Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Wie alles anfing

Ausstellung zum Beginn des alpinen Fremdenverkehrs in der Silvretta

Dr. Andreas Brugger untersuchte für seine Dissertation die Geschichte der Alpenvereinshütten in der Silvretta und begab sich damit auch auf touristische Spurensuche. Es waren Alpenvereine, die den frühen Fremdenverkehr in unserer Region vorangetrieben haben.
29. August 2022 | von Von Alois Pircher
Wie alles anfing<br />
„Steckbrief“ der Jamtalhütte. RS-Foto: Pircher
Von Luis Pircher

1857 wurde der „British Alpine Club“ in London ins Leben gerufen, bei diesem Verein stand der „Sport“ ganz klar im Vordergrund, aufgenommen wurde nur derjenige, der schon einige 4 000er in den Alpen bestiegen hatte.

GRÜNDUNG DER ALPENVEREINE. 1862 wurde der österreichische Alpenverein (ÖAV) in Wien gegründet. Hier lag der Fokus klar auf der Wissenschaft, die Betrachtung und Dokumentation der Natur sollten die Hauptaufgabe sein. 1863 wurde der Schweizer Alpinclub (SAC) in Olten und 1869 der Deutsche Alpenverein (DAV) in München gegründet. Bei diesen beiden Vereinen lag das Hauptaugenmerk auf der Gründung von Sektionen und damit wurde der Startschuss für die Errichtung von Schutzhütten überall in den Alpen gegeben. 1873 schließlich erfolgte der Zusammenschluss des deutschen und des österreichischen Alpenvereins, die Gründungsversammlung fand in Bludenz statt. Von den verschiedenen Sektionen wurden in weiterer Folge zahlreiche Hütten in den österreichischen Alpen errichtet. Eine einzige Hütte des DAV gibt es auf Schweizer Staatsgebiet, die Heidelberger Hütte und diese liegt auch nur wenige Meter hinter der Staatsgrenze.

DER START. Schon 1864 veranstaltete der Schweizer Alpenverein eine Exkursion in die Silvretta. 1865 wurde mit dem „Silvrettahaus“ die erste Schutzhütte in der Silvretta errichtet. Bis 1914 wurden dann die meisten Hütten in dieser Region gebaut und so wurde für einen immer stärker werdenden Fremdenverkehr die Basis gelegt. In der Ausstellung im Alpinarium hat Brugger für jene Schutzhütten, die in diesen Jahren errichtet wurden, einen „Steckbrief“ erstellt. Man erfährt Ausführliches über die Schutzhütten, zum Beispiel über die Namensfindung, aber auch einige Kuriositäten und interessante Hüttenregeln der Frühzeit. Diese ursprünglich für das Berg- und Tourismusmuseum Gaschurn konzipierte Ausstellung informiert nun auch im Alpinarium über den Beginn des organisierten Bergsteigens in der Silvretta. Ein Pflichttermin für alle Bergfexen und an Regionalgeschichte Interessierten. Die Ausstellung ist bis 16. Oktober, während der Öffnungszeiten des Alpinariums Dienstag bis Sonntag, täglich von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen.
Wie alles anfing<br />
Dr. Andreas Brugger im Alpinarium in Galtür. RS-Foto: Pircher

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