Enttäuschte Hoffnungen
„Kaunertal-Ausbau“: Gemeinderat gegen Volksbefragung
9. Juli 2025 | von
Daniel Haueis
Bgm. Christian Kalsberger über eine mögliche Volksbefragung (die der Gemeinderat aber abgelehnt hat): „Es werden Hoffnungen geschürt, die dann nicht eintreffen.“ Foto: Magdalena Landerer
Die Entscheidung ist eine klare: Mehr als 80 Prozent der Kaunertaler Mandatare sind dagegen, dass eine Volksbefragung zur geplanten Erweiterung des Kaunertal-Kraftwerks stattfindet. Bgm. Christian Kalsberger ist also sicher nicht allein mit seiner Meinung: „Was erwartet man sich vom Ergebnis? Es werden Hoffnungen geschürt, die dann nicht eintreffen.“ Er spricht damit an, dass ein Volksbefragungsergebnis in einem UVP-Verfahren keine Relevanz hat – oder wie es das Land Tirol vor gut zwei Monaten auf RUNDSCHAU-Nachfrage ausgedrückt hat: „Einen direkten Einfluss auf das Verfahren durch eine Volksbefragung sehen die Gesetze nicht vor.“ Für die Bürgerinitiative „für ein lebenswertes Kaunertal“ ist das Ergebnis der Abstimmung dennoch „sehr ernüchternd und enttäuschend“. Es würden mittlerweile sehr viele Volksbefragungen in Tirol zu anderen Projekten durchgeführt, die weit kleiner sind. Die Bürgerinitiative hätte sich gewünscht, dass die Kaunertaler Bevölkerung nach 20 Jahren Kraftwerksdiskussion die Möglichkeit bekommen hätte, wie in Pfunds und im Ötztal, über das Projekt abzustimmen.
ZWEI MEINUNGEN. Bgm. Kalsberger merkt dazu nochmals an: „Man kann es nicht verhindern“ (durch eine Volksbefragung) – zudem müssten auch die Gegner akzeptieren, dass es zwei Meinungen gebe. Kalsberger glaubt zudem, dass es dieselben Probleme geben würde, wenn man z.B. eine Batterienanlage und nicht einen Pumpspeicher diskutieren würde. Der Bürgermeister selbst steht hinter der Wasserkraft und damit verbundener Energieautonomie vom Ausland und meint: „Seit 60 Jahren sind wir Standortgemeinde und bei Gott nicht immer schlecht gefahren“ – anders gesagt: Die Tiwag war aus seiner Sicht wohl Partner des Kaunertals und nicht Feind. Und zum Sicherheitsaspekt sagt der Bürgermeister: „Der Gepatschspeicher ist die beste Sicherheitseinrichtung, die es überhaupt gibt.“ Die Frage, die sich ihm stellt, ist, wie die Baustelle nahe dem Gepatschspeicher-Damm im Versetz im Falle der Genehmigung des Projekts abgewickelt wird, wie sich etwa der Baustellenverkehr mit dem touristischen Ansatz der Nachhaltigkeit vereinbaren lässt.
ZWEI MEINUNGEN. Bgm. Kalsberger merkt dazu nochmals an: „Man kann es nicht verhindern“ (durch eine Volksbefragung) – zudem müssten auch die Gegner akzeptieren, dass es zwei Meinungen gebe. Kalsberger glaubt zudem, dass es dieselben Probleme geben würde, wenn man z.B. eine Batterienanlage und nicht einen Pumpspeicher diskutieren würde. Der Bürgermeister selbst steht hinter der Wasserkraft und damit verbundener Energieautonomie vom Ausland und meint: „Seit 60 Jahren sind wir Standortgemeinde und bei Gott nicht immer schlecht gefahren“ – anders gesagt: Die Tiwag war aus seiner Sicht wohl Partner des Kaunertals und nicht Feind. Und zum Sicherheitsaspekt sagt der Bürgermeister: „Der Gepatschspeicher ist die beste Sicherheitseinrichtung, die es überhaupt gibt.“ Die Frage, die sich ihm stellt, ist, wie die Baustelle nahe dem Gepatschspeicher-Damm im Versetz im Falle der Genehmigung des Projekts abgewickelt wird, wie sich etwa der Baustellenverkehr mit dem touristischen Ansatz der Nachhaltigkeit vereinbaren lässt.