GKW Paznaun am Wendepunkt
Entscheidung über Bau oder Verkauf steht bevor
10. Feber 2026 | von
Herbert Tiefenbacher
Die Trisanna im Paznaun: Aus ihrem Wasser soll das Gemeinschaftskraftwerk jährlich rund 34 GWh Strom für etwa 10.000 Haushalte erzeugen. Foto: Herbert Tiefenbacher
Das Gemeinschaftskraftwerk Paznaun (GKW Paznaun) befindet sich Anfang 2026 in einer entscheidenden Phase. Nachdem Anfang 2024 sämtliche wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen rechtskräftig wurden und ursprünglich ein Baustart für Herbst 2025 mit Fertigstellung 2027 vorgesehen war, ist die weitere Umsetzung derzeit offen.
UPDATE IM GEMEINDERAT. Ende Jänner stand in der Gemeinderatssitzung in Ischgl ein umfassendes Projektupdate auf der Tagesordnung. Ziel war, den aktuellen Stand des Projekts zu vermitteln und die Grundlage für die bevorstehenden Grundsatzbeschlüsse der beteiligten Gemeinden zu schaffen.
PRÜFUNG DER VARIANTEN. Seit 1. April 2025 führen DI Marco Pallhuber und DI Peter Dirninger die Geschäfte. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Varianten geprüft, insbesondere eine Stollenlösung zur Entlastung des Ortskerns von See. Laut Behörden würde eine solche Änderung jedoch ein neues Genehmigungsverfahren erforderlich machen und die bestehenden Bescheide gefährden. Zudem lägen die Mehrkosten bei rund 15 Millionen Euro gegenüber der genehmigten Trasse entlang der B188. Wirtschaftlich gilt daher ausschließlich die eingereichte Variante als darstellbar (realisierbar).
INVESTORENGESPRÄCHE. Parallel dazu führte die Geschäftsführung mehr als 20 Gespräche mit potenziellen Investoren, um eine Finanzierung innerhalb der möglichen Gemeindehaftungen sicherzustellen. Dabei zeigte sich, dass nur die genehmigte Variante entlang der Hauptstraße energiewirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist. Im Zuge dieser Gespräche wurde auch ein Kaufangebot für das Projekt gelegt – ebenfalls auf Basis der genehmigten Planung. Eine Entscheidung über Eigenumsetzung oder Verkauf soll noch im ersten Quartal 2026 fallen; die beteiligten Gemeinden werden dazu entsprechende Grundsatzbeschlüsse fassen.
NOCH ZURÜCKHALTEND. Bgm. Michael Zangerl (See) betont die Dynamik der aktuellen Phase: „Es tut sich in diesem Bereich momentan vieles.“ Die Geschäftsführung der Gemeinschaftskraftwerk Paznaun GmbH hält sich noch zurück und erklärt dazu: „In den kommenden Wochen werden die beteiligten Gemeinden Grundsatzentscheidungen treffen. Wir ersuchen um Verständnis, dass wir bis dahin keine inhaltlichen Detailfragen beantworten können. Nach Vorliegen der Beschlüsse werden wir transparent über den weiteren Projektweg informieren.“
INVESTITION UND AUSBLICK. Zuletzt wurde die Investitionssumme mit rund 47 Millionen Euro beziffert – deutlich mehr als in frühen Planungen. Preissteigerungen von über 50 Prozent in den vergangenen Jahren haben das Projekt massiv verteuert. Vorgesehen ist eine Jahresproduktion von rund 34 GWh Strom, ausreichend für etwa 10.000 Haushalte. Klar ist: Nach mehr als einem Jahrzehnt an Verfahren und Vorbereitungen steht das Projekt erneut an einem Wendepunkt.
UPDATE IM GEMEINDERAT. Ende Jänner stand in der Gemeinderatssitzung in Ischgl ein umfassendes Projektupdate auf der Tagesordnung. Ziel war, den aktuellen Stand des Projekts zu vermitteln und die Grundlage für die bevorstehenden Grundsatzbeschlüsse der beteiligten Gemeinden zu schaffen.
PRÜFUNG DER VARIANTEN. Seit 1. April 2025 führen DI Marco Pallhuber und DI Peter Dirninger die Geschäfte. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Varianten geprüft, insbesondere eine Stollenlösung zur Entlastung des Ortskerns von See. Laut Behörden würde eine solche Änderung jedoch ein neues Genehmigungsverfahren erforderlich machen und die bestehenden Bescheide gefährden. Zudem lägen die Mehrkosten bei rund 15 Millionen Euro gegenüber der genehmigten Trasse entlang der B188. Wirtschaftlich gilt daher ausschließlich die eingereichte Variante als darstellbar (realisierbar).
INVESTORENGESPRÄCHE. Parallel dazu führte die Geschäftsführung mehr als 20 Gespräche mit potenziellen Investoren, um eine Finanzierung innerhalb der möglichen Gemeindehaftungen sicherzustellen. Dabei zeigte sich, dass nur die genehmigte Variante entlang der Hauptstraße energiewirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist. Im Zuge dieser Gespräche wurde auch ein Kaufangebot für das Projekt gelegt – ebenfalls auf Basis der genehmigten Planung. Eine Entscheidung über Eigenumsetzung oder Verkauf soll noch im ersten Quartal 2026 fallen; die beteiligten Gemeinden werden dazu entsprechende Grundsatzbeschlüsse fassen.
NOCH ZURÜCKHALTEND. Bgm. Michael Zangerl (See) betont die Dynamik der aktuellen Phase: „Es tut sich in diesem Bereich momentan vieles.“ Die Geschäftsführung der Gemeinschaftskraftwerk Paznaun GmbH hält sich noch zurück und erklärt dazu: „In den kommenden Wochen werden die beteiligten Gemeinden Grundsatzentscheidungen treffen. Wir ersuchen um Verständnis, dass wir bis dahin keine inhaltlichen Detailfragen beantworten können. Nach Vorliegen der Beschlüsse werden wir transparent über den weiteren Projektweg informieren.“
INVESTITION UND AUSBLICK. Zuletzt wurde die Investitionssumme mit rund 47 Millionen Euro beziffert – deutlich mehr als in frühen Planungen. Preissteigerungen von über 50 Prozent in den vergangenen Jahren haben das Projekt massiv verteuert. Vorgesehen ist eine Jahresproduktion von rund 34 GWh Strom, ausreichend für etwa 10.000 Haushalte. Klar ist: Nach mehr als einem Jahrzehnt an Verfahren und Vorbereitungen steht das Projekt erneut an einem Wendepunkt.