Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Jeder fünfte Unfall in Tirol

999 Verletzte bei Alpinunfällen im Bezirk Landeck

In den Bergen im Bezirk Landeck verunfallten im vergangenen Jahr 1.436 Menschen, meist auf der Skipiste. Tödlich endet glücklicherweise nur ein relativ kleiner Teil.
27. Feber 2024 | von Daniel Haueis
Jeder fünfte Unfall in Tirol
Der Bezirk (im Bild: Fließ) bietet jede Menge alpiner Angebote, seien es Wanderwege, Kletterregionen oder Skigebiete – das bedeutet Spaß und Erholung, aber auch Unfallgefahr. Foto: Haueis
 Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit hat die von der Alpinpolizei erhobenen Alpinunfälle in Österreich im Jahr 2023 ausgewertet. Die Zahl der Alpintoten lag demnach im vergangenen Jahr unter dem 10-Jahres-Mittel – auch in Land­eck: Starben im Schnitt der letzten zehn Jahre 12,8 Menschen pro Jahr in den Landecker Bergen, so waren es 2023 „nur“ zehn. Zwei Menschen sind bei (Ski-)Touren ums Leben gekommen, einer auf der Piste bzw. Skiroute, drei bei Variantenfahrten und vier beim Wandern oder Bergsteigen. Die Zahl der Landecker Bergtoten ist im Bezirksvergleich nicht sonderlich auffällig – deren Zahl schwankt in den Tiroler Bezirken von sieben bis 19, die zehn in Landeck sind 11,4 Prozent. Die 999 Verletzten im Bezirk Landeck aber sind der Spitzenwert und 22,6 Prozent der Tiroler Verletzten. „Spitze“ ist Landeck auch bei den Verunfallten insgesamt: 1.436 im Jahr 2023 sind 22,1 Prozent. Es überwiegen Unfälle auf Piste oder Skiroute (994), Wanderer und Bergsteiger verunglückten 112 Mal, dann folgen bereits Mountainbiker (106 Verunfallte), recht unfallträchtig sind auch Variantenfahrten (86) und Skitouren (46). Anders gesagt: Gut jeder fünfte Alpinunfall in Tirol passiert in Land­eck, der Anteil der Alpintoten aber ist nur rund halb so groß. Im Gegensatz zur Zahl der Toten, bei der in Landeck ein Minus zu verzeichnen war, sind die Unfall- und Verletztenzahlen im Bezirk 2023 um rund 30 Prozent gestiegen.

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