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Landeck | Politik | 29. August 2022 | Attila Haidegger

Den Durchblick bewahren

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Die imposante Schlossgalerie mit ihren weit hinunter ragenden Fundamenten. RS-Foto: Haidegger
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Für die Nutzer der Schlossgalerie werden die Wochen bis zur finalen Eröffnung anspruchsvoll: Hier die wichtigsten Infos

Die verantwortlichen Personen und der Bürgermeister von Landeck, Herbert Mayer, informierten am 25. August über die zukünftigen Abwicklungen des Verkehrsaufkommens im Bereich der Schlossgalerie und der Landecker Innenstadt. Aus unterschiedlichen Gründen wird die Anfahrt nach und durch Landeck in den nächsten Wochen eine Sache für den Terminkalender. Die im Februar 2020 begonnenen Arbeiten an der Schlossgalerie sollen wie geplant spätestens am 31. Oktober beendet sein.
Von Attila Haidegger

Besonders dem Landecker Bgm. Mayer ist es „ein Anliegen, die Bevölkerung über die Sperren zu informieren. Die Vorhaben sollen termingemäß fertig werden, damit unsere Stadt wieder einen Aufschwung erleben kann“. Die dreiwöchige Sperre der L 76 Landecker Straße von der Fließerau bis zur Gerberbrücke wird in zwei Abschnitte unterteilt: Von 29. August, 8 Uhr bis 2. September, 18 Uhr und von 26. September, 8 Uhr bis 7. Oktober, 18 Uhr. Im Zeitraum zwischen den Totalsperren, also ab 2. September, ist die Schlossgalerie einspurig in beide Richtungen mit einer Ampelregelung befahrbar. Ab Ende Oktober wird laut DI Günter Guglberger vom Amt für Brücken- und Tunnelbau des Landes Tirol, der genannte Abschnitt zweispurig befahrbar sein.

SCHLOSSGALERIE. Im Zeitraum der Totalsperren werden der Schalwagen abgebaut und finale Arbeiten, wie bespielsweise Asphaltierungsarbeiten oder elektrotechnische Arbeiten an der Schlossgalerie durchgeführt. Der Schalwagen kann laut Guglberger nur über Kopf abgebaut und nicht durch die Galerie abtransportiert werden, somit ist eine Sperre nötig. Die anfangs noch mit 27 Millionen Euro veranschlagten, nach dem Felssturz auf 31 Mio. Euro erhöhten Kosten beliefen sich schlussendlich auf rund 35 Mio. Euro. Laut Gunglberger sind die Mehrkosten unter anderem mit dem branchenüblichen Preisanstieg zu begründen: „Die Risikobewertung half dabei, die Preissteigerungen abzufedern, die Kosten konnten dadurch eingehalten werden.“ Weiter talaufwärts werden an einem Rutschhang aufwendige Hangsicherungsarbeiten durchgeführt, die aber noch in diesem Jahr fertiggestellt werden sollen. Die Verkehrsbefreiung des am gegenüberliegenden Ufer gelegenen Gramlachwegs bleibt bis 31. Oktober, sprich, sobald die Schlossgalerie zweispurig befahrbar ist, aufrecht. Vignettenbefreiung für den Landecker Tunnel gibt es während der Sperren keine.

SONDERTRANSPORTE. Für das im Bau befindliche Umspannwerk in Nauders müssen an vier Nächten spektakuläre Sondertransporte vom Bahnhof Landeck durch die Landecker Innenstadt veranlasst werden. An den Montagen des 5., 12. und 19. Septembers sowie am 7. November jeweils ab 21.20 Uhr werden umfangreiche Deinstallationen in der Landecker Innenstadt durchgeführt. Die Bahnschranke, im Weg befindliche Verkehrsschilder sowie die Verkehrsinseln der auf der Strecke liegenden Kreisverkehre müssen ab- und wieder aufgebaut, beziehungsweise sachgemäß befahrbar gemacht werden. Für die bis zu 70 Meter langen und 400 Tonnen schweren Fuhren gibt es keine alternative Route. Der Landecker Tunnel hat nicht die nötigen Dimensionen für die übergroßen Ladungen. Vom Bahnhof geht es Richtung alte Malser Straße und durch die Schlossgalerie. Die Rück- bzw. Leerfahrten erfolgen jeweils am darauffolgenden Mittwoch, ebenfalls in der Nacht. Schon jetzt werden zahlreiche Schaulustige erwartet.

ASPHALTIERUNGSARBEITEN INNSTRASSE. Zwischen der Kfz-Werkstätte Netzer und dem Gasthof Löwen werden an vier Nächten, je nach Witterung, im Zeitraum von 26. September bis 7. Oktober jeweils von 20 bis 6 Uhr Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. „Wir haben uns dazu entschieden, die Arbeiten nachts durchzuführen, da das Verkehrsaufkommen untertags einfach zu groß ist. Alleine die vielen an der Strecke liegenden Behörden und Gewerbetreibenden sowie der Pendlerverkehr lassen Arbeiten untertags nicht zu. Ich möchte mich an dieser Stelle bereits jetzt bei den Anrainern für die nächtliche Lärmbelästigung entschuldigen. Etwaige Anliegen oder Besorgnisse können gerne bei uns eingereicht werden.“

KATASTROPHENEINSATZ-SEMINAR. Am 3. September, finden zwei Großeinsatzübungen mit zahlreicher Beteiligung verschiedener Institutionen statt. Dafür muss die L 76 Landecker Straße zwischen Ortsteil Urgen und Auffahrt Eichholz für das Übungsszenario „Felssturz“ von 12 bis 17.30 Uhr gesperrt werden. Weiters wird im selben Zeitraum die S 16 Arlberg Schnellstraße zwischen Landeck und Pians für das Übungsszenario „Unfall“ gesperrt.

WARTUNGSARBEITEN IM LANDECKER TUNNEL. Dem noch nicht genug, stehen Tunnelwaschungen und diverse Wartungsarbeiten an. Von 3. bis 7. Oktober und von 10. bis 14. Oktober jeweils von 20 bis 5 Uhr, wird der Landecker Tunnel an vier Nächten gesperrt. An den Tagen, an denen sich die Sperre der L 76 Landecker Straße und die des Landecker Tunnels überschneiden, heißt es seitens des Sachbearbeiters für Verkehr & Sicherheit Mag. Leo Folie: „Die Überschneidung konnte leider nicht verhindert werden, da solche Vorhaben der Asfinag schon Monate vorher geplant werden. Bei Instandhaltungsmaßnahmen sind viele verschiedene Firmen involviert, daher ist eine umfangreiche Koordination im Vorhinein notwendig. Je nachdem, wie gut die Asphaltierungsarbeiten im Bereich der Schlossgalerie und dem Bereich Fließerau vorankommen, wird versucht, eine einspurige Durchfahrt zu ermöglichen. Auch die Tunnelarbeiten können zeitweise unterbrochen und der Tunnel für den Verkehr freigegeben werden.“ Es wird in Zukunft also etwas undurchsichtig für alle, die diese Abschnitte regelmäßig nutzen. Pünktlich zur kommenden Wintersaison sollen alle Arbeiten beendet sein.
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Als finale Schritte werden der Schalwagen abgebaut und die letzten Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. RS-Foto: Haidegger
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