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Landeck | Kultur | 24. Jänner 2023 | Von Alois Pircher

Sonderpostamt und Film

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Die Verlassene RS-Foto: Pircher
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Landeck  Von Alois Pircher
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Mathias Schmid Ischgl Erwin Cimarolli
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Mathias Schmid Ausstellung in Ischgl

Zu seinem 100. Todesjahr wird des Paznauner Malers Mathias Schmid in vielfältiger Weise gedacht.
Von Alois Pircher

Als Auftakt im Jubiläumsjahr wurde an seinem Todestag, dem 22. Jänner, im Ischgler „Mathias-Schmid-Museum“ ein Sonderpostamt eingerichtet. Die österreichische Bundespost hat zu diesem Anlass auch drei Sondermarken aufgelegt. Erwin Cimarolli, er hat das Museum in Ischgl gegründet und betreibt es gemeinsam mit seiner Frau Margit, hat für dieses Jubiläumsjahr auch einen Film über Schmid herstellen lassen. Für das Drehbuch zeichnete sich Helmut Wenzel, für die Kamera Julian Pintarelli verantwortlich. In diesem kurzweiligen und sehr interessanten Film wird der Paznauner Maler in den Kontext seiner Zeit und der damaligen Kunstszene gestellt.

DER KÜNSTLER. Mathias Schmid ist sicherlich der bedeutendste Maler des Tiroler Oberlandes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. In See geboren, studierte Schmid in der bayrischen Residenzstadt und verbrachte auch einen großen Teil seines künstlerischen Lebens in München. Gemeinsam mit dem Pitztaler Alois Gabl und Franz von Defregger bestimmte er als Teil des „Tiroler Kleeblatts“ die Kunstszene in der bayrischen Landeshauptstadt. Bekannt wurde er für seine „Genrebilder“. Schmids Bilder sind im Gegensatz zu den Werken seiner Landsleute, meist sozial- wie auch gesellschaftskritisch zu interpretieren. Die in jenen Jahren, sowohl politisch wie auch gesellschaftlich bestimmende Geistlichkeit zeigte er häufig ironisch überhöht. In seinen späteren Jahren hielt er sich wieder vermehrt in seiner Paznauner Heimat auf und schuf auch viele Landschaftsbilder. Ein Besuch des Mathias-Schmid-Museum in Ischgl ist jederzeit ein Besuch wert, Briefmarkenfreunde sollten die Möglichkeit nützen die Marken und die Sonderstempel zu erwerben.



Neues Werk über Mathias Schmid
(dgh) Mathias Schmid (1835–1923) aus See bildete mit Franz von Defregger und Alois Gabl das sogenannte „Tiroler Kleeblatt“ an der Münchner Schule des Karl Theodor Piloty. Am 22. Jänner jährte sich sein Todestag zum 100. Mal, im Tyrolia-Verlag erscheint anlässlich dessen eine neue Gesamtschau: Sybille Moser-Ernst/Ursula Marinelli haben „Mathias Schmid – Gegen den Strich gemalt“ verfasst (ca. 320 Seiten, ca. 280 farb. und sw. Abb., 24 x 30 cm; geb. mit Schutzumschlag; Tyrolia-Verlag 2023, ISBN 978-3-7022-4071-4; ca. 39 Euro). Die Autorinnen der kunstwissenschaftlichen Analyse beleuchten das facettenreiche malerische Werk Schmids und erklären seine Motive und Kompositionen unter bildtheoretischen Aspekten. Die Biographie des Künstlers wird anhand neuer Quellenfunde im Kontext seiner ungewöhnlichen Mobilität nachgezeichnet. Das Buch erscheint im März 2022.

 
Sonderpostamt und Film
Ischgler Bürgermeister Werner Kurz, Erwin Cimaroli, Margit Cimaroli, Helmut Wenzel und Julian Pintarelli (v.l.). RS-Foto: Pircher
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Sonderstempel „Selbstporträt Mathias Schmid“ RS-Foto: Pircher
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„Mathias Schmid – Gegen den Strich gemalt“ Cover: Tyrolia
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