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Landeck | Politik | 8. November 2021 | Daniel Haueis

Überprüfte Ausreise

Überprüfte Ausreise<br />
Elmar Rizzoli über die Ausreisetestverpflichtung für die Bezirke Landeck und Reutte: Sobald es die Situation zulässt, wird die Maßnahme auch wieder beendet. Foto: Land Tirol/Pölzl
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Corona-Zahlen steigen massiv – Maßnahmen beschlossen

Die Corona-Situation in Tirol und speziell im Oberland verschärft sich – nur in der Klinik Innsbruck werden mehr Covid-Patienten behandelt als im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams.
Von Daniel Haueis

113 Corona-Infizierte waren vor einer Woche in Tirol in stationärer Behandlung: 34 in Innsbruck (elf davon auf der Intensivstation), 22 in „Zams“ (vier auf der „Intensiv“), das damit den zweiten Rang unter neun Tiroler Spitälern einnahm. Am 8. November waren es dann 20 Patienten in „St. Vinzenz“ (vier davon in der Intensivstation). Gestiegen ist die Zahl der Infizierten: 389 Landecker waren es am 2. November, am 8. November dann 501. Vor drei Monaten gab es im Bezirk rund zehn Infizierte, und kein einziger davon musste im Spital behandelt werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist vergangene Woche auf über 600 gestiegen, weshalb eine Ausreisetestpflicht ab Freitag verhängt wurde (wie auch für den Bezirk Reutte) – es wurde bei der Ausreise kontrolliert, ob jemand geimpft, genesen oder getestet ist (ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist). Lückenlos war dies natürlich nicht möglich, allein aufgrund der zahlreichen Straßenverbindungen und der zu erwartenden Verkehrsbehinderungen. ChefInsp Norbert Ladner, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant von Landeck, erklärte: Kontrolliert wird in alle Richtungen, also Imst, Vorarlberg, Italien und Schweiz – und zwar stichprobenartig: Die Polizei ist zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten präsent und versucht so schlussendlich sämtliche Straßenverbindungen zu kontrollieren. Nach den ersten Erfahrungen seien auch Anpassungen der Strategie möglich, sagt Ladner. Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes Corona des Landes, kündigte an: „Wir werden die Entwicklungen weiterhin genau beobachten – sobald es die Situation zulässt, wird diese Maßnahme auch wieder beendet.“ Das war aber gar nicht nötig: Mit der 2G-Regel, die vom Bund ab 8. November eingeführt wurde, wurde auch Testpflicht für die Ausreise aus etlichen österreichischen Bezirken aufgehoben.

DRITTE IMPFUNG BEREITS NACH SECHS MONATEN. Inzwischen wird vom Nationalen Impfgremium die dritte Covid-Impfung als wesentlicher Teil der Grund-immunisierung allen Personen ab 18 Jahren, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Teilschutzimpfung erhalten haben, empfohlen. Tiroler ab 18 Jahren können auf www.tirolimpft.at Termine für eine dritte Impfung buchen (Personen mit Risikofaktoren ab 16 Jahren). Wer entsprechend den alten Schemen bereits einen Termin gebucht hat, kann diesen stornieren und einen neuen mit sechsmonatigem Zeitfens-ter auswählen. LH Günther Platter plädierte einmal mehr, sich impfen zu lassen: „Nur durch die Impfung können wir die Pandemie bewältigen. Ich habe kein Verständnis für Impfverweigerer – das ist verantwortungslos.“ Manchmal ist‘s aber auch mit Aufwand verbunden, sich impfen zu lassen: Ein Landecker etwa beklagte eine „riesige Schlange von Impfwilligen, alle offensichtlich ohne Termin“ vergangenen Freitag – angesichts der langen Wartezeit verzichtete er vorerst auf den dritten Stich, den er sich holen wollte. In Landeck (Foyer Altes Kino) gab es vorerst wenige Termine: 19. November, 3. und 17. Dezember jeweils 11 bis 16 Uhr. Aber noch am Montag dieser Woche wurde das Angebot erweitert: 10. November 16 bis 18 Uhr, 12. und 13. November jeweils von 8 bis 18 Uhr. Zudem sind Impfungen bei niedergelassenen Ärzten möglich: www.tirolimpft.at.

NUR MEHR PCR-TESTS. Ab 12. November werden alle Antigen-Teststationen in Tirol auf PCR-Tes-tungen umgestellt. Zusätzlich werden PCR-Testkits beispielsweise vom Lebensmitteleinzelhandel ausgegeben und an bis zu 200 Sammelstellen wieder abgeholt. „Die Menschen können sich damit PCR-Test-Kits abholen, zu Hause gurgeln und den Test bei einer Sammelstelle wieder abgeben. Das Ergebnis wird in der Regel innerhalb von 24 Stunden vorliegen“, erklärt Elmar Rizzoli. Nach Stufenplan des Bundes sind bereits ab Stufe 2, die mit 8. November in Kraft trat, Antigen-Selbsttests generell nicht mehr gültig.
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