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Landeck | Politik | 14. Juli 2020 | 16:31 | Von Elisabeth Zangerl

„Schlussendlich geht’s um einen Kompromiss“

„Schlussendlich geht’s um einen Kompromiss“
An vielen Bildungseinrichtungen im Oberen Gericht, dem Stanzertal oder dem Paznaun (im Bild die NMS Paznaun und die VS Kappl) wurden in den vergangenen Jahren Sonderferien zu Pfingsten abgehalten. RS-Foto: Zangerl
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Landeck  Von Elisabeth Zangerl
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Sonderferien zu Pfingsten 2021/22 wieder möglich

Die Nachricht, dass die Sonderferien zu Pfingsten an Schulen in Tourismusgebieten des Bezirks nicht mehr abgehalten werden dürfen, sorgte im Vorjahr für große Unstimmigkeiten in den Bildungseinrichtungen, bei Eltern und auch bei politischen Vertretern. Zuständige haben sich an Landtagsvizepräsident Anton Mattle gewandt – dieser wurde zum Mitglied des Beirats der Bildungsdirektion erkoren. Das Fazit: Ab dem Schuljahr 2021/22 gibt’s für Bildungseinrichtungen, die bisher Sonderferienregelungen hatten, eine Wahlmöglichkeit zwischen Herbst- oder Frühlingsferien.
Von Elisabeth Zangerl

Die Aufregung war groß, als Ende des Vorjahres bekannt wurde, dass es künftig neben einheitlichen Herbstferien keine Ausnahmeregelung (Sonderferien) zu Pfingsten mehr geben wird. Denn diese Frühjahrssonderferien zu Pfingsten, die je nach Region vor oder nach Pfings-ten stattgefunden haben, waren in den Tourismusgebieten des Bezirks Landeck sehr beliebt. In Bildungseinrichtungen des Oberen Gerichts, des Paznauns oder des Stanzertals etwa wurden diese abgehalten und haben besonders Eltern, die in der Tourismusbranche beschäftigt sind, eine Möglichkeit zum gemeinsamen Verreisen mit der Familie eingeräumt – vielfach die einzige sogar. „Direktoren, Lehrer, Eltern und auch Bürgermeister sind an mich herangetreten mit dem Wunsch, mich für den Fortbestand der Pfingstsonderferien einzusetzen“, erklärt Landtagsvizepräsident Anton Mattle den Beginn seiner Mission. Anton Mattle wurde dann in weiterer Folge in den Beirat der Bildungsdirektion eingeladen – auch hat er an die Schulen in Tirol, die bisher eine Sonderferienregelung hatten, eine Umfrage ausgeschickt. Das Resultat: „Sechs Schulen der befragten sprachen sich für Herbst-, 24 für Frühlingsferien aus.“ Die beantworteten Fragebögen dienten dem Beirat schließlich auch als Entscheidungsgrundlage.

MIT KRITERIEN VERKNÜPFT. Schlussendlich fällte der Beirat folgende einstimmige Empfehlung, wie Landtagsvizepräsident Anton Mattle erklärt: „Da für das Schuljahr 2020/21 die Herbstferien bereits fixiert sind, sollen in diesem Schuljahr nur Herbstferien angeboten werden. Im Frühjahr 2021 soll eine Evaluierung stattfinden, von deren Ergebnis die weiteren Planungen abhängig sind.“ Weiters erklärt Mattle: „Der ständige Beirat hat dabei folgende Eckpunkte, die im Rahmen der Evaluierung zu berücksichtigen sind, beschlossen: Die Möglichkeit von Sonderferien im Frühjahr soll nur jenen Schulstandorten ermöglicht werden, an denen es bereits Frühjahrsferien gegeben hat, für diese Schulen besteht die Wahlmöglichkeit Herbst- oder Frühlingsferien (Herbst- und Frühlingsferien wird es nicht geben).“ Noch nicht fixiert, aber in Diskussion stehen weitere Kriterien, Mattle erklärt dazu: „Das Erfordernis eines breiten Konsenses der betroffenen Eltern, eine Mehrheit der Beschlussfassungen in den Schulforen als auch die Sicherstellung der Kinderbetreuung in der Zeit der Sonderferien und die Abstimmung zwischen Volksschulen und zumindest den dazugehörenden Mittelschulen.“ Fakt ist also, dass es im Schuljahr 2020/21 nur Herbstferien geben wird, ab dem Schuljahr 2021/22 sollte eine Wahlmöglichkeit eingeräumt werden, Mattle abschließend: „Wir haben lange gekämpft – schlussendlich geht’s um einen Kompromiss. Die Brücke wurde nun gebaut für eine längerfristige, zufriedenstellende Lösung.“
„Schlussendlich geht’s um einen Kompromiss“
Landtagsvizepräsident Anton Mattle: „Die Möglichkeit von Sonderferien im Frühjahr soll nur jenen Schulstandorten ermöglicht werden, an denen es bereits Frühjahrsferien gegeben hat.“ RS-Foto: Zangerl
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