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Erneuerung in zwei Etappen

Hochfinstermünz: Denkmalamt bestätigt Planungen

Ein anonymes Schreiben mit Planunterlagen, das im Februar an Behörden und Medien geschickt wurde, hat mögliche Pläne zur Revitalisierung des ehemaligen Hotels Hochfinstermünz an der Reschenstraße öffentlich gemacht. Das Schreiben löste zahlreiche Reaktionen aus.
17. März 2026 | von Herbert Tiefenbacher
Erneuerung in zwei Etappen
Hochfinstermünz: Pläne sehen den Abbruch von Nordgebäude und Garage sowie im Mittelgebäude einen Shop-, Bar- und Cafebereich vor; später ist die Sanierung des Hotels geplant. Foto: Herbert Tiefenbacher
In dem Schreiben wird vor möglichen Verkehrsrisiken bei einem Hotel- und Gastronomiebetrieb an dieser Stelle gewarnt. Besonders kritisch beurteilt die Verfasserin die stark frequentierte Reschenstraße sowie die geplante Parkplatzsituation auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Schreiben ging unter anderem an das Baubezirksamt Imst und die Gemeinde Nauders. Über deren Stellungnahmen wurde bereits berichtet.

BUNDESDENKMALAMT KONTAKTIERT. Auch das Bundesdenkmalamt in Innsbruck wurde von der RUNDSCHAU kontaktiert. Hintergrund: Planunterlagen für ein denkmalgeschütztes Gebäude liegen vor. Es wurde um Bestätigung gebeten, ob entsprechende Planungen bekannt sind und ob bereits Abstimmungen mit dem Denkmalamt stattfinden.

DENKMALAMT REAGIERT. Das Bundesdenkmalamt teilte zunächst mit, dass man mit zahlreichen Anfragen konfrontiert sei. „Wir haben nun mit dem Planer Kontakt aufgenommen. Bis dahin müssen Sie sich gedulden, da wir erst nach Einholen aller Informationen eine Stellungnahme abgeben können“, erklärte eine Mitarbeiterin. In einer schriftlichen Antwort des Referats für Öffentlichkeitsarbeit heißt es schließlich: „Für das ehemalige Hotel Hochfinstermünz ist ein Revitalisierungsprojekt in Planung. Die Planungsschritte werden – wie bei anderen Denkmalprojekten – mit dem Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Tirol, abgestimmt.“

GRUNDLAGEN ABKLÄREN. Der Eigentümer erklärte im Zuge der medialen Berichterstattung, dass die vorliegenden Unterlagen lediglich ein Vorentwurf zur Kostenermittlung und Variantenprüfung seien. Eine Bestandsaufnahme samt Vermessung sei bereits erfolgt; weitere Grundlagen müssten nun mit den Behörden geklärt werden. „Das dauert sicher ein Jahr. Ein Baubeginn ist frühestens im Herbst kommenden Jahres möglich – nicht heuer, wie im Schreiben behauptet.“

ERSTE BAUSTUFE. Geplant ist eine Umsetzung in zwei Baustufen. In der ersten sollen das nördliche Gebäude des Ensembles sowie das Garagengebäude abgebrochen werden. An deren Stelle ist ein Parkplatz vorgesehen. Im Mittelgebäude mit nördlichem Anbau sollen im Erdgeschoss ein Shop-, Bar- und Cafébereich mit rund 50 Sitzplätzen, WC-Anlagen, Küchenbereich mit Kühlraum, Müll­insel sowie ein Wintergarten mit etwa 46 Sitzplätzen entstehen. Im ersten Obergeschoss sind Büros, Lagerflächen und eine Terrasse mit rund 51 Sitzplätzen geplant.

ZWEITE BAUSTUFE. In einer zweiten Baustufe ist die Sanierung des bestehenden Hotels vorgesehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite – im Bereich der Kapelle zum hl. Karl Borromäus – ist laut Plänen eine Einstiegsstation für einen Schräg­aufzug zur Klausenanlage Altfinstermünz sowie eine Erweiterung des Parkplatzes um 28 Wohnmobil- und Pkw-Stellplätze vorgesehen.

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