Jedes Bauwerk erhöht den Schutzgrad
9,25 Millionen Euro für mehr Sicherheit vor dem Steißbach in St. Anton
9. September 2025 | von
Daniel Haueis
Der Steißbach fließt mitten durch St. Anton – die „Wildbach“ sieht eine Reihe von Maßnahmen über den gesamten Verlauf des Baches vor, die im Laufe eines Jahrzehnts umgesetzt werden. RS-Foto: Herbert Berger
Geflutete Keller, weggespülte Fahrzeuge, beschädigte Gebäude u.a.m. (aber glücklicherweise keine Verletzten oder Toten) waren die Folge des Murenunglücks am 16. August 2024 in St. Anton. In den gefüllten Auffangbecken entlang des Steißbachs waren bis zu zehn Bagger und 50 Lkws eingesetzt, um die rund 60.000 Kubikmeter Material zur Deponie im Verwalltal zu transportieren. DI Daniel Kurz, Gebietsbauleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Oberes Inntal, und sein Team haben umgehend die Arbeit aufgenommen, um Derartiges künftig zu verhindern. Nun steht fest, wie dies geschehen soll.
MASSNAHMEN. „Geplant ist ein umfangreiches Projekt, das verschiedenste Maßnahmen über den gesamten Verlauf des Steißbaches vorsieht, das vorwiegend der Geschiebebindung und dem Geschieberückhalt dient“, sagt DI Kurz. Es soll der Durchlass im Bereich der Bahnlinie ertüchtigt werden, auch ein Bypass für den Überlastfall ist vorgesehen. Das Rückhaltevolumen des Geschiebebeckens im Bereich Moos soll vergrößert und oberhalb ein Filterbauwerk zum Rückhalt von Wildholz und Grobgeschiebe umgesetzt werden. Im Schluchtbereich sind zudem zwei große Sperren geplant, die zusätzlich Geschiebe binden sollen.
ZEITPLAN UND KOSTEN. Diesen Herbst ist geplant, die Instandsetzungsmaßnahmen des Ortsgerinnes in Angriff zu nehmen und hier vor allem den Bereich der Brücke der alten Arlbergstraße bis zum Geschiebebecken im Bereich des Museums zu sanieren. 2026 soll der Umbau des Geschiebebeckens im Bereich Moos (samt Erhöhung der Geschiebeaufnahmekapazität) erfolgen sowie mit dem Bau eines Filterbauwerkes oberhalb des Beckens begonnen werden. Diese beiden Vorhaben nennt DI Kurz „ganz wesentliche Maßnahmen“. „In den weiteren Jahren wird das gesamte Projekt dann weiter Zug um Zug umgesetzt“, sagt der Gebietsbauleiter. Er fügt an: „Mit jedem errichteten Bauwerk wird der Schutzgrad deutlich erhöht.“
FREUDE IN ST. ANTON. All die Maßnahmen werden zur erhöhten Sicherheit St. Antons führen – sie kosten in Summe geplant 9,25 Millionen Euro. Rund 1,4 Millionen Euro davon hat die Gemeinde zu übernehmen (den Rest bezahlen Bund/WLV und Land, auch die ÖBB und die Landesstraße als Interessenten). St. Antons Bauamtsleiter DI Michael Rainer kommentiert das Projekt mit: „Wir sind froh, dass das Projekt jetzt angegangen wird.“ So werde in den nächsten knapp zehn Jahren die Gefahr durch den Steißbach abgemildert, auch wenn es bei Naturgefahren keine 100-prozentige Sicherheit gibt, wie er anmerkt.
MASSNAHMEN. „Geplant ist ein umfangreiches Projekt, das verschiedenste Maßnahmen über den gesamten Verlauf des Steißbaches vorsieht, das vorwiegend der Geschiebebindung und dem Geschieberückhalt dient“, sagt DI Kurz. Es soll der Durchlass im Bereich der Bahnlinie ertüchtigt werden, auch ein Bypass für den Überlastfall ist vorgesehen. Das Rückhaltevolumen des Geschiebebeckens im Bereich Moos soll vergrößert und oberhalb ein Filterbauwerk zum Rückhalt von Wildholz und Grobgeschiebe umgesetzt werden. Im Schluchtbereich sind zudem zwei große Sperren geplant, die zusätzlich Geschiebe binden sollen.
ZEITPLAN UND KOSTEN. Diesen Herbst ist geplant, die Instandsetzungsmaßnahmen des Ortsgerinnes in Angriff zu nehmen und hier vor allem den Bereich der Brücke der alten Arlbergstraße bis zum Geschiebebecken im Bereich des Museums zu sanieren. 2026 soll der Umbau des Geschiebebeckens im Bereich Moos (samt Erhöhung der Geschiebeaufnahmekapazität) erfolgen sowie mit dem Bau eines Filterbauwerkes oberhalb des Beckens begonnen werden. Diese beiden Vorhaben nennt DI Kurz „ganz wesentliche Maßnahmen“. „In den weiteren Jahren wird das gesamte Projekt dann weiter Zug um Zug umgesetzt“, sagt der Gebietsbauleiter. Er fügt an: „Mit jedem errichteten Bauwerk wird der Schutzgrad deutlich erhöht.“
FREUDE IN ST. ANTON. All die Maßnahmen werden zur erhöhten Sicherheit St. Antons führen – sie kosten in Summe geplant 9,25 Millionen Euro. Rund 1,4 Millionen Euro davon hat die Gemeinde zu übernehmen (den Rest bezahlen Bund/WLV und Land, auch die ÖBB und die Landesstraße als Interessenten). St. Antons Bauamtsleiter DI Michael Rainer kommentiert das Projekt mit: „Wir sind froh, dass das Projekt jetzt angegangen wird.“ So werde in den nächsten knapp zehn Jahren die Gefahr durch den Steißbach abgemildert, auch wenn es bei Naturgefahren keine 100-prozentige Sicherheit gibt, wie er anmerkt.

