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„Es ist immer stark nachgefragt“

Oberland: Das Frauenhaus ist zu 96 Prozent ausgelastet – weitere Schutzwohnung geplant

Vor mehr als zwei Jahren wurde das Frauenhaus Oberland in Betrieb genommen. Es ist fast ständig voll belegt, weiß Mag. Gabriele Plattner, Geschäftsführerin des Frauenhauses Tirol, zu dem die Oberländer Einrichtung gehört.
8. Juli 2025 | von Daniel Haueis
„Es ist immer stark nachgefragt“
LH Anton Mattle, Gabriele Plattner und LR Eva Pawlata (v. l.) Ende April 2023 bei der Eröffnung des Frauenhauses Oberland. Foto: Land Tirol/Krepper
Im Oberland stehen seit Eröffnung Ende April 2023 fünf barrierefreie Wohneinheiten zur Verfügung, in denen fünf Frauen und etwa sechs Kinder im Falle des Falles Platz finden. Und leider ist dies oft der Fall: „Es ist immer stark nachgefragt“, sagt Mag. Gabriele Plattner. Die Frauen/Kinder verbringen im Schnitt etwa fünf Monate in der Oberländer Einrichtung. In den ersten beiden Jahren – von Mai 2023 bis Mai 2025 – haben 42 Personen (21 Frauen und 21 Kinder) im Frauenhaus Oberland Schutz, Unterkunft und Unterstützung gesucht. „Insgesamt waren das 7.730 Aufenthaltstage“, berichtet Mag. Plattner. Bei einem Platzangebot in diesen zwei Jahren von 8.030 Aufenthaltstagen (fünf Frauen plus ca. sechs Kinder) bedeutet das eine Auslastung von 96 Prozent!

„ES FUNKTIONIERT GUT.“ „Es funktioniert gut“, sagt Plattner, aber im Oberland liegen andere Strukturen vor als im Zentralraum. Das Oberländer Schutzhaus ist nicht rund um die Uhr besetzt, deshalb ist es nötig, dass die Frauen trotz der aktuellen Belastung zu einem gewissen Grad selbstständig sind. Für Schutz suchende Frauen, die z.B. einen ständig verfügbaren Ansprechpartner brauchen, ist das Haus im Tiroler Zentralraum geeigneter. Im Oberland sind jedenfalls eine Leiterin und eine Mitarbeiterin im Frauenbereich beschäftigt, zudem eine Teilzeitmit­arbeiterin im Kinderbereich. Sie übernehmen auch Nachbetreuungsaufgaben und führen Infoveranstaltungen durch, zudem betreuen sie neben dem Frauenhaus eine Schutzwohnung im Oberland. Und: „Es soll eine zweite Schutzwohnung kommen“, kündigt Gabi Plattner eine Erweiterung des Angebots in der Region an.

SPENDEN. Der Betrieb des Frauenhauses Oberland ist heuer gesichert, wie’s in Zukunft ausschaut, ist erst zu klären. Wer die Oberländer Einrichtung unterstützen will, kann dies über das Spendenkonto bei der Tiroler Sparkasse tun – IBAN: AT112050300000046797 (mit Kennwort „Frauenhaus Oberland“ kommt die Spende der Einrichtung in der Region zugute). „Wir sind sehr froh um Spendengelder“, sagt Gabi Plattner. Wer Hilfe benötigt, kann sich unter 0676845702222 oder via wohnen-oberland@frauenhaus-tirol.at an die Einrichtung wenden. Erreichbar ist sie Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr; außerhalb dieser Zeiten kann man (rund um die Uhr) 0512342112 kontaktieren. Nähere Informationen gibt es auf https://frauenhaus-tirol.at.

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