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Landeck | Politik | 26. Oktober 2020 | Von Herbert Tiefenbacher

„Baustart Mitte 2021“

„Baustart Mitte 2021“<br />
Westlich des Pflegeheimes soll ein eigener Bau für die ca. 30 Pflegebetten hochgezogen werden, der mit dem Bestandsbau verbunden ist. RS-Foto: Tiefenbacher
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Pflegeheim Grins stockt jetzt um 30 auf 92 Betten auf

Verbandsobmann Bgm. Thomas Lutz fixierte in den letzten Tagen mit dem Architekten den Fahrplan für den weiteren Ausbau des Wohn- und Pflegeheimes St. Josef in Grins.
Von Herbert Tiefenbacher

Der demografische Wandel ist voll im Gange: Die Lebenserwartung steigt, die Älteren leben länger. Seinen Lebensabend aktiv im gewohnten Umfeld zu verbringen, ist allgemeiner Wunsch. Die Realität kann aber ganz anders aussehen. Denn Fakt ist, dass die Gruppe jener Menschen, die hilfs- bzw. pflegebedürftig sind, kräftig anwächst. Die Politik reagiert darauf – in Tirol beispielsweise mit dem Strukturplan Pflege 2012–2022. Er gibt das Ziel vor, dass in diesem Zeitraum mobile Pflege und Tagesbetreuung für pflegebedürftige Menschen stärker ausgebaut werden sollen als die stationäre Pflege. Die Marschrichtung für die Pflegeeinrichtungen im Bezirk Landeck heißt: Es sollen weitere 77 Pflegebetten dazukommen. Insgesamt verfügt der Bezirk Landeck dann über 382 Pflegebetten in Heimen. 2012 waren es noch 305 Pflegebetten.

AUSBAUZUSAGEN. Nach etlichen Gesprächen, Verhandlungen und Runden Tischen erhielten vier Heime im Bezirk Landeck eine Ausbauzusage: Das Wohn- und Pflegeheim in Flirsch bekam grünes Licht für weitere zehn Pflegebetten (ist bereits umgesetzt), das Seniorenzentrum Zams-Schönwies für weitere 30 Betten, das Altersheim Landeck für zusätzliche 20 Betten und das „Wohn- und Pflegeheim St. Josef – Grins“ für weitere 30 Betten.

BAU FÜR 30 BETTEN. Das Heim in Grins erfuhr 2009 eine erste Erweiterung, und zwar auf 62 Betten. Der Verband nahm die nunmehrige Zusage des Landes aufgrund des Betten- und Modernisierungsbedarfs (u.a. Umsetzung der Anforderungen der EU-Hygieneverordnung im Küchenbereich) wohlwollend an und nahm daraufhin die Umsetzung dieses Vorhabens in Angriff. Geplant ist westlich des Pflegeheims einen eigenen Bau für die ca. 30 Pflegebetten hochzuziehen, der mit dem Bestandsbau verbunden ist. Im Altbestand gibt es einen Umbau, zusätzlich sind dort allfällige Adaptierungen vorgesehen.

KOSTEN GESENKT. Eigentlich wollte man im Frühjahr 2020 mit den Bauarbeiten loslegen. Aber die Verhandlungen mit der Wohnbauförderungsabteilung des Landes Tirol nahmen wesentlich mehr Zeit in Anspruch als erwartet. Zwischenzeitlich machte man sich gemeinsam mit dem Architekten auf die Suche nach Einsparungspotenzial, um die Kosten zu senken, denn die Ausschreibung zum Architekturwettbewerb ließ darauf schließen, dass die Kosten höher ausfallen werden als ursprünglich veranschlagt (13,1 Mio. Euro anstatt 8,5 Mio. Euro). Man wurde fündig. Nach derzeitigem Stand liegen die Kosten laut Verbandsobmann Bgm. Thomas Lutz bei rund 12 Mio. Euro.

BAUSTART. Nun geht es weiter. Verbandsobmann Bgm. Lutz fixierte in den letzten Tagen mit dem Architekten den Fahrplan für den Bau. In nächster Zeit werden zahlreiche Ausschreibungen erfolgen. Lutz geht davon aus, dass die Baumeis-terarbeiten Anfang des nächsten Jahres vergeben werden, für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Elektroarbeiten im März 2021. „Dann wissen wir wie hoch die Kos-ten liegen“, sagte Lutz. Danach wird es nochmals ein Gespräch mit der Wohnbauförderungsabteilung des Landes Tirol zwecks Förderung des Vorhabens geben. Verbandsobmann Bgm. Thomas Lutz rechnet mit einem „Baustart Mitte 2021“. Übrigens: Zum Gemeindeverband „Wohn- und Pflegeheim St. Josef – Grins“ gehören die Gemeinden See, Kappl, Ischgl, Galtür, Pians, Grins, Stanz, Tobadill und Strengen.
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