Nach der Decke gestreckt
Stadt Landeck gelingt ausgeglichenes Budget 2026
16. Dezember 2025 | von
Herbert Tiefenbacher
StR Philipp Pflaume stellt in Vertretung von Finanzstadtrat Jakob Egg, der sich zuvor im Ausland befand, das Budget vor. RS-Foto: Tiefenbacher
Für 2026 sind Erträge von 32,96 Mio. Euro und Aufwendungen von 29,46 Mio. Euro geplant. Aus dem laufenden Betrieb ergibt sich ein Überschuss von rund 3,5 Mio. Euro, der vollständig in Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen fließt. Damit wurde das Budget auf eine Null gebracht. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 war noch ein negatives Nettoergebnis von minus 326.700 Euro vorgesehen.
ANGESPANNTE LAGE. Bgm. Herbert Mayer, die Vizebürgermeister Thomas Hittler und Mathias Niederbacher sowie StR Jakob Egg betonten, dass Landeck – wie viele österreichische Gemeinden – unter finanziellem Druck steht. Gründe sind: Ertragsanteilsverluste durch Steuerreformen, Entlastungspakete ohne Gegenfinanzierung, Einnahmenausfälle bei der seit Jahrzehnten nicht reformierten Grundsteuer sowie steigende Umlagen und Transferzahlungen an Sozial- und Krankenanstaltenfonds. Die zentralen Einnahmen wachsen nicht schnell genug, um die steigenden Ausgaben zu decken. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen in Pflichtschule, Pflege und Klimaschutz zu. StR Egg brachte es auf den Punkt: „In Landeck haben wir uns nach der Decke gestreckt – und das Beste aus der Lage gemacht.“ Stadtchef Mayer ergänzte augenzwinkernd: „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.“
SPAREN. „Sich nach der Decke strecken“ bedeutet in Landeck: sparen und manche Ausschusswünsche verschieben. Die Ertragsanteile steigen im Jahr 2026 um fünf Prozent, das sind 425.400 Euro, auf rund 8,89 Mio. Euro. Doch höhere Landesabgaben gleichen diesen Zuwachs nahezu vollständig aus. Die Landesumlage steigt um 3,8 Prozent, die Transferzahlungen ebenfalls um 3,8 Prozent, das entspricht z.B. 230.600 Euro. Der Beitrag zum Krankenanstaltenfonds legt um 14,8 Prozent (!) zu, die Sozialhilfebeiträge steigen um 3,2 Prozent. Bei Energie (Strom, Brenn- und Treibstoffe) fallen Mehrkosten von 15.200 Euro an. Positiv wirkt die Senkung der Personalkosten um 2 Prozent (213.000 Euro). Entlastung bringt auch die Lösung bei den Venet-Bergbahnen: Durch den Einstieg der Pletzer-Gruppe fällt für die Stadt ein finanzieller „Klotz am Bein“ weg, wie VBgm. Hittler betonte.
INVESTITIONEN. Trotz dieser Belastungen kann Landeck im kommenden Jahr weiter investieren. Zu den größten Investitionsvorhaben zählen der Neubau des Kindergartens Urichstraße (2,1 Mio. Euro), die Dachsanierung im Klösterle (250.000 Euro) und Maßnahmen am Waalwegnetz (237.000 Euro). Zusätzlich werden 100.000 Euro für die Verbesserung der Schutzwegbeleuchtung bereitgestellt. Für die Spielplätze sind 90.000 Euro vorgesehen – sowohl für notwendige Instandhaltungen als auch für neue Konzepte. In die Wasser- und Abwasserversorgung fließen insgesamt 410.000 Euro. Für die Anzahlung des neuen Tunnelfahrzeugs sind 221.000 Euro vorgesehen. Das Alten- und Pflegeheim erhält für Rufanlage, Dienstkleidung, PV-Anlage und Zimmerneugestaltung insgesamt 300.000 Euro. Für Stiegensanierungen sowie die Instandhaltung von Straßen und Plätzen stehen 140.000 Euro bereit.
SCHULDEN SINKEN. Der Schuldenstand reduziert sich 2026 um 1,35 Prozent auf rund 17,87 Mio. Euro. StR Philipp Pflaume: „Mit strenger Disziplin können wir den Verschuldungsgrad weiter senken.“ Der Schuldendienst steigt um 3,39 Prozent auf knapp über zwei Mio. Euro, davon 1,4 Mio. Euro Tilgung. Pflaume betonte: „Es braucht konsequente Budgetdisziplin, Sparsamkeit, monatliche Kontrolle und Sanierung.“ Ab 2026 werden zudem alle gemeindeeigenen Gebühren und Abgaben um 4 bis 4,5 Prozent erhöht.
