Burgen im Tiroler Oberland eine Gründung des Erzstiftes Chur ist. Viele bekannte Tiroler Adelsgeschlechter wie die Starkenberger und die Rottenburger werden als Vögte genannt. Im 14. Jahrhundert erhoben die Churer Fürstbischöfe wieder Besitzansprüche, die Burg wurde aber dem Tiroler Landesurbar zugeschlagen.

BESITZER WOLKENSTEINER. 1486 wird die Burg im privaten Besitz vermerkt. 1777 wird die bekannte Familie der „Wolkensteiner“ Besitzer der Burg und 1837 verkauft diese Familie die Burg an den Braunauer Schiffermeister Michael Fink. 1852 übernimmt der Staatsschatz (Aerars) die Anlage, aber schon 1859 wird der Pächter der Landwirtschaft, Martin Siegele, Besitzer der Burg. Um den Bau der Arlbergbahn ohne Probleme mit Nachbarn ausführen zu können, kaufen die k.u.k. Staatsbahnen die Burg samt Landwirtschaft in den 1870er-Jahren. Ein Bierbrauer aus Saalfelden war ab 1887 der nächste Besitzer der Anlage. Er begann mit dem Umbau der Burg zu einem Schlosshotel, finanzielle Schwierigkeiten verhinderten dies aber. 1889 erwarb die Familie Landfried, eine Industriellenfamilie aus Heidelberg, aus der Konkursmasse die Anlage und begann unverzüglich mit der Renovierung, Das Schloss wurde generalsaniert, mit den Werkstoffen und den Werkzeugen der damaligen Zeit. Auch heute noch im Besitz der Familie Landfried, zeigt sich das Schloss in bemerkenswert gutem Zustand.

ZWEI METER STARK. Einzig die Schlosskapelle, 1595 umgebaut und 1602 vom Brixner Fürstbischof geweiht, wurde von den Staatsbahnen abgerissen und ist heute nicht mehr existent. Die mittelalterliche Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert ist in der ursprünglichen Form noch erhalten. Sie ist zum Teil mehr als zwei Meter stark. Der fast quadratische Bergfried flankiert das Eingangstor. Das Pyramidendach wurde erst 1908 auf den Bergfried aufgesetzt. Der Bergfried ist durch ein kleines Gebäude (aus dem 15. Jahrhundert) mit dem Palas verbunden. Ein Zwinger mit Schießscharten lässt sich auf das Ende des 15. Jahrhunderts festmachen.
 
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Unter der Eisenbahn geht’s zur Burg. RS-Foto: Pircher
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