Schwieriger als gedacht
Alternativen für Schulstraße bei Volksschule Angedair
14. Oktober 2025 | von
Herbert Tiefenbacher
Viele Autos und wartende Eltern vor der Volksschule Angedair – Sicherheit auf dem Schulweg im Fokus. RS-Foto: Tiefenbacher
In Landeck rückt die Verkehrssicherheit rund um Schulen zunehmend in den Mittelpunkt. Nach einem Antrag der Liste Zukunft Landeck – sozialdemokratisch und parteifrei – beschloss der Planungs-, Verkehrs-, Bau- und Wasserausschuss, beim BRG Landeck/Perjen eine Schulstraße als Pilotprojekt einzuführen. Dabei werden die Bereiche zu Unterrichtsbeginn und -ende für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Das Projekt läuft seit der zweiten Schulwoche.
PROJEKT ZURÜCKGESTELLT. Eine zweite Schulstraße für die Volksschule Angedair wurde zwar beantragt, vorerst aber zurückgestellt. Bei einem runden Tisch mit Elternvertretung, Polizei und den betroffenen Schuldirektoren wurde die Situation vergangene Woche ausführlich beleuchtet.
SORGFÄLTIGE PRÜFUNG. „Die Situation dort ist komplexer als gedacht“, sagt VBgm. Mathias Niederbacher (Zukunft Landeck). Ausschussobmann und VBgm. Thomas Hittler (Liste Bürgermeister Herbert Mayer) zeigte sich zurückhaltend gegenüber dem ursprünglich eingebrachten Antrag: „Ich war immer vorsichtig bei Schnellschüssen. Deshalb habe ich eine erweiterte Gesprächsrunde an den Tisch geholt, um eine sachliche Lösung zu finden.“ Hittler bewertete den Antrag als überhastet und teils populistisch, hob jedoch hervor, dass die anschließende Diskussion konstruktiv verlaufe. VBgm. Niederbacher betonte die Bedeutung der gemeindepolitischen Arbeit: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Anträge einzubringen. Wichtig ist, dass die zuständigen Gremien sich intensiv mit dem Thema befassen und die Schulwegsicherheit verbessern – genau das passiert jetzt.“
ELTERNTAXIS. 156 Kinder besuchen derzeit die Volksschule Angedair. Laut einer Elternumfrage, an der über 60 Prozent der Eltern teilnahmen, werden etwa 30 Prozent der Schüler mit dem Auto zur Schule gebracht. „Schätzungsweise fahren an Schultagen zwischen 40 und 50 sogenannte Elterntaxis vor Unterrichtsbeginn vor“, erklärt VBgm. Niederbacher. Insgesamt passieren in dieser kurzen Zeitspanne hochgerechnet rund 100 Fahrzeuge den Bereich vor der Volks- und Mittelschule. Die Eltern hatten sich im Rahmen der Umfrage außerdem für sofortige Maßnahmen ausgesprochen.
KINDER ERMUTIGEN. Um ein Umdenken anzustoßen und das Bewusstsein für die Verkehrssituation zu schärfen, setzen Stadt und Schulen zunächst auf Aufklärung. Geplant sind Informationskampagnen, die Eltern sensibilisieren und Kinder dazu ermutigen sollen, den Schulweg vermehrt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
POLIZEI KRITISCH. Die Polizei sieht eine Schulstraße an diesem Standort kritisch. Potenzielle Umfahrungsrouten wie die Paschegasse seien zu schmal und für Mehrverkehr ungeeignet. Außerdem müssen über diese Wege Einrichtungen wie das Altersheim, die Kirche, Schloss Landeck und das Naherholungsgebiet Trams samt Hotel Tramserhof erreichbar bleiben.
SOFORTMASSNAHMEN. Der Ausschuss prüft daher kurzfristig realisierbare Sofortmaßnahmen: eine Temporeduktion auf 20 km/h, eine mobile Barriere beim Klösterle („Jersey-Wand“) sowie den Entfall einzelner Parkplätze, um die Sicht auf querende Kinder zu verbessern. Dabei gilt es, einen schwierigen Spagat zwischen Verkehrssicherheit und dem Erhalt von Parkplätzen zu meistern. Zusätzlich sollen Bodenmarkierungen die Kinder sicher zwischen Klösterle und Landesmusikschule führen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird laufend evaluiert und bis zum kommenden Jahr in ein umfassendes Gesamtkonzept eingebunden. Auch eine Begegnungszone wird als mögliche Variante diskutiert.