Ein kollektiv bekundeter Dank des Gemeinderates galt dem Leiter der Finanzabteilung, Fabian Schnegg, der mit dem Budget für 2026 erstmals in dieser Funktion Verantwortung trug. Auch die bewährte Unterstützung seines Teamswurde erwähnt.
ANGESPANNTE LAGE. Bgm. Herbert Mayer, die Vizebürgermeister Thomas Hittler und Mathias Niederbacher sowie StR Jakob Egg betonten, dass Landeck – wie viele österreichische Gemeinden – unter finanziellem Druck steht. Gründe sind: Ertragsanteilsverluste durch Steuerreformen, Entlastungspakete ohne Gegenfinanzierung, Einnahmenausfälle bei der seit Jahrzehnten nicht reformierten Grundsteuer sowie steigende Umlagen und Transferzahlungen an Sozial- und Krankenanstaltenfonds. Die zentralen Einnahmen wachsen nicht schnell genug, um die steigenden Ausgaben zu decken. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen in Pflichtschule, Pflege und Klimaschutz zu. StR Egg brachte es auf den Punkt: „In Landeck haben wir uns nach der Decke gestreckt – und das Beste aus der Lage gemacht.“ Stadtchef Mayer ergänzte augenzwinkernd: „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.“
SPAREN. „Sich nach der Decke strecken“ bedeutet in Landeck: sparen und manche Ausschusswünsche verschieben. Die Ertragsanteile steigen im Jahr 2026 um fünf Prozent, das sind 425.400 Euro, auf rund 8,89 Mio. Euro. Doch höhere Landesabgaben gleichen diesen Zuwachs nahezu vollständig aus. Die Landesumlage steigt um 3,8 Prozent, die Transferzahlungen ebenfalls um 3,8 Prozent, das entspricht z.B. 230.600 Euro. Der Beitrag zum Krankenanstaltenfonds legt um 14,8 Prozent (!) zu, die Sozialhilfebeiträge steigen um 3,2 Prozent. Bei Energie (Strom, Brenn- und Treibstoffe) fallen Mehrkosten von 15.200 Euro an. Positiv wirkt die Senkung der Personalkosten um 2 Prozent (213.000 Euro). Entlastung bringt auch die Lösung bei den Venet-Bergbahnen: Durch den Einstieg der Pletzer-Gruppe fällt für die Stadt ein finanzieller „Klotz am Bein“ weg, wie VBgm. Hittler betonte.
INVESTITIONEN. Trotz dieser Belastungen kann Landeck im kommenden Jahr weiter investieren. Zu den größten Investitionsvorhaben zählen der Neubau des Kindergartens Urichstraße (2,1 Mio. Euro), die Dachsanierung im Klösterle (250.000 Euro) und Maßnahmen am Waalwegnetz (237.000 Euro). Zusätzlich werden 100.000 Euro für die Verbesserung der Schutzwegbeleuchtung bereitgestellt. Für die Spielplätze sind 90.000 Euro vorgesehen – sowohl für notwendige Instandhaltungen als auch für neue Konzepte. In die Wasser- und Abwasserversorgung fließen insgesamt 410.000 Euro. Für die Anzahlung des neuen Tunnelfahrzeugs sind 221.000 Euro vorgesehen. Das Alten- und Pflegeheim erhält für Rufanlage, Dienstkleidung, PV-Anlage und Zimmerneugestaltung insgesamt 300.000 Euro. Für Stiegensanierungen sowie die Instandhaltung von Straßen und Plätzen stehen 140.000 Euro bereit.
SCHULDEN SINKEN. Der Schuldenstand reduziert sich 2026 um 1,35 Prozent auf rund 17,87 Mio. Euro. StR Philipp Pflaume: „Mit strenger Disziplin können wir den Verschuldungsgrad weiter senken.“ Der Schuldendienst steigt um 3,39 Prozent auf knapp über zwei Mio. Euro, davon 1,4 Mio. Euro Tilgung. Pflaume betonte: „Es braucht konsequente Budgetdisziplin, Sparsamkeit, monatliche Kontrolle und Sanierung.“ Ab 2026 werden zudem alle gemeindeeigenen Gebühren und Abgaben um 4 bis 4,5 Prozent erhöht.
Ein kollektiv bekundeter Dank des Gemeinderates galt dem Leiter der Finanzabteilung, Fabian Schnegg, der mit dem Budget für 2026 erstmals in dieser Funktion Verantwortung trug. Auch die bewährte Unterstützung seines Teamswurde erwähnt.