SCHULZONE PRÜFEN. Schulleiter Andreas Albertini begrüßt die konkreten Schritte: „Kurzfristige Maßnahmen sind ein wichtiger Anfang. Langfristig darf es jedoch nicht dabei bleiben.“ Er regt an, im nächsten Schritt die Attraktivierung des Hauptschulplatzes vor der Clemens-Holzmeister-Mittelschule zu prüfen und die Einrichtung einer Begegnungszone zu erwägen.
PROJEKT ZURÜCKGESTELLT. Eine zweite Schulstraße für die Volksschule Angedair wurde zwar beantragt, vorerst aber zurückgestellt. Bei einem runden Tisch mit Elternvertretung, Polizei und den betroffenen Schuldirektoren wurde die Situation vergangene Woche ausführlich beleuchtet.
SORGFÄLTIGE PRÜFUNG. „Die Situation dort ist komplexer als gedacht“, sagt VBgm. Mathias Niederbacher (Zukunft Landeck). Ausschussobmann und VBgm. Thomas Hittler (Liste Bürgermeister Herbert Mayer) zeigte sich zurückhaltend gegenüber dem ursprünglich eingebrachten Antrag: „Ich war immer vorsichtig bei Schnellschüssen. Deshalb habe ich eine erweiterte Gesprächsrunde an den Tisch geholt, um eine sachliche Lösung zu finden.“ Hittler bewertete den Antrag als überhastet und teils populistisch, hob jedoch hervor, dass die anschließende Diskussion konstruktiv verlaufe. VBgm. Niederbacher betonte die Bedeutung der gemeindepolitischen Arbeit: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Anträge einzubringen. Wichtig ist, dass die zuständigen Gremien sich intensiv mit dem Thema befassen und die Schulwegsicherheit verbessern – genau das passiert jetzt.“
ELTERNTAXIS. 156 Kinder besuchen derzeit die Volksschule Angedair. Laut einer Elternumfrage, an der über 60 Prozent der Eltern teilnahmen, werden etwa 30 Prozent der Schüler mit dem Auto zur Schule gebracht. „Schätzungsweise fahren an Schultagen zwischen 40 und 50 sogenannte Elterntaxis vor Unterrichtsbeginn vor“, erklärt VBgm. Niederbacher. Insgesamt passieren in dieser kurzen Zeitspanne hochgerechnet rund 100 Fahrzeuge den Bereich vor der Volks- und Mittelschule. Die Eltern hatten sich im Rahmen der Umfrage außerdem für sofortige Maßnahmen ausgesprochen.
KINDER ERMUTIGEN. Um ein Umdenken anzustoßen und das Bewusstsein für die Verkehrssituation zu schärfen, setzen Stadt und Schulen zunächst auf Aufklärung. Geplant sind Informationskampagnen, die Eltern sensibilisieren und Kinder dazu ermutigen sollen, den Schulweg vermehrt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
POLIZEI KRITISCH. Die Polizei sieht eine Schulstraße an diesem Standort kritisch. Potenzielle Umfahrungsrouten wie die Paschegasse seien zu schmal und für Mehrverkehr ungeeignet. Außerdem müssen über diese Wege Einrichtungen wie das Altersheim, die Kirche, Schloss Landeck und das Naherholungsgebiet Trams samt Hotel Tramserhof erreichbar bleiben.
SOFORTMASSNAHMEN. Der Ausschuss prüft daher kurzfristig realisierbare Sofortmaßnahmen: eine Temporeduktion auf 20 km/h, eine mobile Barriere beim Klösterle („Jersey-Wand“) sowie den Entfall einzelner Parkplätze, um die Sicht auf querende Kinder zu verbessern. Dabei gilt es, einen schwierigen Spagat zwischen Verkehrssicherheit und dem Erhalt von Parkplätzen zu meistern. Zusätzlich sollen Bodenmarkierungen die Kinder sicher zwischen Klösterle und Landesmusikschule führen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird laufend evaluiert und bis zum kommenden Jahr in ein umfassendes Gesamtkonzept eingebunden. Auch eine Begegnungszone wird als mögliche Variante diskutiert.
SCHULZONE PRÜFEN. Schulleiter Andreas Albertini begrüßt die konkreten Schritte: „Kurzfristige Maßnahmen sind ein wichtiger Anfang. Langfristig darf es jedoch nicht dabei bleiben.“ Er regt an, im nächsten Schritt die Attraktivierung des Hauptschulplatzes vor der Clemens-Holzmeister-Mittelschule zu prüfen und die Einrichtung einer Begegnungszone zu erwägen.